SpaceX – mal wieder

Also ehrlich gesagt, ich hätte mir etwas mehr Interesse an dem philosophischen Thema von Thomas. Ich muss sagen, dass ich alles viel pragmatischer sehe: Weltraumfahrt umfasst für mich das was in absehbarer Zeit verwirklichbar ist. Kolonisierter gehören zu Science-Ficton und einige Abenteurer Vorstellungen auch. Obwohl auch Weltraumfahrt, finde ich den Teil der Merchants betrifft nur bedingt interessant. Kommunikationssatelliten mögen wichtig sein, aber nicht besonders faszinierend. Ich bin nach der Einstufung wohl eine Mischung von Forscher und Techno-Freak, aber sicher mehr Forscher.

Doch nun mal dass Buzz Word rausgezogen für hohe Blog Lesequoten – SpaceX. Die haben nämlich heute ihren letzten Start einer Falcon 1 durchgeführt – erfolgreich. Aber da sie schon im nächsten Jahr durch die Falcon 1e abgelöst werden soll wird sie trotzdem in Erinnerung bleiben als eine der Raketen mit der schlechtesten Zuverlässigkeit (und dies obwohl ihr Prospekt doch so die Zuverlässigkeit eher ausstreicht). (mehr …)

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Die Raumfahrtbefürworter

Heute wieder ein Gast Kommentar von Thomas Jakaitis. Mit einem mehr philosophischen Thema.  Ich hoffe auf rege Beteiligung.

Die Situation der Raumfahrbefürworter in westlichen Ländern wird im folgenden Link beschrieben:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,456996,00.html
Hinzu kommt, dass die Raumfahrtbefürworter keineswegs eine geschlossene Gruppe bilden, sondern erst noch in mehrere „Untergruppen“ zersplittert sind. Diese unterscheiden sich aufgrund ihrer voneinander abweichenden Motivationen.
Die Archetypen unter den Raumfahrtbefürwortern (ihre psychologischen Grundmuster) werden in einem Artikel von Robert C. Parkinson treffend beschrieben. Er zählt dort die folgenden Archetypen auf:

  • Explorers (Forscher)
  • Adventurers (Abenteurer)
  • Colonizers („Kolonisierer“)
  • Technologists (ich nenne sie hier aufgrund des Fehlens eines deutschen Begriffs „Techno-Freaks“)
  • Merchants (Kaufleute)
  • Profiteers (Profiteure)

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Es wurde auch Zeit…

Am 26.6.2009 verlautbarte die ESA, dass sie ihr Bodennetzwerk durch eine dritte Station für „Deep Space“ Sonden komplettieren. Eine neue Bodenstation in Argentinien, 1000 km westliche von Buenos Aires soll ab Mitte 2012 zur Verfügung stehen. Und dafür wurde es Zeit. Meiner Meinung nach hätte diese schon vor dem Start von Herschel und Planck zur Verfügung stehen sollen, und nicht erst wenn diese ihre Primärmission schon beendet haben. Es gibt zwei sehr wichtige Gründe mindestens drei Bodenstationen und vielleicht sogar noch mehr. Das eine ist, dass man nur mit drei Bodenstationen eine volle zeitliche Überwachung garantieren kann. Theoretisch würden zwei reichen, wenn sie sich um genau 180 Längengrade voneinander entfernt sind, doch dann gibt es immer noch den Effekt dass eine Sonde sehr nahe des Horizons sich befinden kann und das Signal stark gestört ist. Im Regelbetrieb einer Raumsonde hat man oft einen Orbit bei dem jeden Tag zur gleichen Zeit die Funkverbindung zur Erde aufbaut. Bei Venus Express in ihrem 24 Stunden Orbit ist dies besonders einfach möglich.

Doch es gibt kritische Manöver die man zeitlich nicht so einfach legen kann, wann es einem passt – Das Einschwenken in die Umlaufbahn z.B. Bislang hat die ESA hier auf NASA Hilfe zurück gegriffen. Das ist nun nicht mehr nötig. Es kann aber auch der Fall vorliegen, dass dies technisch nicht möglich ist. Ich kann mir z.B. schlecht vorstellen, dass man Rosetta in einen 24 Stunden Orbit um Churymasov-Geramisenko lenken wird können. (mehr …)

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Die Geschäftgebahren eines Wurstherstellers

Gestern bekam ich eine E-Mail eines Anwalts der einen Betrieb vertritt der Würste herstellt.

Ich habe ja vor knapp 2 Monaten mich mit dem Sinn und Unsinn eines Werbespots von Jörg Pilawa auseinander gesetzt. Da wurde ich schon vom Marketing dieser Firma angeschrieben, die mich als „Verbraucher“ belehren wollte, dass ich mich irre. Ich habe der Dame dann geantwortet, dass es durchaus nicht Handelsbrauch ist, die Stoffe deren Abwesenheit, die im Spot so bewerben, in eine Wurst hinein zu tun und man dies durchaus als Werbung mit Selbstverständlichkeiten ansehen kann.

Nun bekam ich Post vom Rechtanwalt. Ohne der Firma nahetreten zu wollen: Ich würde den Rechtsanwalt wechseln. De Fakto hat er nämlich nichts Eigenständiges gemacht, sondern vielmehr nur das weitergegeben was man ihm gesagt hat und dafür wird er sicher eine Rechnung stellen. Die Firma scheint in Zeichen der Krise ja in Geld zu schwimmen, so dass sie es sich leisten kann. Aber vielleicht, nur mal vielleicht, hätte man für das Geld auch erwarten können, die betreffende Seite durchzulesen. Dann wäre dem Rechtsanwalt folgendes aufgefallen: (mehr …)

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Chancen und Probleme

Ruhezustand - Mit Shift beim Anklicken sichtbar gemachtDie Computerindustrie ist in einer Krise. Nicht wegen der aktuellen Wirtschaftskrise, sondern allgemein. An immer mehr Fronten ist zu erkennen, das das Wachstum langsamer wird, wenn nicht Stillstand zu erkennen ist. Seit über 40 Jahren lebt die Branche nach dem Moorschen Gesetz, wonach (je nach Autor sich alle 12-24 Monate alles verdoppelt). Wahlweise Speicherplatz, Geschwindigkeit, Taktfrequenz.

Doch das ist schon lange nicht mehr überall so. Die Taktfrequenzen sind seit Ende 2002 kaum noch angestiegen, zeitweise sogar wieder gesunken. Die 3 GHZ Marke ist eine Grenze die nur noch wenige Prozessoren knacken. Bei der Größe von Festplatten hat sich auch seit 2 Jahren nicht mehr viel getan. Seitdem ist die Datendichte um ein Drittel gestiegen, doch das ist nichts im Vergleich zu den rapiden Zuwächsen zuvor. Wenn es heute 2 TByte Modelle zu kaufen gibt, dann weniger weil mehr pro Platte rauf geht als vielmehr dass nun mehr Platten im Stapel ihre Kreise drehen.

Schlimmer noch sind die Hersteller von PC Prozessoren dran: Zwar können sie noch immer die Integrationsdichte ihre Prozessoren steigern, aber nicht mehr die Leistung pro Kern. Stattdessen werden es immer mehr Kerne. Das Problem: Wer braucht viele Kerne? Die meisten Prozessoren gehen in Desktop PCs. Hier brachte der zweite Kern eine echte Verbesserung: Ein Kern steht nun immer zur Verfügung wenn ein zweiter Kern im Hintergrund beschäftigt ist. (Bei den meisten wohl mit dem Virenscanner, seit ich den Duden Korrektor kenne, würde ich jedem der diese Software auch einsetzt zu einem Zweikernprozessor raten, denn er blockiert nach dem Laden je nach Dokumentlänge recht lange einen Kern). (mehr …)

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