Nachlese zum Orbcomm 2 Start

Eigentlich wollte ich mich ja voll auf mein Buch konzentrieren, doch da ich derzeit sowieso sehr gefrustet über die chinesischen Trägerraketen und die mageren und widersprüchlichen Daten zu ihnen bin, widme ich mal dem Thema an dem ihr auch gerade diskutiert. (wie sich später zeiegn wird, sind die Chinesen ja geradezu freizügig mit den Informationen verglichen mit SpaceX – dafür werfen sie mit Bezeichnungsnebelkerzen um sich).

Die Landung der Falcon 9.

Das ist natürlich nicht an mir vorbeigegangen. Ich will das Thema auch nicht totschweigen, ich halte die Landung nur nicht für so wichtig. Wichtig wäre die Wiederverwendung und ob die wirtschaftlich ist. Doch kommen wir zuerst mal zu einer Einschätzung, der technischen Leistung. (mehr …)

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Eine Oberstufe für die Falcon 9 – meine Lösung

Elendsoft hat ja gestern in seinem Beitrag eine Adaption bestehender LOX-LH2-Oberstufen für die Falcon 9 Das ist logisch, das ist sinnvoll, das ist etwas was jeder vernünftige Mensch in Betracht ziehen würde, weil es die Nutzlast glatt verdoppelt. Doch es verletzt die ersten beiden Gebote auf die jeder SpaceX-ler schwören muss:

  • 1: Du sollst keine anderen Firmen neben SpaceX haben
  • 2: SpaceX hat immer recht und immer die beste Lösung

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Der wohl wichtigste Falcon 9 Start

– zumindest meiner Meinung nach – findet morgen statt. Von Vandenberg aus wird eine Falcon 9 die Raumsonde DSCOVR starten. An diesem Start ist einiges außergewöhnlich. DSCOVR wurde als Tirana schon 1998 geplant. Ausgangspunkt der Initiative war die Vorstellung des damaligen Vizepräsidenten Al Gore, das ein dauerndes Lifebild der Vollerde den Umweltschutzgedanken fördern könnte. Er war beeindruckt von den Aufnahmen von Apollo 17, die erstmals die Vollerde als „Blue Marble“ zeigten. Die NASA sollte eine Raumsonde entwickeln, die genau dies macht. Damit dies geht, muss sie im Librationspunkt L1 positioniert sein. Das Projekt wurde jedoch zu teuer und bald gab es auch Kritik an der Konzeption als „enorm teuren Bildschirmschoner“. Die NASA lagerte die Raumsonde dann 2002 ein. Einige Jahre später überprüfte man die Systeme und suchte nach einem Weg sie trotzdem noch zu starten. Es traf sich gut das eines der Instrumente die solare Partikelstrahlung überwachte. Die NOAA nutzte seit 1997 den ACE Satelliten um Frühwarnungen im Falle eines Sonnensturms abzugeben. DSCOVR versprach hier eine preiswerte Ablösung des alternden Satelliten, denn es fehlte nur noch ein Start. Die USAF wiederum suchte einen Weg, dem politischen Druck nachzugeben SpaceX Aufträge zu erteilen, ohne dass man das Risiko hatte eine wertvolle Nutzlast zu verlieren. Da traf es sich gut, das DSCOVR eigentlich fertig war, aber man bei der NASA nicht das Geld für einen Start hatte. So hat die Raumsonde drei Väter: Die NASA hat die Raumsonde gebaut, die USAF führt den Start aus und finanziert ihn und die NOAA betreibt die Sonde und finanziert den laufenden Betrieb. (mehr …)

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Neues von SpaceX, ULA, Air Force und der Falcon 9

Es war kein einfacher Termin für SpaceX – die erste Prelaunch Press Conference. Es gab ja schon einige vorher, doch waren die immer wegen NASA Missionen mehr oder weniger vorgeschrieben, das war nun die erste die es bei einem „normalen“ kommerziellen Start gab. Wie bei SpaceX üblich geschah alles über elektronischem Weg. Wer als Editor bei SpaceX registriert war bekam den Link zum Videostream, einige Journalisten dürften auch über Skype Gegenfragen stellen, aber alle wohl nicht. Zumindest habe ich keine Einladung bekommen. (mehr …)

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Bitte das Glas nicht ganz so voll…

Heute will ich mich wieder einem theoretischen Thema widmen, einer weiteren Methode eine Rakete der Nutzlast anzupassen. Das Problem ist bekannt: Nutzlasten sind unterschiedlich groß und wenn sie nur einen Teil der möglichen Maximalnutzlast der Rakete benötigt wird der Start unnötig teuer. Bei Arianespace ist das ein Problem, da es zunehmend schwieriger wird mit der Ariane 5 Doppelstarts durchzuführen. Für die US-Regierung ist es ein Problem, weil im Arsenal einige Lücken klaffen, so gibt es keinen Träger zwischen 1,7 und 5,5 t LEO Nutzlast. Nun gibt es einige Möglichkeiten eine Rakete diesen Anforderungen anzupassen. Das bekannteste ist es Booster anzumontieren. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür: Die Delta, die Atlas II Serie, Ariane 4. Eine zweite, heute unübliche Möglichkeit ist es die Oberstufe auszutauschen. Meist ist es so, dass man hier nicht viel Geld sparen kann. Doch in der Vergangenheit war dies sehr populär, z.B. Die Atlas mit verschiedenen festen Oberstufen, Agena und Centaur. Eine dritte Möglichkeit will ich heute vorstellen und untersuchen. Sie wurde nur einmal eingesetzt und zwar bei der Ariane 4, doch auch hier nicht in Reinform. In abgewandelter Form gibt es das Konzept auch bei der Atlas III und V. Bevor sie weiterlesen, überlegen sie mal was es sein könnte … (mehr …)

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