Der Durchbruch bei Ariane 5 und 6

So, nachdem Michael K. mit Kevin Glinka als Spitzenreiter bei den Gastbeiträgen gleichgezogen hat, und nur noch 2300 Stück braucht, um mit mir gleichzuziehen, heute mal wieder einen von mir. Vielleicht findet Kevin auch mal Zeit wieder einen zu schreiben. Da kam wenig in den letzten Jahren.

Ich hatte mich ja so gefreut, als es am Freitag die gemeinsame Pressekonferenz von Le Gall und Wörner gab. Man hatte schon im Vorfeld Andeutungen gemacht, dass in dem Vier-Augengespräch eine Lösung für die unterschiedlichen Haltungen der beiden nationalen Raumfahrtagenturen zu Ariane 5 und 6 gefunden wurde. Und so sieht die gemeinschaftlich von DLR und CNES erarbeitete aus: (mehr …)

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Wernher von Braun würde im Grabe rotieren …

… Wüsste er um Deutschlands Raketenentwicklung in den letzten 40 Jahren. Die Beteiligung begann mit der Europarakete, wo Deutschland die kleinste Stufe baute. Das ist zwar der kleinste Teil an der Rakete (wenn man nur die Massen der Stufen betrachtet), aber da es die Letzte ist auch der anspruchsvolle in der Hinsicht auf die Maximierung der Nutzlast. Die dritte Stufe war auf der Höhe der Zeit, ein Mix von Neuerungen wie der Explosionsverformung von Tanks und konservativen Bauformen wie separaten Steuertriebwerken und einem fest eingebauten Haupttriebwerk. Ob die Stufe funktioniert hätte, weiß man nicht. Zweimal zerlegte es sie bei der Zündung, einmal arbeitete sie, hatte aber einen Performanceabfall und der Satellit erreichte keinen Orbit, auch weil die Nutzlastverkleidung sich nicht löste. (mehr …)

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Noch’n Stufenvorschlag

Ich hatte vor ein paar Tagen eine Idee wie man anstatt der ESC-B vielleicht eine andere Lösung für die Ariane 5 implantieren könnte, die günstiger ist. Ich dachte an eine hybride Oberstufe, mit Fluor oder FLOX als Oxydator. Der spezifische Impuls wäre unter dem des Vinci, aber das könnte man durch geringes Leergewicht kompensieren. Wie immer suche ich dann auch nach Daten, ob es schon Antriebe in dieser Größenordnung gibt oder nicht und ob man von diesen dann extrapolieren kann. Daraus wurde eine intensive Beschäftigung, welche den Umfang meines Aufsatzes über diese Antriebe mehr als verdoppelt hat. Danach war mir klar: es gibt noch keinen getesteten hybriden Antrieb der Fluor verwendet und je größer die Antriebe werden, desto größer werden die Probleme. Auch ist angesichts dessen, das der Antrieb immer Resttreibstoff beinhaltet, es fraglich ob man eine so geringe Leermasse erreicht als das ein Ersatz die Nutzlast steigern würde.

Damit war der Ersatz für die ESC-B gestorben, was aber gehen würde, wäre eine Ergänzung. Wofür sollte man die Ariane 5 ergänzen? Nun es gibt mehrere Anwendungsszenarien: (mehr …)

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Der Fehlschlag der Ariane 501 (Ariane 5 Jungfernflug)

Da das Thema in den Kommentaren zum Blog auftauchte und als seltsame Parallelität ich auch eine Anfrage eines Journalisten zum missglückten Jungfernflug bekam, für alle die es schon wieder vergessen haben oder noch gar nicht wissen (Fluch der späten Geburt) hier nochmal die Geschichte des Ariane 5 Fehlschlags.

Ariane 5 hob nach einigen Verzögerungen problemlos zum Jungfernflug am 4.6.1996. Bis 37 Sekunden nach dem Start funktionierte alles einwandfrei, dann schwenkte die Rakete abrupt. Sie war in etwa 4000 m Höhe und dieser Schwenk führte dazu, dass nach 39 s die Nutzlastspitze abriss, als die Rakete sich um 20 Grad gegen die Flugrichtung neigte, was von den Sicherheitsschaltungen registriert wurde, diese lösten dann das Selbstzerstörungsprogramm aus und sprengten die Rakete. Wie konnte es zu diesem katastrophalen Schwenk kommen, denn Ariane 5 wies bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Abweichung von der nominalen Bahn auf? (mehr …)

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Die Euroflotte

Der heutige Aufsatz ist (fast) nichts neues. Ich will in einem kleinen Aufsatz mal zusammenfassen welche Möglichkeiten wir heute haben ohne große Investitionen die vom CSG gestarteten Raketen an neue Nutzlasten anzupassen. Mit einer Ausnahme geht das nur in Richtung größere Nutzlasten. Es rächt sich eben, das das modulare System der Ariane 4 fehlt, daher würste ich das in geweisser Weise nach.

Fangen wir mit der Vega an. Es gibt hier zwei einfache Erweiterungsmöglichkeiten. Die erste ist es die zweite Stufe Zefiro 23 als Booster hinzunimmt. Da die Brennzeit kürzer als die der ersten Stufe ist verändert dies nicht die Spitzenbeschleunigung.. Entsprechende Überlegungen gab es schon. Das hebt die Nutzlast in den Referenzorbit von 1500 auf 2200 kg bei zwei und auf 3000 kg bei vier Boostern. Die zweite Möglichkeit die es gibt ist es die Qualifikation der Zefiro 16 Stufe nachzuholen. 1998/99 hatte diese schon zwei Zündungen absolviert, als man noch die Vega etwas kleiner plante und stellte das 2002 ein, als die heutige Zefiro 23 aus der Zefiro 16 entstand. Man könnte sie zwischen der Z23 und Z9 einführen oder die Z23 ersetzen. Das gibt zwei Möglichkeiten die für 1400 und 2000 kg Nutzlast stehen. Kombiniert mit den Boostern kann man so die Nutzlast auf 2700 bzw. 3500 kg Nutzlast steigern. So erhält man folgende Konfigurationen: (mehr …)

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