Die Mär von den explosiven Feststoffboostern

Den heutigen Artikel habe ich schon am 24.1. verfasst. Da aber völlig egal ist was ich schreibe, weil die Leute ja sowieso wild kommentieren und das Thema des Blogs ignorieren kann ich ihn genauso gut aus der Schublade holen.

In einem Interview hat sich Musk mal wieder über Ares/Orion und Falcon 9/Dragon geäußert. Seiner Meinung nach sind die letzten viel zuverlässiger, weil sie früher zur Verfügung stehen und die Ares I und Orion noch nicht mal im design fertig seien. Ob das stimmt sei mal dahin gestellt. Zu dem Interview gäbe es eine Menge zu diskutieren, so ob eine Rakete und eine Kapsel die noch nicht erprobt wurden, auf unerprobter Technik basieren und von einer Firma entwickelt werden, die keinerlei Erfahrungen in der Raumfahrt hat aber 4 Jahre vor Orion/Ares zur Verfügung stehen unbedingt besser ist als dieser Entwurf der auf erprobten, aber in dieser Konstellation noch nicht eingesetzter Hardware basiert. Angesichts der Probleme bei der Falcon 1 und Verzögerungen auch bei anderen völlig neu entwickelten Raketen, wenn es Probleme gab, würde ich den Zeitfaktor nicht sehr hoch bewerten.

Aber in einem zeigt Musk, dass man als CEO nix verstehen muss: Er hält die Shuttle-SRB für „dangerous“ weil „7 astronauts lost their life“. Aha. Und wie ist das passiert? (mehr …)

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Der Verlust der Columbia und die Folgen

Am 1.2.2003 verglühte die Raumfähre Columbia beim Wiedereintritt von der Mission STS-107 in die Erdatmosphäre über dem US-Bundessaat Texas. Dies wurde von zahlreichen Augenzeugen beobachtet, auch weil die Columbia die letzte Forschungsmission vor Inbetriebnahme der ISS absolvierte. Bei den ISS Missionen passieren die Raumfähren nicht die USA beim Wiedereintritt und so wollten viele Beobachter ein letztes Mal die Raumfähre beobachten.

Trümmer der Fähre regneten auf drei US-Bundesstaaten nieder. Zuerst war die Missionskontrolle ratlos, was die Ursache des Verlustes anbetraf. Angesichts des Terroranschlags vom 11.9.2001 gingen manche sogar von einem terroristischen Akt aus (aus demselben Grunde wurde auch der Startzeitpunkt nur auf 15-19 Uhr eingegrenzt). An Bord von Columbia war auch der israelische Staatsbürger Ilan Ramon, der erste israelische Astronaut, weshalb dieses Szenario nicht von der Hand zu weisen war.

Direkt nach dem Verlust gab es nur wenige Daten über die mögliche Ursache. Beim Wiedereintritt umgibt die Raumfähren eine Hülle mit ionisiertem Gas, gebildet durch die Reibungswärme. Sie verhindert den Funkkontakt zu dem Shuttle und damit auch das Abrufen von Telemetrie. Der Eintritt in das „Funkloch“ begann planmäßig um 13:59 in 63 km Höhe. 16 Minuten später sollte die Fähre auf dem Kennedy Space Center landen. (mehr …)

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Ein Space Shuttle Start kostet 790 Millionen Dollar

Kosten des Space shuttles Ich habe mich gestern mal daran gemacht, die Kosten eines Space Shuttle Starts zu berechnen. Das ganze ist nicht so einfach. Aus mehreren Gründen. Zum einen gibt die NASA seit 20 Jahren keine Startkosten mehr an. Was man nehmen kann sind so nur die Kosten des Space Shuttle Programms. Auch hier verschießt die NASA Rauchkerzen indem sie dieses aufspaltet in Subresorts und diese teilweise anderen Posten zuordnet, wie z.B. die durch Flüge verursachten Kosten der ISS, da alle Flüge ja zur ISS gehen.

Auch ist leider das Material nicht vollständig. Es fehlen mir die Jahre 1989-1995. (Wer die Daten für diese Jahre hat bitte melden!). Unter Ausschluss dieser komme ich von 1981 bis 2012, wenn die letzten 87,8 Millionen für das STS Programm fließen auf eine Gesamtsumme von 81287 Millionen Dollar für das STS Programm und Startkosten von 923Millionen Dollar pro Flug für die 88 Flüge in diesen Jahren. Wenn ich die sieben Jahren von 1989-1995 mit im Mittel 3500 Millionen Dollar dazurechne (liegt ungefähr in der Mitte des Budgets von 1988 von 4290 Millionen und 1995 von 3157 Millionen) und die 50 Flüge in diesen Jahren dazu addiere, dann komme ich auf Flugkosten von 790 Millionen Dollar im Mittel. (mehr …)

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Die ewige Diskussion über „man rated“

Wie ich einem Artikel über das Constellation Programm entnehme gibt es derzeit massive Vorschläge von Boeing und Lockheed ihre eigene Vorschläge für die Alternative zu Ares präsentierten. Sei sollen erheblich preiswerter als die Ares I werden – zwischen 3 und 6 Milliarden für die Delta IV Heavy. Die Ares I selbst ist mit einem Preisschild von 14.1-16.6 Milliarden Dollar versehen. Dabei entfallen die Hauptkosten bei diesen Alternativen auch auf das „man rated“ machen der Träger.

Die Frage ist: Ist dieser aufwand nötig? Machen wir einen Abstecher in die Geschichte: Die Atlas und Titan waren weitgehend unveränderte Serienexemplare. Sie waren niemals für bemannte Einsätze ausgelegt. Die Saturn dagegen schon eher. Dei Sicherheit bekam die Rakete aber durch zwei Aspekte: Rigorose Qualitätssicherung und Redundanz. Die Saturn 1B war nicht so „verlässlich“ eingestuft: Bei Skylab betrug sie nur 0.88 über die ganze Mission. Wichtig war es einen Fehler rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Dafür gab es das Designziel von 0.9973.

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Warum ich gegen bemannte Raumfahrt bin….

Bemannte Raumfahrt in verschiedensten Aspekten, darum drehte es sich in den letzten Wochen hier im Blog. Teilweise wegen aktueller Meldungen, teilweise wegen Fragen die an mich gerichtet wurden. Ich will das Thema heute abschließen und erläutern, warum ich gegen bemannte Raumfahrt bin, zumindest für die ESA und DLR.

Fangen wir an mal die ESA und ihr Engagement in der bemannten Raumfahrt zu beleuchten. Was sind die aufgaben der ESA? Nun es sind:

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