Man hätte mehr draus machen können

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Vor einigen Tagen habe ich den Artikel über die 2016-er Exomars Mission fertiggestellt. Etwas spät, gebe ich zu. Ich hinke auch sonst etwas nach. Inzwischen ist Osiris-Rex gestartet und dazu sollte es auch noch einen Artikel geben und zwei neue Träger, Launcher One und Firefly verdienen auch noch, näher gewürdigt zu werden. Aber ich hoffe jetzt hole ich das noch auf, da ich mehr Zeit habe: Am Sonntag ging die Freibadsaison zu Ende und ich war seit dem ersten Mai täglich schwimmen, was mit An- und Abfahrt mit dem Fahrrad rund 3 Stunden beansprucht habe. Auch wenn ich nun wieder täglich eine Stunde laufe (das hatte ich über den Sommer eingestellt) müsste ich rein rechnerisch 10 Stunden mehr im Monat Zeit haben. Als erste Folge gibt es einen neuen Artikel über die Uratmosphäre der Erde und ihre Evolution, der mir bei der Recherche zu den Massenaussterben in den Sinn kam. Vielleicht fasse ich die auch noch zu einem Artikel zusammen.

Aber Exomars 16 ist ein guter Aufhänger für meinen Blog, denn zu der Sonde findet man meine Meinung in der Überschrift. Ich halte die Sonde für misslungen. Natürlich muss man die wechselvolle Geschichte des Projektes kennen, aber selbst wenn man die berücksichtigt hat, man da einiges versemmelt. Doch auf die will ich gar nicht erst eingehen, denn auch dazu gibt es einen eigenen Aufsatz, Continue reading „Man hätte mehr draus machen können“

Welchen Einsatzzweck haben „Miniraumsonden“?

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Der Trend zu Cubesats hat auch zu Überlegungen geführt, ob Raumsonden so schwer sein müssen. in den letzten 20 Jahren gab es den Trend zu immer größeren und schwereren Sonden. Die Sonden des Discoveryprogramms haben eine Zeitlang diesen schon seit Beginn der Raumfahrt vorliegenden Trend gestoppt, doch da einige Missionen scheiterten, und die NASA ihre Politik änderte sind heute neue Raumsonden meist über 1 t schwer. Zugegeben – es macht auch wenig Sinn eine Kleinere bei den heutigen Trägern zu konstruieren. Mit dem Wegfall der Delta 2 klafft eine große Lücke im US-Arsenal. Die USA sind seit Jahren sowieso in einer misslichen Lage. Es gibt die Pegasus für ganz kleine Sonden, jedoch ist sie unverhältnismäßig teuer und nur noch ein Start gebucht. die Minotaurs sind nur für militärische Nutzlasten verfügbar, da ein Gesetz die NASA zum Nutzen kommerzieller Services zwingt und die Raketen auf ICBM basieren. Die Taurus hatte zwei Fehlstartes und ist inzwischen teurer als eine Falcon 9. So gibt es keine Rakete zwischen 450 und 16.000 kg LEO Nutzlast. Daher macht es auch kein Sinn eine leichtgewichtige Raumsonde zu konstruieren. Continue reading „Welchen Einsatzzweck haben „Miniraumsonden“?“

Muss alles so teuer sein?

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So, nach einigen bloglosen Tagen heute ein neuer Blog. mit viel einfach nichts wichtiges ein oder erwähnenswertes. Ich war nicht untätig und habe in dder reihe über das Innenleben der 80×86 Reihe die beiden nächsten Prozessoren 80286 und 80386 fertiggestellt.

Irgendwie habe ich den subjektiven Eindruck, dass in letzter Zeit Raumfahrtprojekte unverschämt teuer werden. Da hätten wir Exomars. Mal geplant als ein Rover in der Art der beiden MER (die damals rund 800 Millionen Dollar zusammen kosteten) Exomars war mal mit 600 Millionen Euro geplant, das für nur einen Rover, also schon signifikant teurer als die beiden MER. Okay, etwas „Lehrgeld“ für die Entwicklung eines Landesystems muss man dazurechnen, doch in der Größe ist Exomars genauso ein Erstling für die ESA wie es die MER für die NASA war (Pathfinder als schuhkartongroßer Vorläufer kann man nicht mit den MER vergleichen). Inzwischen ist Exomars zu einem Zwei-Starts Projekt mit einem Atmosphärenorbiter und einem zweiten Lander mutiert und wird mindestens 1,2 Milliarden Euro kosten, dazu kommen noch Beiträge Russlands (Landesystem, zwei Proton Trägerraketen) und der USA (Experimente). Den Nutzen siehe ich nicht. Es gibt schon genug Raumsonden auf und um den Mars. Der Planet ist besser erforscht als alles andere. Ich würde mir für das Geld lieber eine Mission zum Saturn wünschen oder ein paar kleinere zur Venus. Eine Landesonde die Bilder macht oder ein noch höher auflösender Radarorbiter wären z.B. Missionen die ich für sinnvoller halte. Da Exomars aber seit er existiert Finanzierungsprobleme hat und auch laufend in die Zukunft verschoben wird (er sollte mal 2011/2103 starten…) würde ich das Projekt einstellen. Zumal derzeit es wieder eine Finanzierungslücke gibt. Continue reading „Muss alles so teuer sein?“

Geht’s auch billiger?

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Ich bin überzeugter Anhänger der europäischen Raumfahrt, aber in den letzten Jahren macht sie einem wenig Freude. Projekte scheinen ewig zu brauchen, zu teuer oder überflüssig zu sein.

Den Anlass lieferte die H-III. Da habe ich für einen neuen Aufsatz recherchiert. Die H-III wird von der JAXA als Nachfolger der H-IIA entwickelt. Derzeit läuft die Ausschreibung für die Rakete. Da bieten sich Parallelen zur Ariane 6 an. Denn beide Raketen werden in der größten Version 6,5 t transportieren, 2020/21 zur Verfügung stehen. Nur sonst gibt es ein paar Unterscheide: Continue reading „Geht’s auch billiger?“

Wieder mal: man kann sich nicht auf die NASA verlassen

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Bei der Vorstellung des NASA Budgets für 2014 gab es einen Skandal. Die NASA will Sofia einstellen. Nun ist klar, dass das Budget der NASA für Jahre nicht steigt, so bekommt sie das gleiche Geld wie letztes Jahr. Bei steigender Inflation sinkt es also inflationsbereinigt. Es muss also gespart werden. Nun was würden sie machen, wenn sie sparen müssten? Ich würde mir nichts neues leisten, vor allem nichts teures, aber vielleicht nicht mein Auto einmotten, das ich schon bezahlt habe und das nur Unterhaltskosten erfordert.

Die NASA macht das Gegenteil. Sie leistet sich eine Schwerlastrakete, muss dieses Jahr mehr für ISS Transporte bezahlen, weil nun endlich die CRS-Flüge durchgeführt werden. Sie leistet sich den Luxus neben einem eigenen Mannschaftsvehikel (Orion oder MPCV, je nachdem wie man es nennen will) noch die Entwicklung von drei weiteren zu finanzieren. Damit man sich solche Dinge und noch viel Unnötigere wie das Einfangen eines Asteroiden leisten kann, muss man dann an andere Stelle sparen. Getroffen hat der Sparfimmel Sofia. Sofia ist eine umgebaute Boeing 747 („Jumbo Jet“), die ein 2,50 m Teleskop im Rumpf hat. In der Stratosphäre kann das Teleskop bessere Aufnahmen machen als am Boden (drei Viertel der Atmosphäre liegen unter ihr) und das Teleskop kam vom visuellen Bereich bis in das ferne Infrarot beobachten. Continue reading „Wieder mal: man kann sich nicht auf die NASA verlassen“