Militärische bemannte US-Raumfahrt 3

Kurz nach dem Einstellen des MOL Projektes setzte die NASA die Space Task Group ein, die unter der Leitung des Vizepräsidenten Agnew die Richtlinien für die bemannte Raumfahrt nach Apollo erarbeiten sollte. Doch von ihren anspruchsvollen Projekten (einer Mission zum Mars, erweiterte Mondmissionen oder dem Aufbau einer Raumstation im erdnahen Orbit) fand keines richtig Zuspruch. alle waren zu teuer. Am ehesten wäre noch die Raumstation umsetzbar, für die ein Raumgleiter als Versorgungsgefährt vorgesehen war.

Die NASA suchte nach politischer Unterstützung und so begann eine Zusammenarbeit mit der Air Force. Wenn das Space Shuttle militärische Bedeutung hat, dann wäre es leichter durchzusetzen. (mehr …)

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X und das Shuttle

Es heißt ja immer, man soll sich kein X für ein U vormachen lassen, aber diesmal geht es um ein SpaceX das man sich für ein Space Shuttle vormachen lässt. Nun rückt ja der COTS 2/3 Start näher (derzeit geplant für den 19 oder 22.sten Mai, klappt er an diesen Tagen nicht so führen einige ungünstige Umstände (Abschattung der Solarzellen beim Anflug, Progress und HTV Transporter welche Vorrang haben) dazu, dass er sich bis mindestens Mitte Juli verschiebt. Weil SpaceX mal wieder so in dem Meldungen kommt habe ich diese verfolgt und plötzlich machte es klick – die ganzen Aussagen hatte ich doch schon mal gehört.

Und richtig. Es gab schon mal ein Trägersystem, dass angetreten war:

  • den Transport in die Umlaufbahn radikal zu verbilligen
  • alle Trägerraketen abzulösen
  • enorm oft zu starten.

Das war das Space Shuttle. Pläne in den siebziger Jahren sahen bis zu 572 Flüge über einen Zeitraum von 13-14 Jahren mit 5 Orbitern vor. Jeder Orbiter sollte zwölfmal pro Jahr starten und preiswerter als eine Delta Trägerrakete sein. Die USA stellten daraufhin Mitte der achtziger Jahre ihre Trägerraketenproduktion ein. (mehr …)

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Militärische Experimente

Am Donnerstag hat die USAF ihr zweites HTV-2 bei dem zweiten Testflug verloren. Das HTV wurde mit einer Minotaur 4 gestartet und sollte der Prototyp eines Bombers sein, der jeden Punkt der Erde innerhalb von einer Stunde erreichen kann und Mach 20 (rund 6.900 m/s) erreicht. Es ist das zweite Experiment in den letzten Jahren, bei dem ich mich frage wozu es gut sein soll.

Also jeden Punkt der Erde innerhalb von einer Stunde erreicht auch eine ICBM, nur ist bei der die Nutzlast zu 100% eine Bombe, während es hier ein Bomber sein soll. (Ob bemannt oder nicht weiß man ja nicht). Welchen Vorteil das bringt, sehe ich nicht, nur den Nachteil, dass ich eine viel größere Rakete brauche. Mit RAMjets und Scramjets komme ich auch nicht auf Mach 12. Theoretisch sollten mit Scramjets Mach 12 möglich sein, aber praktisch hat das noch keiner geschafft. Der Rekord sind Mach 9,6 mit der X-43A und die benötigt eine Rakete, damit ihr Scramjet überhaupt wirksam wird. Also für ein operationelles System ist das viel Aufwand. Es werden mindestens eine, wahrscheinlich zwei Raketenstufen benötigt, dazu der Scramjetantrieb, der auch noch im Versuchsstadium ist und ja auch gerade mit der X-43 A erprobt wird. (mehr …)

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Das Ende des Space Shuttles – der fehlende Nachfolger

Nun da Atlantis die letzte Reise eines Shuttles durchführt, ist es Zeit die lockere Serie über das Shuttle zu Ende zu schreiben. Anfang der achtziger Jahre war klar, dass die  Shuttles nicht das erfüllten was man sich von ihnen versprach. Geplant war einmal ein Gefährt, dessen Transportkosten vor allem von den Treibstoffkosten geprägt war. Dessen Rumpf 100 Flüge übersteht und die Triebwerke 55. Vor allem aber eines das nur wenig Wartung erforderte. 160 Arbeitsstunden sollte die Überholung nach der Landung dauern.

Was man erhielt war ein empfindliches Gefährt. Die Triebwerke mussten nach jeder Landung demontiert und inspiziert werden. Die Hitzeschutzkacheln, bei denen es Jahre dauerte, einen Kleber zu finden, mit dem man sie an der Rumpfstruktur befestigen konnten mussten nach jeder Landung inspiziert, ausgetauscht und mit giftigen Chemikalien behandelt werden, dass sie kein Wasser aufnahmen, das sie sonst beim Start oder der Landung zerstören könnte. (mehr …)

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Die Space Shuttles – Hätte es unbemannt geklappt?

Heute mal wieder ein Beitrag in der Reihe – „Was wäre wenn?“, also mal eine Überlegung wie bestimmte Dinge anders gelaufen wären, wenn man sich anders entschieden hätte. Was wäre gewesen, wenn die NASA schon dem dem Verlust der Challenger beschlossen hätte die Shuttleflotte aufzuteilen – zwei bemannte Shuttles und zwei nur für unbemannte Starts?

Warum dies? Nun zwar waren die Shuttles damals schon nicht preiswert. Auch wenn die NASA nie die ganzen Kosten reinholen wollte und schon damals nicht die wahren Kosten publizierte. 1985 starteten die Shuttles neunmal und kosteten die NASA 1314 Millionen Dollar. Dabei war die Atlantis gerade erst zur Flotte gestoßen. Realistisch wären wohl 10 Starts pro Jahr gewesen. Jeder Start kostete also rund 140 Millionen Dollar (die NASA rechnete mit 110 bis 129 Millionen Dollar für den Zeitraum von 1988 bis 1991).

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