Sich auf das wichtige beschränken

Ich will heute mal einen Bogen spannen. Einen Bogen über rund 30 Jahre Raumfahrt und die Möglichkeit sich zu informieren. Als ich damit anfing, so um das Jahr 1980 gab es nur zwei Möglichkeiten: Bücher und aktuelle Berichterstattung. Die aktuelle Berichterstattung konzentrierte sich auf interessante Aspekte: Flog Voyager am Saturn vorbei so waren die Zeitungen und Zeitschriften voll mit Bildern und nicht besonders tiefgehenden Informationen. In Zeitungen fokussierte sich das Interesse auf spektakuläre Dinge. Also die ersten Space Shuttle Flüge und Ariane. Es fiel aber schwer dort Informationen über nicht so spektakuläre Projekte wie einfache Forschungssatelliten zu bekommen.

Meine wichtigste Quelle waren damals Bücher. Dabei lag deren Glanzzeit schon hinter ihnen: Als ich mich anfing für Raumfahrt zu interessieren gab es kaum noch Bücher die sich an ein einen interessierten Laien richteten. Auch bei dem zweiten Interessensgebiet, der Planetenerkundung wurde es schlechter. In den 80 er Jahren gab es hier noch wirklich gute Bücher, die auch Tief sich mit einzelnen Aspekten beschäftigten. Danach gab es eigentlich nur noch die Bücher die sich in einem Band mit dem ganzen Sonnensystem beschäftigten. Das dies nicht geht, dürfte allen klar sein. Ich habe gerade mal bei Amazon geschaut, weil mir vor ein paar Tagen auffällt, dass mein Standardwerk über den Mars noch von Horst Köhler ist (nein nicht unser Bundespräsident) mit dem Stand von 1978, also nach der Viking Mission. Bedenkt man wie viele Missionen es seitdem gab. (mehr …)

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Ein „vernünftiges“, bemanntes Mondprogramm, Teil 2

Auch heute weider ein Gastblog von Thomas, der offensichtlich mit dem Korrekturlesen meines fünften Buches nicht voll ausgelastet ist. Ich will schon jetzt ankündigen, dass am Monatg eine weiterer Gastblog kommen wird, der sich mir erneuerbaren Energien beschäftigt. (Bald muss ich gar nichts mehr schreiben, und da mir so langsam die themen ausgehen ist das nicht mal so schlecht. Also ich bitte nun um ihre Geschätzte Aufmerksamkeit für den Blog von Thomas Jakaitis:
Im ersten Blogeintrag zu diesem Thema bin ich auf die Leitsätze und Grundüberlegungen zu meinem Vorschlag eingegangen:
  • Eine neue Zielsetzung kam neben den „klassischen“ Zielsetzungen (Forschung usw.) ins Spiel: Die Ressourcen des Mondes sollen genutzt werden. Bejaht man dieses Ziel, so ist dafür ein bemanntes Mondprogramm erforderlich.
  • Wenn sich dieses Programm am Minimum orientiert, so hat es aus finanziellen Gründen die größten Chancen zur Verwirklichung („Minimalprogramm“).

In diesem Teil 2 will ich nun auf die Transport-Architektur eingehen (mehr …)

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Apollo, Constellation und Verschwörungstheorien

Ich greife mal einen der Kommentare auf: Ich hätte das Constellation Programm falsch mit Apollo verglichen – Offensichtlich handelt es sich um den Kommentator um jemanden der meint, jetzt würde schon feststehen was Constellation leistet – das weis noch nicht mal die NASA. Der Altair Lander ist noch in der Designphase und was nach den ersten Landungen geschieht, ist noch nicht ausgemacht. Es gibt zwar eine Menge an Spekulationen aus „nahestehenden“ Websites, aber eben noch nichts greifbares auf der NASA Seite. Wenn wundert es denn auch, wenn die Ares V gerade wieder mal in ihrer Konfiguration hinterfragt wird.

Das leitet mich zum Thema: Was unterscheidet Apollo und Constellation? Es ist die Zielsetzung: Apollo hatte ein Ziel, einfach formuliert: „Landing a Man on the moon“. Wer die originale Fernsehberichterstattung von Apollo 11 anschaut, der stolpert laufend darüber: Die Erfüllung von Kennedys Vision. Später sagten viele, am Programm beteiligte, inklusive einiger Astronauten: Wenn Kennedy nicht erschossen worden wäre, hätte man wahrscheinlich Apollo noch früher eingestellt. Aber gerade durch den Tod geriet das Apollo Programm zu einem Vermächtnis. Die USA hatten 1969 durchaus andere Probleme: Einen ausufernden Vietnamkrieg. Wiederstände in breiten Teilen der Bevölkerung gegen diesen Krieg. Soziale Unruhen, die wieder aufgetauchte Rassenfrage mit der Benachteiligung von Afroamerikanern. In der Tat hatte das Apollo Programm 1969 auch schon seinen Höhepunkt überschritten: Zumindest was die Ausgaben betrifft. Die höchsten Kosten warf die Entwicklung auf und die wurde 1967 abgeschlossen. Danach sank der Finanzbedarf ab, weil nun nur noch Hardware gebaut wurde – Bei Gesamtkosten von 25.5 Milliarden Dollar entfielen 23,9 Milliarden auf das Programm bis Apollo 11. Die restlichen 6 Flüge machten die restlichen 1,6 Milliarden aus (die Kosten für die Hardware sind in den 23.9 schon enthalten, da sie vorher bestellt war. Ein Flug kostete 350-450 Millionen Dollar, wie das Space Shuttle verursachte Apollo aber auch Fixkosten ohne jeden Start). (mehr …)

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Apollo 11- was der deutsche Fernsehzuschauer mitbekam

Ab und an bereue ich es, dass ich zu jung war um die Mondlandung 1969 bewusst zu erleben. besonders, wenn wie jetzt so viele Dokumentationen, teilweise auch mit für mich neuen Bildern und Interviews im Fernsehen kommen. Der TVOnlineRecorder ist da recht geschickt, ich lade derzeit alles runter und brenne es dann mal auf CD. Es kommt ja wirklich viel derzeit über die Mondlandung. Allerdings:die Dramatik der Mondlandung ist dem deutschen Fernsehzuschauer weitgehend entgangen, weitgehend verursacht durch die Kommentare von Werner Büdeler. Beim ersten Programmalarm musste er eine Frage von Jürgen Siefahrt beantworten und hat ihn verschlafen und beim zweiten Alarm meinte er das OK  der Bodenkontrolle wäre ein normales „Go“ wie es in verschiedenen Phasen der Landung immer wieder eines gibt. Den „Bingo-Countdown“, mit dem es ja wirklich dramatisch wurde, weil der Treibstoff zu Ende ging wurde als „Noch 60 Sekunden bis zu Landung“ den deutschen Zuschauern verkauft, als wüsste die NASA bis auf die Sekunde genau wann die Eagle landen würde. Und nach der Landung hieß es „Eine sehr glatte Landung war es“. Später schlossen Kuon & Siefahrt aus dem Aufsetzen, 1 Minute vor dem geplanten Zeitpunkt der Landezeit, dass die Fähre ohne waagerechtes Schweben senkrecht gelandet ist – das genau Gegenteil ist der Fall gewesen. (mehr …)

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