Die Sache mit den Sonnensegeln

Nun startete an Bord einer Atlas wieder einmal ein Solar-Segler als Sekundärnutzlast mit einem X-37B. Die Technologie ist nicht neu und ihr wird wie UNIX seit 30 Jahren eine goldene Zukunft versprochen „UNIX ist das Betriebssystem der Zukunft und das schon seit 30 Jahren“ 🙂

Warum es bis heute nicht dazu gekommen ist? Sicher eine Verschwörung der Triebwerksmafia um ULA, EADS, Energomasch und Co. Denn deren Produkte wären dann ja überflüssig. So einfach kann man es sich machen. Für alle denen das genügt, bitte nun weitersurfen. (mehr …)

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Basteln wir uns eine überflüssige Rakete

In dem USA, dem Land das angeblich sparen muss, sich aber völlig überflüssige Projekte leistet, will man einen eigenen Träger nur für Cubesats bauen. Ja Cubesats sind der NASA sehr wichtig. Geplant ist nun ja auch noch ein weiterer Deployer für die Raumstation, denn bisher macht die NASA das so: sie packt die Cubesats ins Inneren von Transporter. Dort laden sie Astronauten aus, und entlassen sie durch die beiden installierten Deployer: ein tolles Beispiel wie bemannte Raumfahrt billig und teuer sein kann: billig weil es für die Betreiber der Cubesats verrückterweise die billigste Möglichkeit ist sie ins All zu bekommen. Wenn  sie sie von dem Hersteller der Trägerrakete transportiert haben wollen, kostet das mehr Geld, dann müssen sie für den Service zahlen und auch Strukturen die man an die Rakete anmontieren muss. Die NASA macht es billiger. Natürlich ist es absolut gesehen teuer. Denn die NASA zahlt für 40 t Nutzlast zur ISS beim CRV-Abkommen 3,5 Milliarden Dollar, zwei Atlas 552 Starts die etwa 500 Millionen Dollar kosten würden genauso viel transportieren – nur eben nicht Netto-Nutzlast im Inneren eines Transporters. Und die Arbeitszeit eines Astronauten, die bei 12 h/Tag rund 200.000 $/h Stunde kostet, müssen die Kunden auch nicht zahlen. (mehr …)

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Wie teuer ist ein Start?

Aus Anlass des Verlustes des mexikanischen Satelliten heute mal ein Artikel über Startkosten. Das wichtigste was gerne verwechselt wird sind die Startkosten des Trägers und die für den Kunden.

Warum sind diese unterschiedlich?

Nun zum einen gibt es da mal den Faktor Versicherung. Eine Versicherung trägt einige Risiken: Das offensichtlichste ist der Fehlstart oder inzwischen fast so häufig vorkommend: falsche, meist zu niedrige Orbits. In der Regel wird der Satellit dann als Totalverlust der Versicherung gemeldet. Manchmal kann die Versicherung den nun ihr gehörenden Satellit dann weiterverkaufen, wenn der interne Treibstoff für das Erreichen des Orbits reicht, aber die Lebensdauer reduziert ist, so kann ein solcher Deal möglich sein, z.B. wenn ein Betreiber sowieso einen Satelliten braucht weil ein Nachfolger z.B. in der Fertigung hinterherhinkt. Es gibt noch andere Risiken. So zeigen die ersten Tage meist, ob der Satellit auch funktioniert. Da gab es auch schon Überraschungen wie nicht ausgefahrene Solarzellenausleger und es gibt noch das Risiko das er beim Transfer in den Orbit verloren geht. Das kann auch noch im Orbit passieren und auch das kann man versichern. (mehr …)

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Der vergessene Planet

Das ist nicht Pluto, das ist mit Fug und Recht die Venus. Dabei gingen die ersten Raumsonden zur Venus. Bei der NASA gab es dann eine Wende, als man nach Mariner 5 wusste, dass es am Boden sehr heiß ist und wahrscheinlich auch ein hoher Druck herrschte. Seitdem gab es von US-Seite nur noch zwei Missionen die Venus als Primärziel hatten: Pionier Venus mit einem einfachen Orbiter und mehreren einfachen Atmosphärenkapseln und Magellan, eine Sonde mit einem Radargerät als einzigen Instrument. Auch sie zur Kostenersparnis vor allem aus anderen Sonden zusammengebaut. Im Westen wäre dann noch Venus Express zu nennen, der neun Jahre lang die Venus untersuchte und Akatsuki, die das einschwenken in den Orbit verpasste und nun eine zweite Chance hat. (Am 7.12.2015 soll der zweite Versuch stattfinden) (mehr …)

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Troja

Seit Homers Illias beschäftigt die Frage ob diese Erzählung eine literarische Erfindung oder der künstlerisch aufbereitete Kriegsbericht ist die Menschheit. Lange Zeit dominierte die erste Sicht. Verständlich, denn wir kennen ja auch andere Geschichten von Helden: In Deutschland die Nibelungensage, in Sumer das Gilgamesch Epos. In allen sind Dinge vorhanden, von denen wir Wissen das es sie nicht gibt wie Drachen, Kappen die unsichtbar machen oder übermenschliche Kräfte und Mächte. Selbst in der Bibel finden wir unglaubliche Geschichten. Von den Plagen die Ägypten zu durchstehen hat, dem Einreisen von Mauern von Jericho durch Trompeten oder der Sintflut. In der Ilias spielen auch Götter auf dem Schlachtfeld mit so lag es nahe die Geschichte als Weltliteratur, aber erfunden, abzutun.

Heinrich Schliemann glaubte dran, und fand auch Troja. Allerdings war der Hügel schon vorher als antike Stätte  bekannt  man hatte Reste von Bauwerken gefunden und er bekam den Tipp von einem Engländer. So musste er sich nicht auf die knappen geographischen Angaben der Illias verlassen. Schliemann war so von der Literatur überzeugt, das er Goldfunde wie auch Brandrückstände in der Stadt für Hinweise auf den Krieg und den Schatz des Priamos deutete. Wie wir heute wissen, sind beide Funde aus einer älteren Schicht. In Troja befinden sich mindestens 10 Städte übereinander, deren älteste rund 2950 v.Chr entstand, die jüngste wurde nach Erdbeben im 5 Jahrhundert nach Christus verlassen. Troja VI hätte in etwa das Alter, in dem Krieg spielen würde. Das ist nun kein Wunder: An der Küste liegen oft Städte, vor allem wenn sie an geographisch günstigen Stellen liegen und das ist bei Troja kurz vor den Dardanellen der Fall. Sie liegt daher nahe eines Kreuzpunktes den Schiffe passieren mussten wenn sie ins schwarze Meer und somit in den kaukasischen raum fahren wollten. (mehr …)

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