Das schwarze Jahr der NASA

Am 28.1.1986 explodierte die Challenger über dem Cape. Dieses Ereignis wird immer wieder mal aufgearbeitet. Was dabei in Vergessenheit gerät war dass das Jahr 1986 insgesamt ein schwarzes für die NASA war. Hier einige Ereignisse aus diesem Jahr:

  1. Es begann am 28.1.1986 mit der Explosion der Challenger.
  2. Am 18.4.1986 folgte eine Titan 34D mit einem KH-11 Satelliten
  3. Schon drei Wochen später scheiterte eine Delta 3923 mit GOES G
  4. und im nächsten Jahr scheiterte am 28.3.1987 eine Atlas G mit einem Fleetsatom Satelliten. (mehr …)

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Auftragsrausch bei SpaceX

Kaum ist der Jungfernflug vorbei meldet SpaceX neue Aufträge. Das ist nun nichts besonderes. Arianespace vermeldet bei jedem Start neue Aufträge, gestern auch wieder einen. Doch bei den SpaceXlern wird dies natürlich frenetisch bejubelt als DER große Durchbruch. Zeit mal sich das ganze genauer anzusehen. Also das ist das heute auf der Website von SpaceX einsehbare Launch Manifest: (mehr …)

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Braucht die NASA ein neues Triebwerk?

… und zwar für Schwerlastraketen auf der Basis von RP-1/LOX? Diese Frage stellte sich mir als ich bei Space Reviews diesen Artikel las. In dem dort verlinkten PDF der NASA ist wenig konkretes:

„This new rocket would take advantage of the new technology investments proposed in the budget – primarily a $3.1 billion investment over five years on heavy-lift R&D. This propulsion R&D effort will include development of a U.S. first-stage hydrocarbon engine for potential use in future heavy lift (and other) launch systems“.

Nun das ist doch ein Aufhänger für Spekulationen. Also spekulieren wir. Fangen wir mal technologisch an. Bei der Ares V war ja das RS-68B vorgesehen. Das RS-68 treibt die Delta 4 an. Das RS-68B ist etwas schubstärker und soll zuverlässiger sein. Die NASA hat damals recht lange beratschlagt, was die bessere Wahl ist: Das SSME oder das RS-68. Ersteres war lange Zeit die bessere Wahl, da es ja für bemannte Einsätze entwickelt wurde. Es gab aber einige Bedenken. Zum einen ist das SSME wegen der hohen Leistung auch teuer in der Herstellung. Ein RS-68 kostete deutlich weniger trotz doppelt so hohem Schub. So wären recht viele Triebwerke für eine Schwerlastrakete benötigt worden und diese recht teuer. Das ist so ein typisches fehlgeleitetes Denken: Bei einer Schwerlastrakete, die vielleicht 10-20 mal fliegt, stehen die Entwicklungskosten in keinem Verhältnis zu den Produktionskosten. Besonders, wenn sie bemannt sein soll, weil da viel mehr Tests erfolgen als bei unbemannten Trägern. Selbst wenn die NASA also mehr für die SSME zahlen müsste, wären die Gesamtinvestitionen wohl geringer gewesen. Was aber gegen das SSME sprach, war der geringe Bodenschub von nur 1.700 KN (RS-68: 2.950 kN). So wären recht viele Triebwerke nötig gewesen und dass macht das Design recht komplex, auch wenn vielleicht ein Triebwerksausfall unwahrscheinlich ist. (mehr …)

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Mit Apollo zur Venus

Einer der Pläne, Apollo nach dem Mondprogramm weiter zu verwenden, ist das Thema dieses Beitrags. Es geht um den Plan, der von den Bell Labs vorgelegt wurde, und beschrieb, wie man in den Jahren 1973/74 drei Männer zur Venus und zurück hätte schicken können.

Der Plan geht darauf ein, wie man mit einem Apollo CSM zur Venus und zurück kommen könnte, und welche wissenschaftlichen Messungen angestellt werden könnten. Dabei wird vor allem abgehandelt, welche Energieversorgung nötig wäre und wie das Lebenserhaltungssystem aussehen müsste.

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Schön, wenn die Welt so klein ist….

Dieser Gedanke kam mir als ich am Samstag in der neuen SuW drei Beiträge zum Thema Raumfahrt las, genauer gesagt beziehe ich mich auf den Mittleren. Die Strecke läuft unter der Bezeichnung „Raumfahrt am Scheideweg“. Wie doch die Welt klein ist. Bei der Raumfahrt geht es nur um zwei Projekte aus der bemannten Raumfahrt die ISS und Constellation. Es fängt noch mit einem Artikel der SuW Redaktion „Bemannte Raumfahrt heute und morgen“. Dieser ist eine Zusammenfassung der derzeitigen Projekte, wenn auch nicht besonders fachlich kompetent (Zitat: „Die kräftigen Triebwerke des ATV können zudem die Bahn der ISS anheben….“ Hmmm und was macht dann die Progress mit ihren viermal stärkeren Triebwerken?)

Der Hammer ist aber der mittlere Artikel des Gastautors Eugen Reichl, „Scherbenhaufen“. Er liest sich, wie als wäre die Welt untergegangen, weil Obama Constellation einstellen ließ. Er vergleicht das sogar mit den drei Unglücken der amerikanischen Raumfahrt die ja auch alle zwischen dem 27.1. und 1.2. stattfanden. Mal abgesehen davon dass man die Einstellung eines Programmes, bevor es eigentlich richtig begann, wohl kaum mit dem tragischen Tod von 17 Astronauten vergleichen kann, zeugt dies auch von mangelnder Pietät, das ich ja auch hier auf dem Blog sehen konnte wo man den Gedenkartikel an den Verlust der Columbia missbrauchte um Stimmung zu machen. (mehr …)

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