Die Geschichte der Space Shuttles – Teil 3

Im Januar 1986 schien es, als würden die Shuttles endlich die Versprechungen erfüllen, die man an sie hatte. In den letzten Jahren war die Startrate laufend angestiegen, immer mehr kommerzielle Aufträge wurden durchgeführt. 1986 sollte eine zweite Startrampe in Vandenberg für militärische und sonnensynchrone Missionen eingeweiht werden, zahlrieche militärische und wissenschaftliche Missionen warteten auf ihren Start, dazu kamen kommerzielle Transporte, z.B. die der Intelsat VI Serie. 13 bis 16 Missionen waren für 1986 geplant, In den nächsten Jahren sollte die Zahl der Missionen auf 20 bis 24 ansteigen.

Da explodierte die Challenger am 28.1.1986 nach 72 s. Was in der Folge bekannt wurde, war katastrophal. Es war nicht nur die Ursache der Explosion, die praktisch am gleichen Tag feststand, nachdem wenige Stunden vor dem Start die Techniker von Thiokol gegen den Start votierten. Es war wie die NASA bisher das Shuttle Programm gemanagt hatte. Nicht nur, dass man Thiokol unter Druck setzte, eine Startfreigabe zu erteilen (wörtliches Zitat des NASA-Verantwortlichen "Thiokol, wann wollt ihr dass wir Starten – im Juli?"), sondern auch wie insgesamt das gesamte Management verlief.

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Ein Rückblick auf das Space Shuttle Programm – Teil 1

Passend zum vorletzten Space Shuttle Start in knapp einer Woche ein kleiner Rückblick auf die Geschichte dieser. Alles begann im Jahre 1969, als kurz nach der Mondlandung Nixon eine Space Task Group einsetzte, welche den Kurs für die bemannte Raumfahrt für die siebziger Jahre festlegen sollte. Die Kommission unter Vizepräsident Spiro Agnew schlug einige Projekte vor. Das wichtigste war eine bemannte Marslandung, die jedoch jährliche Kosten von 6 bis 8 Milliarden Dollar verursachen würde. Das war nicht finanzierbar. Schon das Apollo Budget sank seit 1966 und es lag niemals so hoch. Ein preiswertes Projekt war das einer Raumstation für bis zu 12 Personen, die von einer Raumfähre aufgebaut und versorgt werden würde. Dabei war eigentlich die Raumstation das Hauptprojekt und die Raumfähre war nur als Zubringer gedacht um die Kosten für die teuren bemannten Kapseln einzusparen.

Dies erschien preiswerter und wurde weiter verfolgt. Von 1969 bis 1972 machten die Entwürfe gravierende Wandlungen durch. Die ersten basierten noch aus zwei geflügelten Stufen. Beide wären bemannt gewesen. Die Ausmaße der Unterstufe waren riesig und in etwa so große wie eine B-747 oder ein Airbus 380. Das erschien technisch zu anspruchsvoll und zu teuer und so wandelten sich die Entwürfe über flüssige Zusatzraketen wie sie später in der Energija eingesetzt wurden, zu dem heutigen Konzept.

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Nix investiert

Da ja gerade die Discovery von ihrem letzten Flug zurückkehrte und ich gerade beim Bearbeiten der zweiten Auflage des Raketenlexikons bei den Shuttle Oberstufen bin, fiel mir was auf: Was unterscheidet ihr Häusle von dem Space Shuttle (oder wenn’s schlecht läuft was unterscheidet es nicht?) Nun wenn es gut läuft, dann wurde ihr Haus nicht nur innen schick modernisiert und erhielt neue Unterhaltungselektronik. Sondern es wurde energetisch aufgewertet, erhielt eine sparsamerer Heizung, wurde isoliert etc.

Was das mit dem Shuttle zu tun hat? Nun lesen Sie weiter und sie werden schlauer. Natürlich erhielt das Space Shuttle ein neues Schickes Cockpit mit modernen Bildschirmen (die aber immer noch von den AP-101F Bordrechnern mit Daten versorgt werden…  Auch sonst gab es beim Space Shuttle zahlrieche Upgrades – vor allem am Orbiter. Sie können aber in zwei Gruppen zusammengefasst werden: Mehr Sicherheit für diue Mannschaft oder vereinfachte Wartung und damit geringere Wartungskosten. (mehr …)

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Space Shuttle 2.0

Zeit mal wieder für eine meiner „technischen Spinnereien“ Was würde geschehen, wenn die NASA auf die Idee käme, als Nachfolgesystem für das Space Shuttle eines neues zu entwerfen? Aus finanzieller Sicht sind alle Nachfolgeprojekte zur Versorgung der Raumstation ja teurer, wie schon im Blog diskutiert. Leider genügt das Space Shuttle nicht mehr den Sicherheitsanforderungen der NASA.

Fangen wir erst mal an, was es nicht sein wird. Es wird sicher nicht ein zweistufiges bemanntes Gefährt sein, wie bei den ersten Entwürfen des Space Shuttles vorgesehen. Die Entwicklungskosten von zwei bemannten Stufen sind zu hoch und das Risiko ist dann verdoppelt, auch wenn bei flüssigen Antrieben in beiden Stufen wenigstens ein Problem des Space Shuttles gelöst ist – er kann nicht abgetrennt werden solange die SRB arbeiten. Antriebe mit flüssigen Treibstoffen können jederzeit abgeschaltet werden. (mehr …)

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Schlingerkurs im Weltraum

Zur Zeit geht es drunter und drüber im bemannten Weltraumprogramm. Für alle die es nicht so verfolgen, eine kleine Zusammenfassung

Im Jahre 2004 verkündigt George W. Bush seine „Vision for Space“. Amerika solle zum Mond bis 2020 zurückkehren. In den folgenden Jahren zeigt sich dass dieses Programm unterfinanziert ist und kaum Fortschritte macht. Geplant war es vor allem durch Einsparungen zu finanzieren – Einstellung des Space Shuttleprogrammes bis 2009/10 und der ISS bis 2016. Doch das reichte nicht und nach Untersuchungen wird es bis zu doppelt so teuer wie geplant.

Barack Obama zieht im Februar die Notbremse. Das Programm wird eingestellt. Es gibt kein echtes Nachfolgeprogramm. Dafür wird nun die ISS mindestens bis 2020 betrieben und es wird die Privatwirtschaft beauftragt einen kommerziellen Crewtransport für die ISS zu entwickeln. Dafür sind in den nächsten Jahren Milliarden vorgesehen, ebenso wie für Vorarbeiten für spätere Expeditionen über den Erdorbit hinaus, wie Technologien und Triebwerksentwicklungen und unbemannte Erkundungsmissionen. (mehr …)

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