Die bemannte Marslandung – eine persönliche Meinung

Obama hat nun ja wieder ein Raumfahrtprogramm angekündigt. Immerhin etwas konkreter, als Bush damalsm mit festen Terminen. Doch wird es kommen? Werden 2025 Asteroiden besucht und 2035 der Mars? Hierzu meine Meinung. Raumfahrt ist nicht nur Forschung. Sie hat auch politische Aspekte. Dieser Anteil ist bei der bemannten Raumfahrt der Hauptantrieb. Das ist der Grund warum China so bestrebt ist Taikonauten ins All zu bringen und eine Miniraumstation zu bauen: Sie wollen zeigen, dass sie es auch können. Bei Russland ist die bemannte Raumfahrt praktisch das einzige, was noch von der nichtmilitärischen Raumfahrt übrig blieb. Es ist die Möglichkeit sich zu profilieren: Sieh hin, wir können das! Schlussendlich ist der Kreis der Nationen, die eigene bemannte Raumfahrzeuge bauen können, sehr klein.

Diesen Aspekt muss man im Hinterkopf behalten, wenn man sich die Geschichte der Entwicklung ansieht. Mercury entstand um als Erstes einen Menschen ins All zu bringen. Um nichts anderes ging es bei diesem Programm. Als dies nicht gelang wurde wenige Wochen nach Gagarins Flug Apollo von Kennedy ausgerufen. Er wähnte sich so im Hintertreffen, dass er ein so entferntes Ziel wählte, das auch ein Vorsprung den Sowjets nichts nützte. Gemini wurde erst später hinzugenommen um die wesentlichen Technologien zu erproben, bevor Apollo einsatzbereit war und so hier Flüge zu sparen zu beschleunigen. Bei Apollo ging es wirklich erst nur um „Landing a man on the Moon and returning him safe to the earth“. Alle wissenschaftlichen Aspekte kamen erst hinzu, als das erreicht war. (mehr …)

WeiterlesenDie bemannte Marslandung – eine persönliche Meinung

Abhängigkeiten und Entschleunigung

Zwei Dinge fielen mir in meinem Urlaub auf: Die Berichterstattung über die Aschwolke und ein Bericht bei „Neues“ (3sat). Fangen wir mit dem ersten an: Durch die Aschewolke war der Luftverkehr für einige Tage ausgesetzt. Sicher nicht angenehm vor allem für Leute die dann feststecken und auch die Luftfahrtgesellschaften machen Verluste. Auf der anderen Seite frage ich mich ob dem Ereignis diese Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Schon Morgens im Frühstücksfernsehen ging es los, dann gab es regelmäßig einige Specials über den Tag. War es das Wert? Sind wir schon so abhängig vom Luftverkehr? Meiner Ansicht nach ist z.B. der Ölteppich der nun im Golf von Mexiko auf die US Küste zu schwimmt eine viel größere Katastrophe mit viel länger andauernden Folgen als diese Vulkanstaubwolke. Aber er ist ja 5000 km weit weg und das ist ein prinzipielles Nachrichtenproblem: Wenn es einen nicht tangiert, dann muss ein Ereignis viel gravierender sein um in den Nachrichten zu kommen.

Das zweite war ein Experiment bei „Neues“ – eine Woche ohne Digitaltechnik. Das Ergebnis war skurril. Okay einige Dinge waren schon aufwendig und heute antiquiert, wie das Schreiben von Moderationskarten mit der Schreibmaschine. Aber einen Großteil der Erfahrungen halte ich für übertrieben. so schilderte ein Redakteur eine wahre Odyssee, weil er einen Strafzettel bezahlen musste : Vom Online Konto geht das nicht wegen der computerfreien Woche. Da er nur ein Online Konto hat wären 10 Euro Gebühren fällig wenn er es beim Schalter erledigen will und die Polizei akzeptiert kein Bargeld: Da frage ich mich aber was das mit der Abhängigkeit vom Computer zu tun hat oder mehr Sparen an der falschen Stelle: Ich habe doch nicht nur ein Konto und das ist dann ein online Konto. Schon alleine nicht wegen der geringen Zinsen für Girokonten. (mehr …)

WeiterlesenAbhängigkeiten und Entschleunigung

Die alternative Apollo 17 Mission

Sowohl in den Gene Kranz Memoiren wie auch Chaikins Buch A Man on the Moon findet sich die Passage, dass Harrison Schmidt plante auf der Mondrückseite zu landen und dafür Trajektorien durchrechnen ließ. Dies wurde ihm schließlich untersagt, da die Landeplätze schon festgelegt waren. Aber tun wir mal so als wäre die Frage offen gewesen: Was hätte dafür und dagegen gesprochen?
(mehr …)

WeiterlesenDie alternative Apollo 17 Mission

GNTM und Mumien

Als Nachlese aus meinem Urlaub heute noch ein weiteres nicht Raumfahrtthema, auf das ich während meines Urlaubs gekommen bin. Ohne stationären PC habe ich etwas mehr Fernsehen geschaut und da sind mir zwei Dinge aufgefallen. Es gab zwei Beiträge über Mumien. Da wurde berichtet wie man durch Kernspin versucht hat mehr über die Ägypter zu erfahren und man an einer Mumie den Lebenslauf rekonstruiert hat – was auch möglich war, da es Belege aus dem Grab gab und der Priester einer Familie angehörte von der man schon mehr weiß. Die Kuratorin des Museums in Kairo wünscht sich auch dass die Mumien der Familie wie von den Verstorbenen gewünscht zusammen kommen. Derzeit sind sie in der ganzen Welt verstreut.

Auf der anderen Seite wurde berichtet wie in der Vergangenheit mit Mumien verfahren wurde. Es fing schon bei den Ägyptern an, wo nicht jeder mumifiziert wurde. Zumindest bei den Katzenmumien (diese waren heilige Tiere im Alten Ägypten) fanden die Forscher oft nur Dreck anstatt Mumien. Später wurden sie zermahlen und als Medizin verwendet – aus dem dunklen Gemisch stammt auch der Name Mumie von den Arabern. In Europa gab es im 19 Jahrhundert das „Schauauspacken“ wobei die Mumie dann entsorgt wurde. Mumien wurden zu Dünger verarbeitet und in Ägypten selbst zum Befeuern von Dampflokomotiven verwendet. Im amerikanischen Bürgerkrieg wurden Mumien exportiert um die Leinenverbände zur Versorgung von Wunden zu verwenden – die darin enthaltenen Keime führten zum Ausbruch einer Cholera Epidemie. (mehr …)

WeiterlesenGNTM und Mumien