The line that’s drawn between Good and bad

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Ich erlaube mir es ja, nur noch wenig zu arbeiten, gerade mal so viel, dass ich in den Einkünften unter der Grenze liege, wo ich Mehrwertsteuer abführen müsste. Das meiste mache ich in Delphi. Da habe ich von meinem Hauptkunden eine Mitteilung bekommen, dass der neue Eigner der Entwicklungstools 80 Leute in der größten Niederlassung in Spanien freigesetzt hat. Schon vorher hat der Chefentwickler die Firma verlassen und eine Webseite online gestellt, in der er Delphi in Open Source überführen will. Klar, Kunden beunruhigt das, schließlich stecken in dem, was ich für die Firma entwickelt haben 15 Jahre Arbeit, wenn ich auch im Durchschnitt nur einen Monat pro Jahr arbeite (man muss ja noch ein bisschen Zeit für die Bücher und Blogs haben) und entsprechend eine höhere 5-stellige Summe an Honoraren. Continue reading „The line that’s drawn between Good and bad“

Eine Antwort am Embarcadero

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Derzeit macht Embacadero, das ist die ehemalige Entwicklungsabteilung von Borland, die nun eine eigene Firma ist, eine Umfrage, die sich an Delphi 7 und 2007 Entwickler richtet. Und zwar, warum sie nicht umgestiegen sind. Delphi 7 stammt aus dem Jahr 2002. Delphi 2007 aus dem Jahr 2007, wie man vielleicht auch so vermuten kann. Offenbar entwickeln noch viele damit. Der Fragebogen hat einige Fragen was einen davon abhält, wie IDE Neuerungen oder Datenbank Änderungen. Sicher gibt es eine Umstellung, die 2009 erfolgte von 8-Bit Code auf Unicode in der ganzen RTL. Das ist ein Hindernis wenn man Fremdkomponenten hat und die vieles im C-Stil erledigen also viel mit Pointer auf AnsiChar oder nullterminierten Strings arbeiten. Es dauerte auch einige Jahre bis ich alles angepasst hatte was ich an Komponenten hatte bzw. angepasste Versionen fand, (einiges wurde vom Autor nicht mehr weiterentwickelt, ist aber einfach nützlich).

Aber der Grund ist meiner Meinung nach viel einfacher und er zeigt sich schon in der Wahl der beiden Versionen, denn eines haben beide gemeinsam: von beiden wurden relativ viele „Personal“ Versionen verteilt. Es gab früher immer wieder Delphi Versionen die verschenkt wurden. Aber bei der 7 waren es besonders viele. Sie lag unter anderem einen populären Delphi Buch „Delphi for Kids“ und der ct‘ als Europas auflagenstärksten Computerzeitschrift bei. Bei der 2007 gab es die kostenlosen Turbo Versionen, die in der Nutzung beschränkt waren, trotzdem haben die wohl vielen gereicht. Continue reading „Eine Antwort am Embarcadero“

Never touch a running system

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Dieses Thema drängte sich mir heute auf. Jeder der Software entwickelt, weiß, das man wenn man es stabil haben will, möglichst wenig ändert. Das ganze hat mehrere Aspekte. Früher als es noch so war, dass man einen Computer mit Peripherie kaufte und dann in dieser Konfiguration jahrelang betrieb, gab es dieses Problem nicht. Zwar ist es auch heute noch so, dass die meisten Leute wenig an ihrem Computer ändern und auch der Prozentsatz der Anwender, die nur das Betriebssystem auswechselt, ist gering, aber ansonsten gibt es mehr Fluktuation. Das Betriebssystem lädt dauernd Updates nach oder es gibt Servicepacks. Das ist zum einen ein Vorteil, weil so auch die Unterstützung für neue Hardware einzieht und man sein System erweitern kann. Zum anderen wird es aber auch träger.

Erheblich problematischer ist aber, das sich auch Anwendungen aktualisieren. Teilweise ist ein Update nötig, sonst ist die Software nutzlos, wie z.B. bei Steuersoftware, vor allem aber gibt es Zwangsupdates. Ich weiß wir haben hier im Blog einige Leute, die arbeiten seit Jahren mit derselben Hardware und verweigern sich konsequent allen Änderungen. Man kann von Flash halten was man will, aber selbst wenn man keine interaktive Webseiten mag, sondern nur Videos anschauen will, kommt man am Flash-Player nicht vorbei. Inzwischen setzt ihn auch die NASA und das DLR ein, das bedeutet, dass man sich mehr und mehr ausschließt. Ich halte von dem Flash-Hype nichts, weil ich meine gerade offizielle Websites sollten barrierefrei sein und so angelegt, dass die Information im Vordergrund steht – wer Animationen haben will, sollte sie aktiv anfordern, aber nicht zwangsweise mit ihnen konfrontiert sein. Vor allem muss man die Website noch ohne Flash bedienen können. Browser aktualisieren sich automatisch und andere Systeme wie Java ziehen nach. Es wird also wirklich schwer mit einem System in der unveränderten Konfiguration im Internet unterwegs zu sein. Es ist vielleicht eine Lösung für den Desktoprechner der keine Netzanbindung hat oder bei dem das nicht im Vordergrund steht. Continue reading „Never touch a running system“

Delphi – so gehts nicht

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Wie sich sicher im Blog herumgesprochen hat programmiere ich in Delphi. Daher will ich mich auch heute mal damit beschäftigen, vor allem mit der Produktpolitik. Für die die nicht ganz informiert sind: Delphi ist der Nachfolger von Turbo Pascal. Es ist ein System zur Erstellung von visuellen Anwendungen und war in Sachen Bequemlichkeit und Einfachheit lange Zeit führend, bzw., die Trennung von Aussehen der Oberfläche und Code zur Bearbeitung finde ich auch heute noch sinnvoller als dies in den Code einzubetten wie dies bei Java und C# geschieht.

Was mich stört ist die Produktpolitik in etwa im letzten Jahrzehnt. Es gibt hier zwei Tendenzen:

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