Ein überflüssiges Problem 2 und seine Lösung: Die schwebende Venussonde

Beim Suchen nach Daten über die Dichte der Titanatmosphäre für einen Titan-Ballon bin ich über folgendes Dokument gestolpert Atmospheric Environments for Entry, Descent and Landing (EDL).  Demnach hat die Venusatmosphäre eine Dichte von 64,8 kg/m³ am Boden. Das ist fast so dicht wie flüssiger Wasserstoff (69,5 kg/m³). Das brachte mich auf die Idee, ob nicht ein normales Raumschiff dort „schimmern“ aka schweben könnte.  Die Sache ist relativ einfach: Man braucht eine dichte Hülle. Deren Wandstärke wird vom Außendruck bestimmt, der bekannt ist. Wenn die Dichte bekannt ist, so ist logisch, das ab einer bestimmten Größe die Dichte einer Sonde mit dem Innendruck 0 oder 1 bar irgendwann geringer ist als die Dichte der Venusatmosphäre. Dann müsste sie schweben – auch ohne Ballon. also schaute ich mal nach was es an Daten gibt. Die Pioneer Venus Kapseln hatten 3 und 6 mm starke Titanhüllen. Dabei hatte die größere Kapsel die stärkere Hülle. Da die Hülle stärker wird mit dem steigenden Durchmesser habe ich dann noch bei Tanks für druckgeförderten Treibstoff nachgeschaut die größer sind als die kleinen Kapseln und da wiegt ein (nichtkugelförmiger) Tank mit 1450 l Volumen 61 kg bei 29 Bar Druck. Bei 100 Bar Druck wären das 7,5 mm Titan. Nimmt man 8 mm Titan an, das eine Dichte von 4,5 kg hat, so ergibt sich eine Flächenmasse von 36 kg/m² (mehr …)

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Die großen Raubsaurier

So, da ich in der letzten Zeit viel über Raumfahrt geschrieben habe, und damit es nicht zu langweilig ist heute was – um es mit den Worten Monty Pythons zu sagen „completely different“: Es geht um große Raubsaurier. Das ganze gibt es auch als Artikel in der Webseite, aber ich denke etwas Abwechslung tut auch dem Blog gut. (mehr …)

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Eine Lösung für die ESA als Beitrag für den ISS Betrieb ab 2020

Da nun ja schon diskutiert wird, die ISS nochmals 4 Jahre länger zu betrieben hat die ESA ein kleines Problem. Für die Verlängerung von 2016 bis 2020 will sie ja das Servicemodul für die ersten beiden Orion Testflüge bauen. Das ist noch nicht in trockenen Tüchern, aber selbst wenn, dann fehlt der Beitrag für 2020 bis 2024. Nun ist offen, ob man dann noch beteiligt ist, schließlich wollen Frankreich und Italien genauso das nicht. Aber nehmen wir mal an, man verlängert. Was nun? Für vier weitere Jahre der NASA Geld bezahlen – dürfte keine Option sein. Eine Neuentwicklung eines neuen Transporters dürfte nicht durchsetzbar sein, das würde zu teuer. also wäre eine Lösung ideal die nicht viel kostet aber von der NASA als Kompensation akzeptiert wird. (mehr …)

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Wir brauchen keine effizienten Technologien…

Vor kurzem hat die NASA die Entwicklung der Stirling Technologie für die Stromgewinnung aus Wärme eingestellt. Die offizielle Begründung ist recht einfach: für die geplanten Missionen reicht das Plutonium aus, auch weil man nun beschlossen hat die „Produktion“ neu aufzunehmen.

Dazu mal eine kleine Geschichte der RTG, also Radioisotopen Thermogeneratoren. Die ersten wurden Mitte der Sechziger Jahren eingesetzt. Nach dem Ende des Apolloprogrammes kam es nur noch zum Einsatz in Raumsonden (Die ALSEP Messstationen hatten auch RTG zur Stromversorgung). Das Grundprinzip ist seit den ersten Elementen unverändert geblieben: Kleine Pellets aus Plutoniu-238 werden von Thermoelementen umgeben, das sind zwei Metalle die durch die Erhitzung Strom abgeben. Der Wirkungsgrad ist ziemlich schlecht und liegt bei den heutigen RTG bei unter 6%. Dann werden die Pellets sowie größere Module und der RTG jeweils von verschiedenen Schutzschichten umhüllt die vor allem die Freisetzung bei einem Unfall verhindern sollen. (mehr …)

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Buchkritik: Robotic Exploration of the Solar System Part 1

Wie die Bezeichnung Part I schon verrät, gibt es noch einen Part II, sogar einen Part III. Dieser Teil deckt die Raumsonden seit Pioneer 1 bis zu Voyager 2 ab. Teil 2 dann 1982 bis 1996 und Teil 3 1997 bis 2009. Ein vierter Teil ist auch geplant und soll Ende des Jahres erscheinen. Obwohl es dann insgesamt über 2000 Seiten sein werden, wird die Buchreihe nicht alles abdecken. Das liegt zum einen dran, dass schon mal 100 Seiten auf Quellen, Glossar und Index entfallen. Es liegt aber auch an der Zielsetzung des Buches.

Bei einem Buch Robotic Exploration of the Solar System: Part 1: The Golden Age 1957-1982: Part I: The Golden Age 1957-1982: Golden Age 1957-1982 v. 1 (Springer Praxis Books / Space Exploration) über die Erforschung des Sonnensystems durch Raumsonden kann man verschiedene Schwerpunkte setzen. Man kann die historische Perspektive sehen, das heißt sich auf die Projektgeschichte konzentrieren. Man kann sich auf die Erforschung der Planeten konzentrieren, dann stehen die Ergebnisse der Sonde und ihre Mission am Zielplaneten im Vordergrund. Oder man kann sich auf die Raumsonden konzentrieren und ihre Technik beschreiben. (mehr …)

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