Wir brauchen keine effizienten Technologien…

Vor kurzem hat die NASA die Entwicklung der Stirling Technologie für die Stromgewinnung aus Wärme eingestellt. Die offizielle Begründung ist recht einfach: für die geplanten Missionen reicht das Plutonium aus, auch weil man nun beschlossen hat die „Produktion“ neu aufzunehmen.

Dazu mal eine kleine Geschichte der RTG, also Radioisotopen Thermogeneratoren. Die ersten wurden Mitte der Sechziger Jahren eingesetzt. Nach dem Ende des Apolloprogrammes kam es nur noch zum Einsatz in Raumsonden (Die ALSEP Messstationen hatten auch RTG zur Stromversorgung). Das Grundprinzip ist seit den ersten Elementen unverändert geblieben: Kleine Pellets aus Plutoniu-238 werden von Thermoelementen umgeben, das sind zwei Metalle die durch die Erhitzung Strom abgeben. Der Wirkungsgrad ist ziemlich schlecht und liegt bei den heutigen RTG bei unter 6%. Dann werden die Pellets sowie größere Module und der RTG jeweils von verschiedenen Schutzschichten umhüllt die vor allem die Freisetzung bei einem Unfall verhindern sollen. (mehr …)

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Buchkritik: Robotic Exploration of the Solar System Part 1

Wie die Bezeichnung Part I schon verrät, gibt es noch einen Part II, sogar einen Part III. Dieser Teil deckt die Raumsonden seit Pioneer 1 bis zu Voyager 2 ab. Teil 2 dann 1982 bis 1996 und Teil 3 1997 bis 2009. Ein vierter Teil ist auch geplant und soll Ende des Jahres erscheinen. Obwohl es dann insgesamt über 2000 Seiten sein werden, wird die Buchreihe nicht alles abdecken. Das liegt zum einen dran, dass schon mal 100 Seiten auf Quellen, Glossar und Index entfallen. Es liegt aber auch an der Zielsetzung des Buches.

Bei einem Buch Robotic Exploration of the Solar System: Part 1: The Golden Age 1957-1982: Part I: The Golden Age 1957-1982: Golden Age 1957-1982 v. 1 (Springer Praxis Books / Space Exploration) über die Erforschung des Sonnensystems durch Raumsonden kann man verschiedene Schwerpunkte setzen. Man kann die historische Perspektive sehen, das heißt sich auf die Projektgeschichte konzentrieren. Man kann sich auf die Erforschung der Planeten konzentrieren, dann stehen die Ergebnisse der Sonde und ihre Mission am Zielplaneten im Vordergrund. Oder man kann sich auf die Raumsonden konzentrieren und ihre Technik beschreiben. (mehr …)

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Die Euroflotte

Der heutige Aufsatz ist (fast) nichts neues. Ich will in einem kleinen Aufsatz mal zusammenfassen welche Möglichkeiten wir heute haben ohne große Investitionen die vom CSG gestarteten Raketen an neue Nutzlasten anzupassen. Mit einer Ausnahme geht das nur in Richtung größere Nutzlasten. Es rächt sich eben, das das modulare System der Ariane 4 fehlt, daher würste ich das in geweisser Weise nach.

Fangen wir mit der Vega an. Es gibt hier zwei einfache Erweiterungsmöglichkeiten. Die erste ist es die zweite Stufe Zefiro 23 als Booster hinzunimmt. Da die Brennzeit kürzer als die der ersten Stufe ist verändert dies nicht die Spitzenbeschleunigung.. Entsprechende Überlegungen gab es schon. Das hebt die Nutzlast in den Referenzorbit von 1500 auf 2200 kg bei zwei und auf 3000 kg bei vier Boostern. Die zweite Möglichkeit die es gibt ist es die Qualifikation der Zefiro 16 Stufe nachzuholen. 1998/99 hatte diese schon zwei Zündungen absolviert, als man noch die Vega etwas kleiner plante und stellte das 2002 ein, als die heutige Zefiro 23 aus der Zefiro 16 entstand. Man könnte sie zwischen der Z23 und Z9 einführen oder die Z23 ersetzen. Das gibt zwei Möglichkeiten die für 1400 und 2000 kg Nutzlast stehen. Kombiniert mit den Boostern kann man so die Nutzlast auf 2700 bzw. 3500 kg Nutzlast steigern. So erhält man folgende Konfigurationen: (mehr …)

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Der Januar, Englisch und Alice Schwarzer

Ab und an schaue ich mal nach wie viele Besucher es gibt und da hat der Januar einen neuen Rekord aufgestellt. Im Blog waren es nicht mal so viele: unter 24.000 noch unter dem Rekord von 26.500, aber über die ganze Webseite waren es 90.000. Meistens gibt es ein Ereignis, das für den Andrang verantwortlich ist, aber diesmal konnte ich nicht eine besondere Seite ausmachen. Ich habe dann mal bei Alexa.com nachgesehen ob sich das dort auch wiederspiegelt. Deren Ranking soll ja die tatsächlichen Besuche widerspiegeln, was etwas schwierig wird, wenn man nicht das Surfverhalten aller Besucher kennt oder zumindest die Weiterleitungen durch Suchmaschinen, was wohl selbst bei den laxen US-amerikanischen Datenschutzrichtlinien widerspricht. Aber auch Alexa sieht mich jetzt auf Platz 23.498 in Deutschland. Das ist relativ hoch, sonst bin ich meist unterhalb der 30.000. Dann interessierte mich ob das ein genereller Trend ist, dann schaue ich immer nach wie Raumfahrer.net gerankt ist, weil diese Website auch nur deutschsprachige Inhalte hat (die anderen deutschen Raumfahrtsites die ich kenne und die nicht von Regierungsorganisationen kommen haben ja auch meist englische Inhalte), aber dort hat sich nichts geändert und sie sind derzeit 57.367. Normalerweise ist Raumfahrer.net vor mir platziert, wenn auch niemals weit vorne. (mehr …)

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Ich will prominent werden!

Eine Eigenheit von mir ist, das ich nichts körperlich tun kann ohne nachzudenken. Da ich dreimal in der Woche Schwimmen gehe, habe ich so 5-6 Stunden über verschiedene Dinge nachzudenken oder vielmehr Dinge durchzudenken oder auszudenken. Ein guter Teil meiner Aufsätze der „Münchhausen Kolumne“ entsteht auf diese Weise. Als ich zum Aufsatz Ich bin ein Star holt mich hier raus nachsah, ob man die Teilnehmer als B- oder C-Promis bezeichnen sollte, sah ich das es da kein System gibt, wann jemand ein B- oder gar C-Promi ist. Also dachte ich während des Samstagschwimmens drüber nach und raus kam ein neuer Aufsatz mit dem Leitenbergschen Prominenzklassifikationsverfahren. (Es ist in der Wissenschaft gute Tradition dass man eine Entdeckung nach dem Entdecker benennt, warum sollte man das nicht übertragen?). (mehr …)

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