Wünsche und Träume

Erinnern sie sich noch an ihre Kindheit? Als Kind und Jugendlicher hat man so viele Wünsche und meistens nicht das Geld sie zu erfüllen. Als Erwachsener ändert sich das, zumindest, wenn man ein ausreichendes Einkommen hat. Meiner persönlichen Ansicht nach nehmen aber auch die Wünsche als Erwachsener ab. Man überlegt sich mehr ob man wirklich etwas braucht. Vor allem aber hat man irgendwann das meiste, was man sich wünscht. Das macht das Schenken schwer. Wünsche waren auch ein Angelpunkt in der Predigt unseres Pfarrers letzten Sonntag. Das Resümee war das gleiche, wobei es bei ihm noch Wünsche gibt, die er sich nicht leisten kann. Das ist vielleicht ein Unterschied zu mir. Ich könnte spontan nichts nennen, was ich mir konkret an Materiellem wünsche. Sicher eine ganze Reihe von Wünschen, die einem nur das Schicksal erfüllen kann wie z.B. Gesundheit, Zufriedenheit, Glück. Aber ich könnte nun nicht irgendeine Sache beziffern, die ich mir wünsche und die ich mir nicht leisten könnte.

Trotzdem fühle ich mich nun nicht etwa glücklicher, als wie als Jugendlicher oder Kind, als ich weniger hatte und auch weniger Geld zur Verfügung. Das wichtigste an Wünschen ist meiner Meinung nach, nicht das sie erfüllt sind. Es sind zwei Dinge. Das eine ist die positive Überraschung. Das ist die Überraschung, wenn man etwas geschenkt bekommt, das man nicht erwartet hat, aber das man sich wünscht oder zumindest gut brauchen kann. Das wird schwieriger, wenn man schon alles hat, wobei es hier persönliche Unterschiede gibt. Ich kenne Leute denen kann man beliebig viel schenken, selbst wenn sie etwas ähnliches schon haben. Und andere brauchen wenig, wissen aber genau was. Ich denke ich bin für andere ein schwerer Kandidat. Ich glaube ich habe alles und meine Wünsche sind recht speziell. Besondere Bücher für mein Hobby. Wenn jemand z.B. auf die Idee kommt mit Kleidung zu schenken wird er bald feststellen, dass ich Sachen um so eher anziehe je billiger sie sind. Die teuren Sachen hebe ich mir dann eher für Sonntage und Feiertage auf. (mehr …)

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Ideen für den PC

Die PC Entwicklung nähert sich meiner Ansicht nach und mehr dem, wo andere Industrien längst angekommen sind – sie verbessert sich mehr evolutionär, als dass es revolutionäre Änderungen gibt. Lange Zeit gab es den immer größeren Hunger nach mehr: Mehr Rechenleistung, mehr Arbeitsspeicher, mehr Plattenspeicher, getrieben von grafisch immer aufwendigeren Betriebssystemen und dem Einzug von bewegten Medien auf den PC – der PC wurde zum Videorekorder. Doch seit ein paar Jahren sagen immer mehr „it’s good enough“, ja teilweise geht der Trend zurück zu weniger Rechenleistung, aber kompakter wie bei den Netbooks und Nettops mit Atomprozessor, also zu einer Prozessorleistung wie vor 5 Jahren.

Bei den Mehrkernprozessoren zeigt sich recht deutlich das grundsätzliche Problem von Intel und AMD: Die Taktfrequenz steht seit etwa Ende 2003 bei rund 3 GHz. Die früher übliche Steigerung der Taktfrequenz um die Geschwindigkeit des PC zu steigern (der Ur-Intel 8086 schaffte 1978 nur 5 MHz!) klappt nicht mehr. Ein Büro-PC profitiert aber nicht von mehr Kernen, die durch kleinere Strukturen möglich sind. Der zweite Kern brachte die Abschaffung der Sanduhr – zumindest wenn ein Prozess viel Rechenleistung schluckt, so wie ein Virenscan oder der Duden Korrektor. Aber auch bei einem Zweiprozessorsystem steht bei mir heute ab und an der PC: Wenn der wöchtliche Festplattenscan des Computers ansteht oder ein OTR Video dekodiert wird. Nicht weil die Kerne ausgelastet wären, sondern weil die Festplatte rödelt wie wahnsinnig. Mehr Kerne bringen nur bedingt etwas. Natürlich wird die Software besser. Browser können nun pro Tab einen Prozess anlegen und so auch mehr Kerne beschäftigen. aber wie lange denn? Nach einer Sekunde steht das Tab und dann dreht der Kern wieder Däumchen. (mehr …)

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Mit dem Ionenantrieb bemannt zum Mars?

Ich möchte mich heute mal mit der Möglichkeit eines Ionenantriebs für eine Marsexpedition befassen. Zuerst einmal warum? Nun es gibt einige Gründe dafür. Das erste ist der Zeitplan einer Marsexpedition. Sie besteht aus mehreren Teilen. Welche das hängt von dem genauen Design ab. Aber so könnte eine konventionelle Planung aussehen:

  • Ein Flug bringt das Marshabitat (die Behausung und das Labor für den Marsaufenthalt) zum Mars. Es landet direkt ohne vorher in eine Umlaufbahn einzutreten.
  • Ein Flug bringt die Kapsel für die Landung auf der Erde, aber auch zum Verlassen des Mars mit einer Raketenstufe zum Mars. Auch hier ist eine direkte Landung möglich
  • Ein Flug beinhaltet den Transfer der Besatzung zum Mars und zurück zur Erde. Dazu benötigt man eine ausreichend große Behausung sowie eine Raketenstufe zum Abbremsen in den Marsorbit und Rückstart zur Erde.

Das ist das Minimum das benötigt wird. Insbesondere der letzte Flug benötigt viel Treibstoff, sodass er eventuell zwei Flüge ausmacht (Raketenstufe + Landekapsel und Station). Ein weitere Flug kann nötig werden für die sperrige Ausrüstung wie Fahrzeuge, Bohrer, sowie für Vorräte (Wasser, Gase etc.). Das sind 3-5 Flüge einer Schwelastrakete. Je nach Plan liegen so die Transportmengen in eine Erdumlaufbahn zwischen 615 und 1000 t. (mehr …)

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Die fünfte Kolonne Washingtons

Mit dem Ausdruck „Fünfte Kolonne Moskaus“ hat in den achtziger Jahren CDU Generalsekretär Geisler gerne die SPD belegt. Der Ausdruck „Fünfte Kolonne“ ist zwar gängig, aber es ist so ein Ausdruck wie „dritte Welt“. Keiner weiß was denn nun die „zweite Welt“ ist oder wer die anderen vier Kolonnen Moskaus sind. Wie ich inzwischen erfuhr, gibt es diese erste vier Kolonnen nicht.

Aber machen wir mal einen Schwenk von Osten nach Westen. Viel aggressiver als Russland betreiben die USA die Verbreitung ihres Gesellschaftssystems. Mal sehen ob ich die fünf Kolonnen Washingtons zusammenbekomme: (mehr …)

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Zehn Tage im Mai

Skylab - erste VisiteAm 14.5.1973 startete Skylab-1 mit der drittletzten Saturn V Trägerrakete. Die beiden weiteren verbliebenen Exemplare wanderten ins Museum.

Nach dem Start fehlte im Orbit die Rückmeldung über das Ausfahren der Solarzellen des Orbitalworkshops (OWS), dafür gab es eine über das Ausfahren des Mikrometeoritenschilds – 30 s zu früh! Vor allem stiegen die Temperaturen an Bord rapide an – innerhalb von wenigen Stunden auf 90 °C an der Wand und später bis zu 54 Grad im Inneren der Station. Eine spätere Analyse zeigte, dass in der 60-sten Sekunde nach dem Start, als die Rakete die Schallgrenze durchbrach, das Problem begann. Innerhalb von 3 s entrollte sich vorzeitig der Mikrometeoritenschutzschild. Dabei nahm er einige Halterungen des Sonnenflügels mit. Dadurch konnte auch dieser sich entfalten – zumindest Flügel 2, der nun lose war. Nach dem Ausbrennen der zweiten Stufe durchtrennten deren Absprungraketen der S-II dann die Befestigung eines der Solarpaneele, während das andere durch ein durch ein verbogenes Aluminiumblech geschützt wurde. Sie verhinderte aber auch das Entfalten des zweiten Flügels.

Die Folgen waren gravierend: Zum einen fehlte nun die Stromversorgung aus den beiden Solarpaneelen, die am OWS angebracht waren. Skylab hatte nun nur noch 35-40% der nominellen Stromversorgung und es war nicht sicher, ob sie vollständig wiederhergestellt werden könnte. Vor allem aber war es zu heiß in ihr. Der Mikrometeoritenschutzschild befand sich nicht direkt auf der Hülle, sondern 12 cm entfernt. Er absorbierte also Sonneneinstrahlung, ohne sie an die Außenhülle weiterzugeben. Das erzeugte eine Folge von weiteren Problemen. Die Kunststoffe gasten nun aus und mehrfach musste die Atmosphäre an Bord ausgetauscht werden. (mehr …)

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