Das Chaos geht weiter….

Nun ist das neue NASA Budget für 2012c genehmigt worden. Das Ergebnis in Kürze:

  • Gesamtbudget 17,8 Milliarden Dollar: 684 Millionen weniger als dieses Jahr, 932 weniger als das Weisse Haus beantragt hatte – Auch die NASA muss sparen um die Einsparung in Höhe von 1 Billion mitzutragen.
  • 3,8 Milliarden für Space Exploration (neues Programm zu .. ja wohin den eigentlich) – lediglich 30 Millionen weniger als dieses Jahr
  • 4,2 Milliarden für Space Operations: Die ISS und Auflösungsverträge für das Shuttle. 1,3 Milliarden weniger als dieses Jahr, vor allem weil es ja keine Shuttles mehr gibt
  • 5,1 Milliarden für Science Programms. Das sind zwar 155 Millionen mehr als dieses Jahr, aber vor allem weil das JWST 529 Millionen mehr erhält. Die anderen Programme müssen auch alle sparen.
  • Von den 3,8 Milliarden für Space Explorations entfallen 1,8 für das SLS und 1,2 Milliarden für die Orion aka MPCV. Dafür wird der kommerzielle Raumflug nur mit 406 Millionen gefördert, 850 Millionen wurden beantragt. Von den 406 werden noch 100 zurückgehalten, bis Charles Boulden schriftlich bestätigt hat dass das SLS weiterentwickelt wird. Also keine kommerzielle bemannte Raumfahrt ohne SLS.

Die Einzelheiten über das Science Programm und andere Details findet man in diesem Bericht bei SpaceNews. (mehr …)

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Das ISS Gewurstel

Eigentlich sollte man annehmen, wenn man 20 Jahre an einem Projekt plant. Dann wird das auch was. Doch bei der ISS gilt wohl eher ein anderes Motto: zu viele Köche verderben den Brei.

Mal eine kleine Zusammenfassung. Das was wir heute als ISS kennen, wurde 1984 aus der Taufe gehoben. Das Shuttle war nun operationell geworden, es konnte an das nächste Projekt gehen, einer amerikanischen Raumstation. Doch sehr bald geriet „Freedom“, wie das Projekt im kalten Krieg hieß, in Schieflage. Zuerst war der ursprüngliche Plan nach dem Challengerunglück nicht zu halten. Er setzte zahlreiche Montagevorgänge im All voraus und diese erschienen nun als zu riskant. (mehr …)

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Atommüllentsorgung im Weltall – wohin?

Ich habe mich ja schon mal mit dem Thema beschäftigt, mehr von einem praktischen Gesichtspunkt aus. Heute ein mehr theoretischer Exkurs. Die Idee Atommüll im Weltraum zu entsorgen ist ja nicht neu. Es gab sie schon in den Siebzigern. Damals ging man sogar davon aus, dass es sich lohnt. Das ist natürlich begrenzt auf den richtig hochradiokativen Atommüll, also abgebrannte Brennstäbe, die aufgearbeitet wurden und eben das Material das dann noch üblich bleibt. Also das was bei uns auch im Endlager lagern soll. Das sind in Deutschland rund 16 t pro Jahr, also eine Menge die wir heute mit Trägerraketen ins All bringen können. Der gesamte leichtradioaktive und mittelradioaktive Abfall müsste zuerst aufgearbeitet und konzentriert werden. Das ist wahrscheinlich nicht lohnend und seine Radioaktivität ist auch deutlich geringer.

Neben der Menge ist ein wichtiges Kriterium, wie lange man es lagern muss. Die häufigste Zeit die ich vernommen habe sind 240.000 Jahre, das sind 10 Halbwertszeiten des langlebigsten Isotops im Müll, Plutonium-239 von 24110 Jahren, bei dem die Radioaktivität auf ein Tausendestel (genau 1/210  = 1/1024) absinkt. Jede Lösung im All muss also mindestens über diese Zeit stabil sein, sprich es muss gewährleistet sein, dass in dieser Zeit der Müll nicht mehr zur Erde zurückkommt. (mehr …)

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Braucht man noch die NASA?

Dr. Harrison Schmitt, Apollo 17 Astronaut und Senator fordert die Abschaffung der NASA. Ist das so abwegig? Die NASA wurde 1958 gegründet als zivile Raumfahrtorganisation Präsident Eisenhower sah schon damals das Problem dass zum einen das Raumfahrtprogramm vom Militär vereinnahmt wurde, zum anderen deutete sich schon ein Wettlauf der einzelnen Waffengattungen an. So dürfte Explorer 1 erst nach dem missglückten Vanguard Versuch starten, obwohl er vorher startbereit war, da diese (von der Navy gebaute) Rakete als „ziviler“ galt und auch mehr politische Unterstützung als die Redstone der Army hatte. Das wiederholte sich bei den Mondsonden wo auch die Jupiter der Army erst nach der Thor von der Air-Force starten dürfte (genützt hat es nichts, denn auch hier scheiterten alle Thor Starts). Die NASA hat wirklich viel auf den Weg gebracht, Mercury, Gemini, Apollo, das Space Shuttle. Aber deutlich ist auch, dass sie träge und behäbig geworden ist. Raumfahrtprojekte dauern immer länger. sie werden immer teurer. Das JWST wird nun schon seit Jahren geplant. Sein Start liegt aber immer noch 6-7 Jahre in der Zukunft und es wird 7-8 Milliarden Dollar teuer. Die NASA hat in den ersten 26 Jahren die Projekte Mercury, Gemini, Apollo und das Shuttle in der bemannten Raumfahrt angegangen. In den letzten 27 Jahren war es nur die ISS. Alle folgenden Bestrebungen für andere Projekte wurden entweder schon im Planungsstadium gekippt (Marsexpedition 1989) oder vom nächsten Präsidenten eingestellt (Constellation). Gerade diese letzten beiden Projekte die deutlich teurer wurden, viel langsamer fortschritten als geplant und mit denen keiner richtig zufrieden ist, zeigen, dass die NASA ein Problem hat. (mehr …)

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Das alternative ISS Konzept

Immer wenn ich im Sommer mal die Gelegenheit habe länger zu Schwimmen komme ich auf dumme Ideen (3-4 Stunden die Kreise ziehen sind einfach lang). Diesmal wie man die bemannte Raumfahrt (wie so immer gefordert wurde) deutlich preiswerter machen könnte. Ich dachte an Gouvernment-Private Partnershipmodell. Also die Regierung finanziert vor, profitiert aber von Vergünstigungen. So funktioniert es:

Eine Falcon Heavy transportiert ein aufblasbares Modul von Bigelow, innen ausgerüstet von der NASA und eine Dragon Kapsel in den Orbit. Die 7 NASA Astronauten halten sich dot ein halbes Jahr aus, landen dann mit der Dragon. Danach geht das Modul in den Besitz von Bigelow über, die dort mit weiteren Flügen Touristen unterbringen. (mehr …)

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