Crays Fehler

Seymour Cray gilt als der Vater der Supercomputer. Beginnend mit der CDC 6600, die 1964 erschien, waren Rechner die er (mit)konstruiert hatte über 30 Jahre die schnellsten der Welt. Doch bei dieser Leistung hatte er auch einige kapitale Fehlurteile. Die meisten führen sicher als erstes das Scheitern bei der CDC 8600 an. Schon bei der CDC 6600 war ein Problem, dass am Ende der Schränke die Signallaufzeiten Störungen auf den Leitungen verursachten weil Signale unterschiedlich stark verzögert wurden und so schon auf einer schnellen direkten Verbindung das nächste Taktsignal anlag. Die CDC 6600 lief nur mit 10 MHz, was immerhin noch Kabellängen von bis zu 20 m erlaubte. Die CDC 8600 arbeitete bei 125 MHz, wodurch die Packung extrem dicht sein musste, Kabel mussten nun sehr kurz sein. Cray bekam die Kühlung nicht in den Griff, die durch die schnellen aber sehr energiehungrigen ECL Schaltungen freigesetzt wurde. Er brach das Projekt ab und gründete seine eigene Firma. Das Mockup der 8600 sieht übrigens aus wir eine Kreuzung der folgenden Cray Rechner. Die Bank der Cray 1 und die kleine Zentraleinheit der Cray 2. Ich halte es nicht für einen Fehler, denn der Rechner war einfach für seine Zeit zu ambitioniert. Das Kühlungsproblem dieser Packungsdichte sollte Cray erst mehr als ein Jahrzehnt später bei der Cray 2 lösen. Selbst der unmittelbare Nachfolger die Cray 1 war langsamer und größer. (mehr …)

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Nach einer arbeitsreichen Woche – ohne Blog

Bin ich heute mal wieder mit dem Schreiben dran. Zuerst möchte ich mich bei Niels bedanken, der so toll die Woche mit einem Thema gefüllt hat, das könnte ruhig öfters vorkommen und das könnten die anderen Gastautoren sich mal als Vorbild nehmen. Heute nichts weltbewegendes nur ein paar Ankündigungen. Ich nutzte die Woche um an den Büchern weiter zu schreiben, genauer gesagt an Neuauflagen. Am 24.6. lief der Vertrag über das Buch „Europäische Trägerraketen Band 1“ aus, das ist zwar das vierte veröffentlichte Buch, doch von den anderen habe ich Neuauflagen gemacht die den vertrag verlängern.

Ich habe weil BOD die Konditionen bei Neuauflagen übernimmt, keine Neuauflage gemacht, auch wenn es mir leid tut weil ich so die guten Amazon Kritiken verliere und bedanke mich an dieser Stelle bei allen 211  Käufern des Buchs. Es wird eine Neuauflage gaben die rund 40 Seiten länger ist und die ein Kapitel über die OTRAG beinhaltet, derzeit warte ich noch auf Grafiken von Michel Van. Sie ist als neues Projekt aber deutlich billiger als die alte für mich. (mehr …)

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Immer diese Fahrradfahrer

Auf das heutige Thema kam ich durch zwei Dinge. Da war zum einen Urteil, dass man eine Helmpflicht auch nicht über die Hintertür einführen darf und dann hat unsere Stadt in unserem Ortsteil (eigentlich eine eigene Gemeinde, denn eine Stadt, in dem Sinne als das es zusammenhängendes Siedlungsgebiet gibt, sind wir nicht) nun die Radfahrerstreifen auf die Fahrbahn gepinselt. Allerdings nur auf einer Seite, da habe ich mich bei der Wikipedia schlau gemacht ob ich denn nun, wenn ich in der anderen Richtung unterwegs bin, auch den Streifen dann auf der falschen Seite benutzen muss (muss ich nicht und darf ich nicht).

Also es geht um Fahrradfahrer. Fangen wir mit der Helmpflicht an. Da kam ein Beitrag drüber, der das diskutierte. Zum einen sollen Autofahrer rund 10 cm näher an Fahrradfahrern vorbeifahren, wenn diese einen Helm tragen. Klingt nach wenig, doch wenn ich dran denke wie nahe einem manche Autofahrer kommen, doch relevant. Da bleibt oft nicht viel Platz und diese gehen offenbar davon aus, das der Fahrradfahrer stur gerade aus fährt. Mal abgesehen von Problemen, die man bekommen könnte, muss man auch mal abbiegen und egal ob man es nun mit einem Handzeichen signalisiert oder gleich abbiegt, sehr oft ist der Abstand knapp bemessen. Auf der anderen Seite schützt der Helm wirklich, zumindest bei Kopfverletzungen. Als etwas komisch empfand ich das Argument, des Allgemeinen deutschen Fahrradclubs, dass die Helmpflicht viele Fahrradfahrer vom benutzen des Rads abhalten würde. Das finde ich deswegen sehr komisch, weil die meisten Leute Fahrrad fahren um eine Strecke zurückzulegen – zur Arbeit oder zum Einkaufen. Die wenigsten haben da Alternativen oder wenn dann sind sie teurer oder umständlicher (Auto/OPNV), sonst würden sie ja nicht Fahrrad fahren. Also die würden sicher nicht das Fahren einstellen. Bleiben noch die Freizeitfahrer, die man nur im Sommer nach Feierabend oder am Wochenende sieht. Bei denen mag sich sicher der eine oder andere abschrecken lassen, doch angesichts des Fahrverhaltens vieler (in der Gruppe nebeneinander fahrend) finde ich das nicht so schlecht. (mehr …)

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ISIS, USS-77, Abnehmen, die VAX

Heute mal wieder ein Blog in dem es sich nicht um ein Thema dreht, sondern ich verschiedene Dinge mal ansprechen will, die mir so durch den Kopf gehen.

Da ist ja derzeit in den Schlagzeilen die ISIS. Eine Organisation die sogar den Taliban zu radikal ist. wo sie auftaucht flüchten nicht nur Christen sondern bald auch Moslems. Es sollen einige Tausend sein, und mit denen wird die irakische Armee nicht fertig. Hmm hat da nicht George Dabbel-ju Busch vor mehr als 11 Jahren gesagt „Mission accomplisht“? Warum scheint es weder im Irak noch im Iran möglich in den 10 Jahren in denen die Länder je nach Sichtweise „besetzt“ oder „beschützt“ wurden eine Armee aufzubauen? In der Bundeswehr ist die Ausbildung doch auch nicht 10 Jahre lang und die Reichswehr wurde von einem 100.000 Mann Corps ohne moderne Waffen in 6 Jahren zur Wehrmacht welche die Nachbarländer überrollte. also irgendwie scheinen die USA da bei der Ausbildung was falsch gemacht zu haben. Immerhin hört man selbst vom Iran versöhnliche Töne und Hilfsangebote – so scheint sich wenigstens dort der Konflikt zu entspannen. (mehr …)

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Die Sache mit dem RD-180 Ersatz

Die Ukraine Krise, verbunden mit dem Protest von SpaceX gegen ULA hat nun ja einige Wellen geschlagen. Für alle die es nicht so verfolgt haben: SpaceX hat gegen ULA geklagt und dabei auch angebracht dass die Atlas das RD-180 einsetze und einer der auf der Embargoliste steht Dmitry Rogozin persönlich daran verdienen würde. Das hat sich natürlich als falsch herausgestellt, aber es hat Rogozin provoziert und er sagte man werde keine RD-180 mehr an die USA liefern und auch aus der ISS nach 2020 aussteigen, dazu weiter unten noch mehr.

In den USA hat das die Diskussion gefördert, ob man denn von Russland abhängig sein möchte und es gab sehr schnell einer erste Finanzierung durch das Verteidigungsministerium in Höhe von 100 Millionen Dollar für die Suche nach einem RD-180 Ersatz dieses Jahr und 220 Millionen nächstes Jahr. Was meiner Ansicht eher zeigt das man mit der nationalen Sicherheitskarte sofort Geldmittel bekommt, während sonst Wissenschaftsbudgets beschnitten werden. Nun hat ULA bestätigt dass sie nach Alternativen für das RD-180 suchen. Bis Herbst soll ein Design und Anbieter gewählt sein, bis 2019 die Entwicklung abgeschlossen.

Die Nutzung des RD-180 die heute als „russische“ Abhängigkeit“ dargestellt wird hatte übrigens ihre Ursprünge in einer Zeit als man mehr „gemeinsam“ dachte und die USA auch ihre Astronauten zur Mir schickten (trotz russischer Abhängigkeit) und man den Bau der ISS beschloss, die zuvor ja noch „Alpha“ hies. In den USA denkt man ja leider nur in Schwarz-Weiss und hat ein kurzes Gedächtnis. Die Vermischung von Politik und Geschäft schadet eigentlich allen, denn das Geschäft läuft ohne die Politik immer. So bezieht die BRD seit über 50 Jahren quer durch etliche politische Krisen Erdgas aus Russland und das blieb noch nie aus.

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