Einfach mal tief durchatmen

Eigentlich gäbe es schon wieder Neuigkeiten von SpaceX, aber da es inzwischen selbst mir zu viel ist andauernd über die Firma zu schrieben, die gefühlt alleine mehr Schlagzeilen als die gesamte restliche Raumfahrtbranche hervorbringt. Darüber vielleicht morgen oder übermorgen oder wenn ich mal Lust habe mehr. Heute wieder ein Sammelsurium an Dingen die absolut nichts mit Raumfahrt zu tun haben und wahrscheinlich auch nicht so viele interessieren, aber über die ich mal meine Gedanken loswerden wollte. Diesmal geht’s um das Dschungelcamp.

Derzeit läuft ja wieder das Dschungelcamp. Dieses Jahr ist es eher langweilig. Es gibt ja mehrere Intensionen es anzuschauen. Früher waren die Kommentare von Bach & Zietlow alleine es wert, das hat mit dem Ersatz Hartwich doch schwer Nachgelassen und auch Zietlow hat abgebaut. Dann findet vielleicht der eine oder andere die Dschungelprüfungen toll. Ich fand das ganze eigentlich mehr als eine Sozialstudie. Es ist schon interessant welche Konflikte in so kurzer Zeit aufflammen können. In der Hinsicht hat die derzeitige Staffel wenig zu bieten. Vielleicht weil die „Stars“ alle mal eine Staffel angesehen haben, das soll ja nicht immer der Fall sein. De Fakto ist das Fernsehen interessiert an Schlagzeilen und die liefern Streits, Lästereien oder ähnliches eher als wenn jemand nett ist. Irgendeiner der letzten Staffel hat sich auch mal beschwert das man nichts von dem gezeigt hätte was sie so gemacht hätten wie Kostümierungen etc. (mehr …)

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Goldrausch bei der ITU und im Orbit

Wie die ITU gerade mitteilte, werden WorldVu alias OneWorld und SpaceX nicht die einzigen Firmen die sich bei der ITU wegen der Freigabe von Frequenzen gemeldet hat. Es gab sieben Anmeldungen für erdnahe Konstellationen – in nur 6 Monaten! Das folgende ist eine gekürzte Übersetzung dieses Artikels.

Das erste auffällige ist, dass die Heimatländer der Firmen Frankreich, Norwegen, Australien, England und Liechtenstein sind, also echte Weltraummächte (vor allem Liechtenstein). Der Grund dürfte der gleiche sein wie die Tatsache dass die meisten Handelsschiffe in Liberia registriert sind: sie müssen außer der ITU-Freigabe auch nationale Bedingungen ihres Landes erfüllen z.B. dass man nicht andere Services stört. Die USA gelten da wohl als zu streng. (mehr …)

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Zeit für neue Jupitermissionen

Heute will ich mal ausdiskutieren, warum man jetzt eher an neue Missionen zu Jupiter gehen kann als noch vor einem Jahrzehnt. Der Fokus liegt auf der Technik und nicht den Missionszielen.

Missionen jenseits von Mars sind teuer. Deswegen gibt es wenige davon. Das hat auch einige gute Gründe:

  • Die höhere Startenergie: Schon zu Jupiter braucht man von der Erdoberfläche aus 14,2 km/s. Das sind 3 km/s mehr als die Fluchtgeschwindigkeit was im Allgemeinen mit einer Nutzlastreduktion um den Faktor 4 einhergeht. Entsprechend teurer wird die Trägerrakete oder man muss die Raumsonde bedeutend leichter bauen, was ebenfalls mit höheren Kosten verbunden ist.
  • Die Alternative ist es durch mehrere Vorbeiflüge an Venus und/oder Erde Schwung zu holen. Das verlängert dann die Flugdauer bis man bei Jupiter ist verlängert sich, von minimal 2,25 Jahren (bei der energieärmsten Hohmann-Transferbahn) auf 3,25 Jahre (Cassini-Huygens) oder sogar über 5 Jahre (Galileo). Auch bei neuen Missionen ist dies die Wahl. Juno braucht fast 5 Jahre um Jupiter zu erreichen, JUICE sogar 8 Jahre. Die Trägerrakete kann dann kleiner sein, doch die verlängerten Missionsdauern bedeuten auch Kosten. Analoges gilt auch für die anderen Planeten.
  • Beim Jupiter angekommen ist man mit der hohen Strahlenbelastung konfrontiert die früher spezielle strahlengehärtete Elektronik und Bauteile nötig machten, aber auch andere Probleme macht wie Entladungen in Kabeln oder Strahlenschädigung von Sensoren und Solarzellen. Bei Saturn und anderen Zielen gibt es keinen so starken Strahlungsgürtel.
  • Die große Entfernung machte bisher den Einsatz von Solarzellen zur Energieversorgung unmöglich. Man nutzte Radioisotopen-Thermogeneratoren die die Zerfallswärme vun Plutonium-238 teilweise in Strom umwandeln.

Das alles macht Missionen zu den äußeren Planeten teurer als z.b. zum Mars. Doch es hat sich in den letzten Jahren einiges geändert: (mehr …)

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6 Bit Homecomputer

Bekanntlich war 101010 die Anwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“, wenn man sie einem 6 Bit Computer stellt.
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Braucht man das wirklich?

Das war mein erster Eindruck als ich gestern von dem Deal zwischen SpaceX und Google hörte, zuerst inoffiziell von SpaceX dann von Google. Hier mal basierend auf diesem und diesem Artikel, die Fakten die man bisher kennt:

  • SpaceX hat die Anträge für die Nutzung von Frequenzen für erdnahe Kommunikationssatelliten an die ITU übermittelt
  • Es sollen 4000 Satelliten sein Jeder wiegt „several hundret Kilos“
  • Die Umlaufbahn soll in 1200 km Höhe sein, es sollen Ionentriebwerke zur Manövrieren genutzt werden
  • Sie sollen die ganze Erde außer der Polarregion abdecken. Es dauert 5 Jahre das System aufzubauen
  • Bodenterminals sollen 100 bis 300 Dollar kosten und Phased-Array Antennen haben. Ziel soll es sein den Großteil des Traffics über größere Distanzen und 10% des lokalen Transfers über dieses System zu leiten.
  • Das Investment isst natürlich erheblich größer als alles was SpaceX an Aufträgen bisher erhalten hat und soll dazu dienen die Marsstadt aufzubauen
  • Google und Fidelity liefern 1 Milliarde frisches Kapital und bekommen dafür knapp unter 10% der Firma.
  • Die Gesamtinvestitionen werden auf 10 Milliarden Dollar geschätzt.

Man kann das mit einem anderen, wenige Tage vorher gestarteten Projekt, Wourld Vu. Hier dessen Daten: (mehr …)

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