SpaceX: vom Hai zum Koi

Zum Abschluss meiner kleinen SpaceX Reihe will ich heute mal das Geschäftsmodell und ihre Erfolgsaussichten untersuchen. Mein persönliche Einstellung zu SpaceX hat sich ja im Laufe der Zeit geändert. Als ich anfangs über die Firma berichtete erschien sie eine positive Bereicherung zu sein – warum es nicht anders versuchen, und das heute viel Bürokratie in den Firmen vorliegt und viele mehr Rechtsanwälte und Betriebswirte als Ingenieure beschäftigen ist meiner Meinung nach auch nicht gerade förderlich wenn man Raumfahrt preiswerter machen will. SpaceX klang nach einem Hai im kommerziellen Launchgeschäft.

Meine Einschätzung änderte sich im Laufe der Zeit, als der Users Guide der Falcon 1 verschwand, irreale Termine auftauchten und technische Daten durch Vergleiche mit anderen Trägern, Postulierten Leistungen „engine out cability“ z.B. ohne Beweis erschienen. Da die Firma zudem die Performance ihrer Falcon 1 reduzieren musste und die Falcon 9 irreale Leistungsdaten aufwies, stehe ich heute Angaben der Firma sehr kritisch gegenüber, zumal sich eigene Berechnungen und Gegenargumente bisher immer als richtig erwiesen. (mehr …)

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Wohin geht die Entwicklung bei den Prozessoren im Weltraum?

Die ersten Rechner in bemannten und unbemannten Raumfahrzeugen waren Spezialanfertigungen. Sie waren auf den Design zugeschnitten und meistens aus hunderten oder Tausenden aus LSI und MSI Chips aufgebaut. Sie wurden in den achtziger Jahren von normalen Mikroprozessoren abgelöst. „Normal“ in der Hinsicht, das Bauteile aus normalen Produktionslinien verwendet wurden, wenngleich auch nicht die für die Consumergeräte sondern meist die für militärische Anwendungen oder die Luftfahrt mit höherer Strahlen- und Temperaturtoleranz.

Seit den neunziger Jahren hat sich die Rechnerentwicklung in der Raumfahrt weitgehend von Consumerchips abgekoppelt. Je kleiner die Chips werden, desto empfindlicher werden sie gegenüber Effekten durch hochenergetische Teilchen und sie bekommen immer mehr Pins an denen sich Entladungen auf den Chip übertragen können. Bei Galileo wurden nicht nur die Chips besonders geschützt, sondern auch die gesamten elektrischen Leitungen die induzierte Spannungen akkumulierten. (mehr …)

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