Wieder mal: man kann sich nicht auf die NASA verlassen

Bei der Vorstellung des NASA Budgets für 2014 gab es einen Skandal. Die NASA will Sofia einstellen. Nun ist klar, dass das Budget der NASA für Jahre nicht steigt, so bekommt sie das gleiche Geld wie letztes Jahr. Bei steigender Inflation sinkt es also inflationsbereinigt. Es muss also gespart werden. Nun was würden sie machen, wenn sie sparen müssten? Ich würde mir nichts neues leisten, vor allem nichts teures, aber vielleicht nicht mein Auto einmotten, das ich schon bezahlt habe und das nur Unterhaltskosten erfordert.

Die NASA macht das Gegenteil. Sie leistet sich eine Schwerlastrakete, muss dieses Jahr mehr für ISS Transporte bezahlen, weil nun endlich die CRS-Flüge durchgeführt werden. Sie leistet sich den Luxus neben einem eigenen Mannschaftsvehikel (Orion oder MPCV, je nachdem wie man es nennen will) noch die Entwicklung von drei weiteren zu finanzieren. Damit man sich solche Dinge und noch viel Unnötigere wie das Einfangen eines Asteroiden leisten kann, muss man dann an andere Stelle sparen. Getroffen hat der Sparfimmel Sofia. Sofia ist eine umgebaute Boeing 747 („Jumbo Jet“), die ein 2,50 m Teleskop im Rumpf hat. In der Stratosphäre kann das Teleskop bessere Aufnahmen machen als am Boden (drei Viertel der Atmosphäre liegen unter ihr) und das Teleskop kam vom visuellen Bereich bis in das ferne Infrarot beobachten. (mehr …)

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Ich bin dagegen

Das Wort „Gegner“ hat im Deutschen irgend etwas negatives. Sei es ob Stuttgart-21 Gegner oder andere Fälle, ich glaube der einzige Fall wo es mal positiv besetzt wurde war bei den „Kernkraftgegnern“, nämlich als diese die Mehrheit in der Bevölkerung stellten. Vielleicht aber auch weil der Begriff Atomkraft oder Kernkraft inzwischen negativ besetzt ist.

Am Sonntag Abend kam in Br3 bei „Faszination Wissen“ eine Sendung über die bemannte Raumfahrt. Wie ich denke eine recht ausgewogene. Es wurden Experimente vorgestellt bei denen die Experimentatoren sagten, sie wären nur auf der ISS durch Betreuung der Astronauten erfolgreich gewesen und es gab die Stellungnahme anderer Wissenschaftlern, die darauf hinwiesen dass andere Großprojekte mit viel weniger Mitteln auskommen müssen. Dann sah man am Beispiel des nächsten Astronautenanwärters, dass die meiste Arbeit routinemäßige Wartungen sind und es wurde vorgestellt wie man an Robotern arbeitet um sie zu entlasten. (mehr …)

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Ein Weltraummärchen

Gestern hat die ESA überraschend den Ausstieg aus der ISS angekündigt. Direktorin des Bereichs „Human Spaceflight“, Simonetta Di Pippo sagte: „Durch die Reduzierung der Stammbesatzung haben wir schon vorher einen schlechten Stand gehabt und nur noch die Chance alle zwei Jahre einen Astronauten zur ISS zu entsenden. Die Probleme durch das Grounden der Sojus schlagen nun schon auf die weitere Missionsplanung durch. Wir sehen nun die Probleme der ISS durch den Wegfall des Hauptversorgers. Auf der anderen Seite ist das Interesse an Columbus schon vor dem Start bei der Industrie gleich Null gewesen und selbst Universitätsinstitute wollten sich nicht beteiligen, obwohl wir ihre Experimente umsonst eingebaut hätten. So waren wir gezwungen eigene Experimente zu entwickeln, damit dies niemanden auffällt. Das hat zusätzliche Mittel erforderlich gemacht. Die ISS Beteiligung hat den europäischen Steuerzahler bis jetzt schon 8,5 Milliarden Euro gekostet.“ (mehr …)

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