Eine Stunde Arbeit – macht 3 Millionen Dollar

Ich halte nicht viel von bemannter Raumfahrt. so ist es erstaunlich dass es diese immer noch fertig bringt meine geringen Erwartungen nach unten zu korrigieren. Ich zitiere mal:

„Now that we have a six-person crew, we’re going to try to average 30 hours a week on various types of science,“ station commander Scott Kelly said in an interview conducted before the Soyuz launch. „Hopefully we’ll have great results from the scientific experiments that we’re able to do onboard.“

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Raumfahrträtsel 8

Jerry RossNun hat Julian doch das letzte Rätsel recht schnell geknackt. Ja an diesem Tag wurde Jerry Ross der erste Mensch der siebenmal im Weltraum war. Ich will das mal nutzen, um die ganze Sache mit dem bemannten NASA Programm genauer zu beleuchten. Zum einen ist auffällig bei den Shuttle Missionen wie stark dort die Astronauten im Vordergrund stehen. Ich habe mir mal das Missionskit für STS-132 als Beispiel genommen. Die Nutzlast macht sechs Seiten des Kits aus, die Biographie der Besatzung allerdings zehn Seiten. Mehr noch auch die anderen Seiten, welche die Mission beinhalten sind voll mit Schilderungen der Besatzung und ihrer Tätigkeiten und vor allem: vieler Fotos.

Wer also glaubt sich anhand der Missionskit über die ISS und ihre Fertigstellung zu informieren wird enttäuscht sein. Das war nicht immer so. Die Presskits der Apollo-Ära und von Gemini sind heute online verfügbar. Sie beinhalten auch Informationen zur Besatzung, aber im Verhältnis weitaus weniger als heute. Meiner Meinung nach ist dies kontraproduktiv, denn die Leute interessieren sich nicht so für die Astronauten. Ich denke die meisten haben Probleme ein paar der aktuellen Astronauten (wenn es nicht gerade Deutsche sind) namentlich zu nennen und seid mal ehrlich: Wer wusste ohne Nachschlagen dass Jerry Ross der erste war mit sieben Weltraumaufenthalten?

Noch schlimmer: Man sollte meinen es gäbe davon viele. Schließlich flog ein Space Shuttle im Mittel sechs Mal pro Jahr, jeweils mit 6-7 Besatzungsmitgliedern. Das macht 36-42 Mann/Jahr. Zur Spitzenzeit der Apollo Ära gab es vier starts mit je drei Astronauten pro Jahr also 12 Mann/Jahr, weniger als ein Drittel. Man sollte also annehmen die Astronauten würden viel öfters fliegen, vor allem die Piloten die ja nicht auf eine spezielle Mission trainieren müssen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Schon Deke Slayton monierte dies in seinen Memoiren. Seiner Ansicht nach hätten alle Flüge mit 50 Astronauten durchgeführt werden können. Jeder wäre mindestens einmal pro Jahr geflogen. Missionspezialisten die ja vor allem das gleiche immer wieder machen müssten sogar 6-7 mal pro Jahr Doch schon 1980 hatte das Astronaut Office 100 Mitglieder Tendenz steigend. Was mich selbst wundert: Die Bezeichnung Missionsspezialist suggeriert ja dass sie für jede Mission eigens spezialisiert sein müssten. Im Vergleich zu den Piloten – das Shuttle steuern ist doch eigentlich immer der gleiche Job. Trotzdem sind alle Rekordhalter heute Missionsspezialisten. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 5

Am 26.1.1978 startete der Satellit IUE (International Ultraviolett Explorer). IUE ist eines der Projekte die irgendwie vergessen werden und er hat es nicht verdient. IUE entstand als Gemeinschaftsprojekt zwischen der ESA und NASA im Jahre 1974. Schon weniger als vier Jahre später wurde er gestartet. Er war nach dem ESRO Satelliten TD-1 der erste Satellit der speziell für die Beobachtung von UV-Quellen ausgelegt war. Ursprünglich für eine Betriebszeit von 3 Jahren, verlängerbar auf 5 ausgelegt arbeitete IUE bis zum 30.9.1996 bis er kurz vor dem verbrauch des Treibstoffs abgeschaltet wurde. Das letzte Jahr wurde er exklusiv von der ESA betrieben während sich die NASDA auf den Ausbau eines Datenarchiv konzentrierte. Dabei waren schon 1985 vier der sechs Gyros ausgefallen und die beiden Backupkameras für die visuelle Kontrolle der Spektren waren schon beim Start nicht funktionsfähig wie sich aber erst nach Erreichen des Orbits herausstellte. Die letzten 10 Jahre wurde der Satellit vom Feinausrichtungssensor und einer Softwarelösung auf die Ziele ausgerichtet: Davon hat IUE insgesamt über 9.600 untersucht und dabei 104.468 Spektren produziert.

IUE ist weitgehend unbekannt, auch weil der Satellit Spektren produzierte. Es fehlen eben die „hübschen Bilder“. Allerdings gaben sich weder ESA noch NASA die Mühe den Nutzen der Spektren und zum Beispiel die Ergebnisse die der Satellit lieferte zu erklären. Selbst als Hubble gestartet wurde war der Satellit wichtig – nicht nur hatte er die Möglichkeit tiefer ins UV vorzudringen (bis 115 nm Wellenlänge), er hatte auch ein größeres Gesichtsfeld und konnte Vorerkundungen für Hubble anstellen. Zwischen 2000 und 2003 also nach dem Abschalten listeten noch 15% der Hubbleveröffentlichungen IUE Beobachtungen als Quelle. (mehr …)

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Was ist nur bei der NASA los?

Seit Obama im Februar ankündigen lies, das Constellation Programm einzustellen geht es bei der Weltraumpolitik drunter und drüber. Erst melden sich unzählige die das Constellation Programm weiter am Leben erhalten wollen, dann gibt es andere, die den Shuttle weiter fliegen lassen wollen – ohne gravierende Budgeterhöhungen wird beides nicht gehen. Und nun das.

Über den zusätzlichen Shuttleflug kann man sich streiten. Er hilft zwar die Versorgung zu sichern, nachdem 2011 wohl weder OSC noch SpaceX reguläre Transporte zur ISS durchführen werden, aber es bedeutet das Shuttleprogramm 4-5 Monate länger am Leben zu erhalten, was bei Fixkosten von 200 Millionen Dollar mindestens 900-1100 Millionen Dollar mehr kostet. Billiger wäre es von Europa einen ATV Flug oder von Japan einen HTV Start zu kaufen. Ein ATV kostet beim derzeitigen Eurowechselkurs 420 Millionen Dollar bei fast derselben Nutzlast. (mehr …)

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