Verzehrsvorschlag

So nachdem ich heute noch den Artikel über den Intel 8080 fertiggestellt habe, wende ich mich zur Abwechslung mal wieder einem Blog. Es wurde etwas still in den letzten Wochen. Teilweise weil ich ab und an mal was verdienen muss (immerhin, die neue Küche ist nun finanziert) Teilweise weil es aber auch nicht so viel neues gibt das ich nicht zumindest einmal durchgekaut habe. So habe ich einige neue Artikel für die Webseite geschrieben, an den Neuauflagen der Bücher weiter redigiert und einfach auch mal gar nichts getan. Doch heute mal wieder was neues und zwar geht es um ein Lebensmittelthema – die Aufsätze sind viel beliebter als der Raumfahrt oder Computerteil und zwar um die Angaben auf Verpackungen.

Seit wir Fertigverpackungen haben, haben wir auch den Fakt das auf den Verpackungen etwas anderes abgebildet ist als drinnen ist. Der Gesetzgeber duldet das. Er gibt dem Hersteller die Freiheit auf den Verpackungen Werbung zu machen. Ich hatte mal einen Obstriegel zu begutachten, das war eine dicke Fruchtmasse zwischen zwei Oblaten. Der Riegel und seine rote Fruchtfarbe stimmten. Doch die darum abgebildeten Früchte täuschten. Man sah dort Heidelbeeren, Brombeeren und Äpfel, aber diese schon im Hintergrund. In Wirklichkeit bestand die Masse aus Dattel und Äpfeln mit nur Spuren der anderen Früchte im einstelligen Bereich. Damit es rot war musste man mit Farbstoffen nachhelfen. Das ging weil im Zutatenverzeichnis die richtige Zusammensetzung steht und der Hersteller die Früchte nur als Dekoration ansieht.

Bei Fertiggerichten ist es schwerer. Wenn man da ein Gericht ansieht und es sieht toll aus und es ist in Wirklichkeit nicht so dann steht meist „Verzehrsvorschlag“ daneben. Sprich: Wenn man es aufpeppt könnte es so aussehen. Auch das ist sanktioniert.
(mehr …)

WeiterlesenVerzehrsvorschlag

Restaurieren, Ursprung belassen oder Nachbauen

Kürzlich kam auf Arte eine Sendung über den Parthenon. Der Beitrag beschreibt die Baukunst und die Besonderheiten die man eingesetzt hat z.b. optische Tricks um die Fassade schön aussehen zu lassen, aber sie drehte sich im wesentlichen um die Rekonstruktion. An der arbeitet man seit 30 Jahren. Zum Vergleich: das Orginal wurde von 447 bis 438 v.Chr. also in 10 Jahren gebaut, was allerdings schon damals schnell war.

Der Architekt war selbst erstaunt, das es so lange dauert und nach 30 Jahren Restauration ist noch kein Ende abzusehen. Auch Computerhilfe brachte nichts. Man hat alle Steine die herumlagen vermessen und in eine Datenbank eingegeben und erhoffte sich dass man so herausfindet wie man sie zu verbinden hat. Das klappte aber nicht. Der Film zeigt eindrucksvoll was zu machen ist: es ist ein riesiges Puzzle bei dem man erst rausfinden muss wo welcher Stein hingehört und dann muss man fehlende Stück nachfertigen. Manchmal auch einen kompletten Stein der fehlt. (mehr …)

WeiterlesenRestaurieren, Ursprung belassen oder Nachbauen

Die Lösung für ein überflüssiges Problem – die Kanone im Weltraum

So, nachdem ich in den letzten Tag etwas Geld verdient habe, schließlich kann man vom Bloggen nicht leben, kommt nach einigen tagen Pause heute wieder ein Blog. Leider fehlt es immer noch an Themen. So mache ich es wie die privaten Fernsehsender: ich gebe wie in so called „Wissenschaftssendungen“ Antworten auf Fragen die keiner gestellt hat. Der moderne Ausdruck ist „überflüssiges Wissen“. Auf die heutige kam ich durch einen Beitrag über die militärischen Raumstationen MOL und Saljut. Saljut hatte eine Kanone an Bord. Während des kalten Kriegs meinte man sich wohl in der UdSSR gegen US-Angreifer schützen zu müssen (angesichts dessen, dass als Saljut 3 gestartet wurde, das Apolloprogramm schon beendet war und bis zum Start des Space Shuttles Saljut längst verglüht ist, war der Sinn wohl nicht gegeben). In einer US-Fernsehsendung hat man sogar ausprobiert ob die Kanone funktioniert – man hat einen Revolver in einem evakuierten Gefäß abgeschossen. Besonders peinlich: eine US-Astronautin war darüber erstaunt, das es funktionierte – warum auch nicht: die Explosion des Sprengstoffs braucht keine Luft, der ganze Sauerstoff ist chemisch vorhanden (sonst ging die Reaktion nicht so schnell, weil der Sauerstoff der Luft in einem Rohr ja viel zu gering ist und Zeit braucht um an den Verbrennungsort zu kommen). Und das eine Kanone in jeder Richtung schießen kann weiß man ja von Kampflugzeugen die auch nach unten feuern können. (mehr …)

WeiterlesenDie Lösung für ein überflüssiges Problem – die Kanone im Weltraum

Wenn schon die FDP dafür ist …

Loading

… dann ist ein Thema so wichtig, dass sich die Partei erhofft damit auf Stimmenfang gehen zu können, ohne an anderer Seite Stimmen zu verlieren. Die Rede ist von dem beim letzten FDP-Parteitag das wohl am meisten in den Nachrichten aufgegriffenen Beschluss, für die Legalisierung von Cannabis einzutreten. Das haben zwar schon die Grünen beschlossen, aber bei denen erwartet man das ja fast nachdem man im letzten Jahr Özedmir neben einer Hanfpflanze aufgenommen hat.

Das Thema kommt, seit man in einigen US-Bundesstaaten Cannabis legalisiert hat ja bei uns immer mehr in den Medien. Colorado hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Anbau wird streng kontrolliert, so erhält jede Pflanze einen RFID-Chip mit dem sie bis zur Ernte verfolgbar ist, jeder Züchter darf nur die Zahl an Pflanzen anbauen die er vorher beantragt und genehmigt bekommen hat und es gibt Verbotszonen z.B. vor Schulen. Colorado hat Steuereinnahmen und nach fast eineinhalb Jahren zeigt sich auch keine Zunahme der Abhängigen. Stattdessen ist die Kriminialitätsrate insgesamt gesunken. Allerdings ist es für eine richtige Bilanz noch etwas früh auch weil nicht überall Cannabis verkauft werden darf und es seitdem eine neue Art von Tourismus in den US-Bundesstaat gibt. (mehr …)

WeiterlesenWenn schon die FDP dafür ist …