SpaceX – mal wieder

Also ehrlich gesagt, ich hätte mir etwas mehr Interesse an dem philosophischen Thema von Thomas. Ich muss sagen, dass ich alles viel pragmatischer sehe: Weltraumfahrt umfasst für mich das was in absehbarer Zeit verwirklichbar ist. Kolonisierter gehören zu Science-Ficton und einige Abenteurer Vorstellungen auch. Obwohl auch Weltraumfahrt, finde ich den Teil der Merchants betrifft nur bedingt interessant. Kommunikationssatelliten mögen wichtig sein, aber nicht besonders faszinierend. Ich bin nach der Einstufung wohl eine Mischung von Forscher und Techno-Freak, aber sicher mehr Forscher.

Doch nun mal dass Buzz Word rausgezogen für hohe Blog Lesequoten – SpaceX. Die haben nämlich heute ihren letzten Start einer Falcon 1 durchgeführt – erfolgreich. Aber da sie schon im nächsten Jahr durch die Falcon 1e abgelöst werden soll wird sie trotzdem in Erinnerung bleiben als eine der Raketen mit der schlechtesten Zuverlässigkeit (und dies obwohl ihr Prospekt doch so die Zuverlässigkeit eher ausstreicht). (mehr …)

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Da war es wieder einer weniger

Am Donnerstag ging es durch die Nachrichten: Sealaunch ist bankrott, kann aber seine Geschäfte unter dem Gläubigerschutz (Chapter 11) weiter führen. Ursache war aber diesmal nicht die Wirtschaftskrise, sondern ein Fehlstart im Januar 2007, der nicht nur die Rakete für Monate an den Boden fesselte, sondern auch dazu führte, dass viele Kunden zu Arianespace und ILS wechselten.

Das hat mich etwas verwundert, weil ich Sealaunch für den stärkeren Konkurrenten von Arianespace ansah. Aus mehreren Gründen: Die Startplattform erlaubt Starts mit einer Bahnneigung von 0 Grad – anders als bei der Proton – durch den Start von Baikonur aus beträgt die Inklination 52 Grad. Entweder kostet es Nutzlast die Inklination abzubauen oder man lebt damit und der Kunde benötigt mehr Treibstoff um die geostationäre Bahn zu erreichen. Weiterhin ist die Zenit moderner und transportiert bei 480 t Startmasse dieselbe Nutzlast wie die Proton mit rund 700 t. Zuletzt hatte Sealaunch vor dem Fehlstart mehr Starts aufzuweisen, war also geschäftlich erfolgreicher. (mehr …)

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SpaceX und die Qualitätssicherung

Wie wohl die meisten schon wissen ist SpaceX meine Lieblingsfirma – Keine andere Firma macht es einem so schwer an Informationen über ihre Raketen und kommen und ändert die Angaben so oft. Das ist wie ich meine typisch für eine Firma die nicht mal das Thema Öffentlichkeitsarbeit gebacken bekommt. Nicht das gute Informationspolitik selbstverständlich ist: Es ist durchaus normal dass es kaum Infos technischer Art gibt. Nur wenn es welche gibt, dann sind die eben auch fundiert und haben Bestand.

Nachdem die Firma nun korrigiert hat, das der Erststart der Falcon 9 im 4 Quartal 2008 erfolgen sollte (also nur 4 Monate nachdem dieses abgelaufen ist). Hat man nun nach einigen Jahren kurz vor dem Start entdeckt, dass es ein Problem zwischen Rakhsat und der Falcon 1 gibt. Rakhsat steht in den Auftragsbüchern von SpaceX seit mindestens 2 Jahren und war kurzzeitig auch für den vierten Flug vorgesehen, konnte so schnell aber nicht startbereit gemacht werden. Nun scheint es eine Inkompabilität zwischen Rakhsat und der Falcon 1 zu geben. So werden wir noch warten müssen um zu sehen ob der vierte Flug eine Ausnahme war. (mehr …)

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Weiß Griffin was er will?

Am Montag hat NASA Administrator Griffin mal wieder eine Rede gehalten. Inzwischen schaue ich regelmäßig nach was er so sagt, weil jedesmal was neues rauskommt. Es ging diesmal um die Kommerzialisierung des Weltraums und die NASA. Diesmal ist der folgende Absatz interessant:

"I’ve been asked on many occasions for my opinion on commercial crew transportation to ISS. We’ve made an initial $500 million dollar bet on commercial cargo service capability to ISS. That is actually the more critical need, and while I certainly wish that I had more money to invest in developing COTS crew capability – and many other things – I think it unwise to raid other accounts to increase our bet on COTS crew capability.

For those who claim that NASA’s systems, the Orion crew vehicle and Ares 1 launcher, will compete with commercial providers, I will again remind everyone that, in our plan, commercial systems are "primary" for ISS logistics. Orion and Ares are the backstop if U.S. commercial providers are not successful in developing such capability. They are sized for missions beyond low-Earth orbit, and will not be as cost-effective as commercial systems built specifically for ISS transport. We should not yield to the temptation to build yet another government system solely for access to LEO. As a matter of fiscal responsibility, we should not design systems like Orion and Ares for low-Earth orbit operations, and then redesign them later for missions to the moon, the near-Earth asteroids, and Mars. And as a matter of strategic policy, the Earth-to-LEO market niche should be left to commercial providers, if they can fill it, and to government systems only if they cannot. "

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SpaceX macht sich unbeliebt

Da wir heute einen Betriebsausflug haben nur einen kurzen Blog. Morgen geht es weiter mit der Ariane 5. Wie ich beim durchsehen der Portale über Raumfahrt sah, hat SpaceX am Sonntag Abend ihren ersten Test der Falcon 9 Erststufe über die volle Brenndauer absolviert. Ein Kommentar darüber, dass dieser nicht angekündigt war und die Firma nur ein paar Notizen an den High-Schools machte (" Posting notices at the high school is an example of complete stupidity and gross negligence from SpaceX. Obviously, this organization is incapable of running a reliable operation.") brachte mich dazu mal bei Google News nachzusehen – und siehe da, dieser Test hat weitaus mehr Meldungen produziert als der erfolgreich Satellitenstart. Lokale Nachrichten sind dabei durchaus nicht positiv.

Die Firma hat anscheinend niemanden über den Test im voraus informiert (Kommt einem das nicht bekannt vor). Er fand mitten in der Nacht statt (22:30 Ortszeit) und viele meinten eine Bombe wäre explodiert. Auch gab es Beschwerden wegen der Befürchtung Häuser könnten durch Druckwellen beschädigt worden sein. Die Kommentare auf einer lokalen Zeitung sprechen Bände.

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