Kiffen schützt vor Corona

So, kurz zusammengefasst könnte man Ergebnisse der medizinischen Forschung im letzten Jahr wiedergeben. Doch da ich immer etwas tiefer bohre hier die ganze Geschichte inklusive der vielen offenen Fragen.

Als die Pandemie losging, installierte die John Hopkins Universität (JHU) ihr Covid-19 Dashboard, dessen Daten über Fallzahlen weltweit auch bei uns in den Medien lange zeit verbreitet wurden, weil das bundeseigene Robert Koch Institut lange brauchte, um etwas ähnliches nationales auf die Beine zu stellen. JHU hatte von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA die Aufgabe bekommen, die Daten über Infektionen und Todesfälle zu sammeln und auszuwerten. Primär um das Risiko bestimmter Bevölkerungsgruppen bestimmen zu können. In den USA ist das weitestgehend leichter als bei uns, im Prinzip kann die JHU auf alle Daten zurückgreifen, die den Krankenversicherungen vorliegen mit Ausnahme von persönlichen Daten. Wie z. B. Der Name. Aber Alter oder Wohnort in Form des ZIP-Codes, dem Pendant unserer Postleitzahl werden weitergegeben. Continue reading „Kiffen schützt vor Corona“

Prozentrechnen und seine Schwierigkeit

Auf den heutigen Blog bin ich durch die Diskussion um den Impfstoff von AstraZeneka gekommen, das Thema ist aber auch allgemein interessant, weil man in der Medizin gerne mit Prozenten Wahrscheinlichkeit jongliert, die meisten aber nicht wissen, wie diese Zahlen zu interpretieren sind. Prozente kommen einem im Alltag meistens bei Kapitalanlagen oder Preisen unter. Zumindest bei Additionen ist das einfach, man rechnet zum Preis einfach den Preis x Prozent / 100. Etwas schwerer ist es beim Subtrahieren, also wenn es vor allem bei Angeboten heißt es „40 % weniger“, weil sich das auf den Ausgangspreis bezieht. Continue reading „Prozentrechnen und seine Schwierigkeit“

Ja ist den schon Weihnachten?

Heute war ich einkaufen, mein regulärer Wocheneinkauf – seit ich mein neues e-bike habe und bei dem auch noch ein Einkaufskorb zu den Satteltaschen drauf passt, kaufe ich nur einmal in der Woche ein.

In den letzten Wochen war ich ja schon einiges gewohnt. Zuerst amüsiert hat mich, dass die Leute Klopapier hamstern. Das halte ich, wenn es wirklich eng mit der Versorgung wird als so ziemlich eines der letzten Dinge, die man braucht. Trotzdem ist das sogar noch schlimmer geworden. Inzwischen sind auch Küchenpapierrollen aus, die ich für noch überflüssiger halle und beim Aldi sah ich an der Kasse ein Schild von bestimmten Waren, was man als Kunde maximal kaufen darf und das wäre eine Packung Küchenpapier und Klopapier. Continue reading „Ja ist den schon Weihnachten?“

Wie die Kameras von Spionagesatelliten funktionieren

Auf mein heutiges Thema bin ich gekommen, nachdem ich mich wieder den Apollo-Büchern zugewandt habe, diesmal jedoch dem Band 3 mit dem Mondauto, dem Raumanzug und Experimenten. Dabei las ich bei der Recherche gestern über die Apollo Lunar Panoramic Camera und diese war eine Modifikation einer ITEK-Kamera für die Corona Spionagesatelliten. Das erinnerte mich daran, dass ich mir lange Zeit die Arbeit dieser Spionage-Satelliten völlig falsch vorgestellt hatte.

Spionagesatelliten oder besser gesagt Foto-Auflärungssatelliten (es gibt ja auch noch die Spionage mit Radar oder das Abhören des Funkverkehrs) waren schon immer etwas Mystisches. Man wusste bis in die Neunziger Jahre praktisch nichts über sie. Man konnte nur anhand der Trägerraketen und Nutzlasthüllen ihre ungefähre Größe erraten und die größten Exemplare müssten über 10 t wiegen und größer als ein Omnibus sein. Das gilt für die neuesten Exemplare übrigens immer noch. Continue reading „Wie die Kameras von Spionagesatelliten funktionieren“

Corona oder Gambit zum Mond?

Beim Apolloprogramm hatte man auch mal die Planung einer Apollo I Mission. Wie der Buchstabe verrät, war diese zwischen den ersten bemannten Mondlandungen (Apollo H: Apollo 11-14) und den erweiterten Mondlandemissionen (Apollo J: Apollo 15 – 17) geplant. Als man diese plante, ging man auch davon aus, dass es einen größeren zeitlichen Abstand zwischen der letzten Apollo H und der ersten Apollo J Mission geben würde. Das war durch Verzögerungen im Programm nicht der Fall. Zudem führte die Reduktion ab 1970 von vier auf zwei Missionen pro Jahr dazu, dass es keine Lücke gab. Programmtechnisch wäre es am besten gewesen die Apollo I vor den H durchzuführen, man hätte dann mehr Erfahrung mit dem CSM im Mondorbit gehabt, inklusive Einflüsse durch die Mascons unter den Mare, die ja bei Apollo 11 dazu führten, dass Apollo 11 den geplanten Landeplatz um mehrere Kilometer verpasste und in der Endphase der Landung dann wegen des Landens in einem felsenübersäten Gebiet recht spannend wurde. Continue reading „Corona oder Gambit zum Mond?“