Aktionismus

Auf das heutige Thema kommt man ganz schnell, wenn man oder zumindest ich, an die Terrorismuspolitik denkt. Seit dem 11.9.2001 gab es zahllose Gesetze, die uns vor Terrorismus schützen sollen, besonders nachdem es in den Nachbarländern Anschläge gab. Vor allem wenn es einen solchen direkten zeitlichen Bezug gibt, liegt der Bezug zu Aktionismus nahe. Bei de Maizière habe ich noch dazu den Verdacht, dass er in einem Denken verhaftet ist, das vielleicht vor 40 Jahren gegen die RAF half, aber nicht heute. Anders kann ich mir Medienauftritte wie diesen nicht erklären, in dem er den IS „verbietet“. Als ob der sich darum scheren würde. Wahrscheinlich muss man so was aus Gesetzesgründen machen, um gegen Sympathisanten die eine IS-Fahne im Zimmer hängen haben vorgehen zu können (auch wenn ich nicht denke, dass dies dann das einzige Gesetz ist, wogegen der Sympathisant verstößt). Doch würde ich das still und leise in einem normalen Erlass machen, anstatt das vor laufender Kamera auf einer Pressekonferenz zu verkünden. So wirkt das irgendwie lächerlich. (mehr …)

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Die römische Armee Teil 3

Der letzte Teil meiner kleinen Serie beschäftigt sich mit der römischen Armee des Kaiserreiches. In der Ausrüstung unterschieden sie sich kaum von denen der Periode vorher. Etwa zur Zeit Tiberius (14-37 nach Christus) reformierte man die Ausrüstung und zwar dahingehend, das sie wirtschaftlicher herzustellen war. Anstatt des flexiblen Kettenhemdes erhielten die Legionäre einen Gliederplattenpanzer. Der bestand aus einzelnen Eisensegmenten, die mit Haken und Ösen miteinander verbunden wurden. So musste man nicht tausende von Eisenringen verflechten und konnte trotzdem durch die Abmessungen der Segmente den Panzer die Körperform anpassen. Der ovale Schild blieb noch im Einsatz bei Stadtkohorten, dem Gegenstück zur heutigen Polizei. Die Legionen bekamen aber einen hohen, rechteckigen, nach vorne gewölbten Schild, der wenn die Legionäre ihn nebeneinanderstellten, eine feste Wand bildeten. 16 Legionäre konnten auch die Schilde nach außen und oben drehen und bildeten so eine vollständig gepanzerte Einheit die „Schildkröte“, die zum Einsatz kam, wenn man bei Belagerungen unter dem Pfeilhagel heranrücken mussten. Auch der Helm wurde vereinfacht, es war kein individueller mehr, sondern ein standardisierten mit einem Nackenschutz und zwei drehbaren Wangenschutzteilen. Die Waffen bleiben gleich. Die Soldaten muss ich eigentlich nicht besonders beschrieben, wann immer in Filmen Soldaten zu sehen sind, treten sie in der Rüstung der Kaiserzeit auf, selbst wenn der Film zur Zeit Cäsars spielt. (mehr …)

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Die Lösung für ein überflüssiges Problem: Wie schnell wäre man mit dem SM bei Apollo 13 zu Hause gewesen?

Siegfried Marquardt ist ja ein untriebiger Bursche. Bei mir landen seine Troll-Kommentare auf der Genehmigungsseite, doch woanders scheint er damit noch Erfolg zu haben. In diesem Fall beweis er das Apollo 13 nicht mit dem Servicemodule zur Erde zurückkommen konnte. Das inspirierte mich zur heutigen Fragestellung – wäre ein Abbruch möglich gewesen und wie schnell wäre man wieder zur Erde zurückgekommen.

Wie immer verrechnet sich Marquard, bzw. geht von Annahmen aus, die schlicht und einfach falsch sind. So soll z.B. bei dem Punkt wo Erd- und Mondgravitation sich die Waage halten die Geschwindigkeit 0 sein. Das ist falsch. Bei keiner Umlaufbahn um die erde ist die Geschwindigkeit 0. Das ist nur gegeben bei Parabeln und dort auch nur in unendlicher Entfernung. Das kann man mathematisch leicht anhand der Bahngleichung (siehe unten) nachweisen. Es reicht aber auch ein bisschen Verstand. Wäre die Geschwindigkeit an einem Punkt der Bahn 0 so wurde durch die Erdgravitation der Körper dann beginnen senkrecht auf den Erdmittelpunkt zu fallen, anstatt eine Kurve um die Erde zu beschrieben. Beim erdfernsten Punkt der Bahn kann die zur Erde gerichtete Komponente 0 sein, doch die Komponente senkrecht dazu nicht.

Apollo flog bei den ersten Missionen auf freien Rückkehrbahnen, das heißt Bahnen die den Mond umrundeten und wenn es keine Zündung gab zur erde zurückführten. Für Apollo 13 habe ich keine Bahnelemente gefunden, doch für Apollo 11 und zwar folgende: (mehr …)

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Die römische Armee Teil 2

Im zweiten Teil über die römische Armee geht es um die Armee zwischen etwa 100 v. Chr. bis 27. n. Christus. Es ist die römische Armee der Bürgerkriegszeit. Nachdem Karthago im Jahre 146. V. Christus gefallen war, hatte Rom im Mittelmeer keinen ebenbürtigen Gegner mehr. Zwar hatte Rom damals noch viele Gebiete nicht erobert die später zu seinem Herrschaftsbereich gehörten, es umfasste damals Teile Spaniens rund um die Südküste, das Gebiet um Tunis, Griechenland und die Mittemeerküste der Türkei. Doch es gab nun keine Großmächte mehr die ein wirklicher Gegner waren. In Spanien, Frankreich, Mittel und Westeuropa gab es z.B. anstatt eines Staates viele kleine Stämme. Die beiden verbliebenen Diadochenreiche (das mazedonische wurde 168 besiegt) waren militärisch schwach. Ägypten hatte schon Probleme sein eigenes gebiet zu verteildigen und das letzte Diadochenreich, die Seleukiden das die Nachfolge des Perserreiches antrat war im Abwehrkampf mit den Pathern aus Iran.

So fragt man sich warum die Römer ihre Armee änderten. Sie war doch so erfolgreich? Nun zwar hatte man inzwischen zahlreichen italienischen Bürgern das Bürgerrecht verliehen, damit waren diese auch zum Kriegsdienst verpflichtet (das Bürgerrecht war so wichtig, das es zwischen 91 und 88 v.Chr. sogar einen Krieg zwischen Rom und seinen italienischen Bundesgenossen gab. So gab es eigentlich so viele potentielle Rekruten, dass man zu einer Freiwilligenarmee überging. Die Soldaten wurden also nicht mehr eingezogen, sondern sondern meldeten sich freiwillig zum Dienst, allerdings gab es immer noch die Unterteilung nach Ständen und jeder Soldat musste seine Ausrüstung selber stellen. Vor allem für Adelige und die die eine höhere staatslaufbahn anstrebten war der Militärdienst wichtig, ohne ihn hatte man im Staat keinen Anspruch auf ein politisches Amt. (mehr …)

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Ich werde alt ….

So bevor ich morgen mit dem Teil zwei der Serie über die römische Armee fortfahre, heute mal ein Beitrag in der Rubrik: „Verschiedene Dinge die mir so auffallen“. In der letzten Zeit waren das einige Sachen bei denen ich den Kopf geschüttelt habe. Vor allem habe ich mich gefragt, warum ich da der erste und anscheinend einzige bin.

Fangen wir mal mit der ct‘ an. Sie ist die einzige Computerzeitschrift die ich lese. Früher waren auch Zeitschriften über meinen damaligen Heimcomputer (CPC464), die Chip und ab und zu PC Professionell bei meiner Lektüre. Die ct‘ habe ich eher selten gelesen. Es kam zu wenig für mich interessantes drin, dafür viele Bastelprojekte, die für mich mit zwei linken Händen nichts waren (oder die falsche Hardware). Seit 1996 bin ich Abonnement, auch weil die Bastelprojekte weniger wurden und mehr und mehr über den PC kam. Seit einigen Jahren habe ich eher das Gefühl ich bin über das Niveau der Zeitschrift herausgewachsen. Es kommen immer mehr Beiträge mit denen ich gar nichts anfangen kann wie über Smartphones und vor allem internetfähige Geräte die keine Computer sind. Da gibt es ja schon den Bereich der Heimautomation, also steuerbare Heizungsregelungen, Lichtschalter und Steckdosen. Ich betrachte das alles als Spielerei. Sicher mag es für jemanden interessant sein, wenn er später oder früher nach Hause kommt von einer App aus die Heizung zu regeln. Aber meiner Erfahrung reicht es auch sie hochzudrehen wenn man ankommt, so lange dauert es nicht bis es warm wird und man wird die App wahrscheinlich wenn man sowieso im Stress ist sowieso vergessen. Das naheliegende beherrschen die Geräte noch nicht: Anstatt dass sie über eine App gesteuert werden (also eher umständlich anstatt einfach auf einen Schalter zudrücken oder einen Regler zu drehen) sollte es über die Anwesenheit des Menschen geschehen, also über einen Bewegungsmelder oder anderen Sensor. Dann ginge das Licht automatisch an und aus und die Heizung wurde die Temperatur absenken, wenn man den Raum verlässt. Zumindest für mich, der ich ein ganzes Haus bewohne, aber nur in einem Raum zu einer Zeit bin, wäre das eine sinnvolle Anwendung. Nur befürchte ich wird das nicht so leicht. Den Bewegungssensor für ein Nachtlicht lösen z.B. schon meine Katzen aus und die streifen dauernd durchs Haus … (mehr …)

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