John Glenn, Weihnachtsbräuche und die Weihnachts-Deadline

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Irgendwie fallen mir in letzter Zeit keine großen Sachthemen mehr ein. Daher fülle ich mal den Blog mit etwas aus der Rubrik „Vermischtes“. Fangen wir mit dem Tod von John Glenn an. Dazu gibt es von mir nichts. Das hat zwei Gründe. Das eine ist, das ich nicht empfänglich für Personenkult bin. Das ist auch unabhängig von der bemannten Raumfahrt, so wird man bei mir auch keine Seiten über Wernher von Braun, Ziolkowsi, Oberth oder Godddard finden, obwohl die mehr für die Raumfahrt geleistet haben als jeder Astronaut. Vielleicht ist das auch so ein Grund, warum es bei der Konfrontation mit SpaceX-Befürwortern so rasselt. Für mich ist Elon Musk ein Spinner, der die Bodenhaftung verloren hat. Als ich als ich heute mal sahen wollte, wie viele Startaufträge die Falcon Heavy noch hat, sah haben sie ja ihre Webseite umgestaltet. Nun verkaufen sie keine Raketen mehr, sondern die Vision von „multiplanetary life“. Continue reading „John Glenn, Weihnachtsbräuche und die Weihnachts-Deadline“

In Memoriam Scott Carpenter

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Am 10. Oktober starb Scott Carpenter im Alter von 88 Jahren. Scott Carpenter war der zweite IS-Amerikaner im Orbit. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es erst drei bemannte Raumflüge durch die USA, keiner war lang. Al Shepard hatte einen ersten Hüpfer in einer suborbitalen Bahn (so was wird heute als Weltrautrourismus für 200.000 Dollar angeboten) die Kapsel erprobt, bei der aber noch nicht alle Systeme einsatzbereit waren. Ihm folgte Gus Grisson mit der Kapsel in Orbitalkonfiguration, bei dem sich die Tür vorzeitig nach der Landung öffnete – die Kapsel versank und Grissom, bei dem ein Ventil im Anzug offen war, sodass Wasser eindrang wäre fast ertrunken, weil der Pilot de Helikopters die Kapsel für wichtiger hielt und sie erst abtrennte als sie durch das eingedrungene Wasser zu schwer wurde. Continue reading „In Memoriam Scott Carpenter“

’s ist zu spät

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Das sagt nicht nur Othello zu Desdemona im zweiten Aufzug, bevor er sie erstickt sondern das möchte ich auch John Glenn und Michael Griffin zurufen. (Nur mal um ein bisschen klassische Bildung in den Blog einzustreuen). Nun warum? John Glenn hat sich dafür ausgesprochen die Shuttles weiter zu betreiben.

Nun ja, das ist nichts außergewöhnliches Glenn ist ja Astronaut. Doch ungewöhnlich ist der Zeitpunkt: Die Äußerung kam am 21.6.2010. Nur mal als kleine Zeitlinie. Am 29.3.2006 beschloss die NASA die Ausmusterung der Space Shuttles. Das bedeutete zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Ernst wurde es erst im Laufe des Jahres 2008, als die NASA begann Terminierungskontrakte mit den Zulieferern auszuhandeln. Das ganz hat schon 2009 einmal ein Shuttle Manager in seinem Blog erläutert (leider habe ich den Link nicht an der Hand) und schon damals schrieb er war es unumkehrbar. In den letzten zwei Jahren hörte man dann von Stellenabbau bei den Produzenten. So haben schon letztes Jahre die meisten Arbeiter bei der Fabrik die die Tanks produziert, ihr Kündigungsschreiben erhalten. Das sind Tatsachen die man nicht ignorieren kann. Continue reading „’s ist zu spät“