Die Apollo I Missionen

Manch einer hat sich sicher gefragt warum nach den Apollo H Missionen (Einsatz von Handkarren zur Bodenprobengewinnung) gleich die Apollo J Missionen (erweiterte Einsatzdauer auf dem Mond und Mondmobil) folgten – nun es gab tatsächlich noch einen Typ dazwischen, die Apollo I Missionen.

Bei den Planungen die wissenschaftliche Ausbeute von Apollo zu maximieren, lief unter dieser Bezeichnung eine Mission nur im Mondorbit von 30 Tagen Dauer. Das CSM wäre dann anders als bei den Mondlandungen in einen polaren Mondorbit eingeschwenkt. Ein Mondlander sollte nicht mitgeführt werden, dafür mehr wissenschaftliche Ausrüstung im CSM. Nach einem Monat wäre das CSM zur Erde zurückgekehrt und die Daten auf dem Rückflug geborgen worden. Die Bergung war nötig weil einige Experimente die bei Apollo mitgeführt wurden die Daten auf Film aufzeichneten. Entweder wurde Film direkt benutzt (Kameras) oder über verschiedene Methoden als Datenspeicher eingesetzt zum Beispiel um Spektren aufzunehmen. (mehr …)

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Das Sojus Raumschiff (Teil 3)

Sojus TMA-M

Ursprünglich sollte die Sojus durch ein neues, wiederverwendbares Raumfahrzeug ersetzt werden. Russland untersuchte verschiedene Konzepte. Am intensivsten wurde das Konzept des Raumgleiters Kliper untersucht. Russland hoffte, das Projekt zusammen mit der ESA durchführen zu können. Doch es gab Differenzen bei der Aufgabenverteilung. Nach russischen Vorstellungen sollte die ESA sich zwar finanziell stark engagieren, alle technologisch interessanten Entwicklungen sollten aber von Russland durchgeführt werden. Dies führte dazu, dass die ESA aus dem Projekt ausstieg. Alleine war Kliper aber für Russland nicht finanzierbar. So beschloss Russland das Sojus-Raumschiff zu modernisieren, um vor allem dessen Herstellungskosten zu verringern.

Ab 2010 soll daher der neue Typ Sojus TMA-M (???????? [???????????], russisch für „digitale Modifikation“) eingesetzt werden. Er soll weitere analoge Systeme durch digitale ersetzen (wie bei den Progress M+M) und ein geringeres Leergewicht und geringere Herstellungskosten aufweisen. Im einzelnen sind folgende Änderungen vorgesehen:

  • neuer Bordcomputer ZVM-101 (derselbe wie bei der Progress M+M),

  • neues russisches Dockingsystem Kurs-N,

  • neues, zentrales Funksystem (dasselbe wie bei der Progress M+M) und

  • neues Treibstoffkühlsystem. (mehr …)

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Das Sojus Raumschiff (Teil 2)

Sojus (erste Generation)

Ursprünglich entwickelt als Bestandteil des russischen Mondprojektes, fanden mit dem Sojus-Raumschiff zuerst Langzeit-Missionen in der Erdumlaufbahn statt. Der erste Einsatz scheiterte, als sich die Fallschirme aufgrund eines Designfehlers des Behälters nicht sauber entfalteten, sich verhedderten und die Kapsel hart auf dem Boden aufschlug. Der Kosmonaut Wladimir Komarow kam am 24.4.1967 bei dieser Landung ums Leben. Die folgenden Missionen führten Kopplungen zwischen mehreren Sojus-Raumschiffen sowie Formationsflüge durch und dehnten die Verweildauer auf 18 Tage im Orbit aus.

Danach wurde die Sojus zum Start der Besatzung der Saljut-Raumstationen eingesetzt. Bei der ersten Mission zu Saljut 1 (Sojus 11) kam die Besatzung bei der Landung ums Leben, als die Luft bei der Landung aus der Kapsel entwich. Die Besatzung trug keine Raumanzüge, weil kein Ausstieg aus dem Raumschiff geplant war. Als Folge mussten die Raumfahrer nun auch bei Start und Landung Raumanzüge anlegen. Durch die sperrigen Anzüge reichte der Platz in der schmalen Wiedereintrittskapsel nicht mehr für drei Raumfahrer aus. Technisch gesehen können von der ersten, von der UdSSR nur als „Sojus“ titulierte Generation, vier Unterversionen unterschieden werden:

  • Die für das russische Mondprogramm entworfene, niemals bemannt geflogene.

  • Sojus 1-11 für drei Raumfahrer.

  • Sojus 12-40 für zwei Raumfahrer.

  • Sojus 16 und 19 mit einem Docking-Adapter für das Apollo Sojus Testprojekt ASTP. (mehr …)

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vierzig Jahre Apllo 13 – die Unglücksursache

Ich bin mir sicher, dass zu diesem Jahrestag viele Blogs heute erscheinen werden und die meisten werden sich mit dem Unglück und der Rettung beschäftigen. Eine spannende Geschichte, die ja auch von Tom Hanks verfilmt wurde. Wie von mir gewohnt betrachte ich die technische Seite.

Am 13.4.1970 explodierte der Sauerstofftank Nr.2 im SM und löst die Katastrophe aus. doch wie konnte das passieren? Jedes Servicemodul enthält zwei Sauerstofftanks mit jeweils 145 kg flüssigem Sauerstoff, zur Isolation ist der Tank doppelwandig. In ihn ragen nur zwei Rohre hinein. Das eine enthält zwei durch Thermostate geregelte Heizspulen und zwei Ventilatoren zum Durchmischen des Tanks, das zweite einen Messfühler der den Tankinhalt nach dem Kondensatorprinzip elektisch misst. Dazu kommt einen außen gebrachter Temperatursensor und ein Drucksensor, der automatisch die Heizung anwirft. Über dieses Rohr wird er auch betankt.

Sauerstofftank Nr. 8 machte schon Probleme bei der Herstellung. Schweißnähte waren zu porös, Der Ventilator zog zu viel Strom. Zum Schluss gelang es bei der Abgabeprüfung nicht den Tank zu entleeren – 45 kg Sauerstoff verblieben im Tank. Durch Erhitzen konnten 34 kg ausgetrieben werden, der Rest erst durch Spülen mit gasförmigen Sauerstoff unter 20 bar Druck. (mehr …)

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Das Sojus Raumschiff (Teil 1)

Die Sojus-Kapsel

Das Sojus (Sojus = Union, russisch: ????) Raumschiff dient dem Besatzungstransport. Auch dieses Raumschiff gibt es in mehreren Generationen. Derzeit ist die vierte Generation, Sojus TMA, im Einsatz. Der Grundaufbau der Sojus entspricht der Progress, welche aus der Sojus entwickelt wurde.

Das Frachtmodul bei Progress entspricht bei der Sojus dem Orbitalmodul (Russisch: ??????? ????? ??). Ursprünglich war das Raumschiff für längere Missionen entwickelt worden. In dieser kugelförmigen Sektion sollten die Kosmonauten maximal drei Wochen lang leben. Bei den Zubringerflügen zur ISS kann dieser Platz genutzt werden, um maximal 350 kg Fracht zur Station zu bringen. Vorne ist der aktive, „männliche“ Kopplungsadapter zum Ankoppeln an die ISS. Hinten befindet sich eine Luke, welche das Orbital- oder Wohnmodul mit dem Wiedereintrittsmodul verbindet. Eine dritte Luke an der Seite erlaubt Ausstiege. Bei den ersten Missionen bis Sojus 11 befanden sich dort Experimente. Durch diese Luke steigt auch die Besatzung vor dem Start ein. Bei einem Weltraumausstieg fungiert das gesamte Orbitalmodul als Luftschleuse. Weiterhin befindet sich in ihr eine Toilette und ein Fenster. (mehr …)

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