Die neueste Moon Hoaxer Theorie

Da über Moon Hoaxer immer gerne gelacht werden kann: Hier die neueste Verschwörungstheorie, frisch eingetroffen am Freitag….

Sehr geehrter Herr Leitenberger,

wir hatten 2002 kurz Kontakt, als sich Fragen zur Mondlandung stellte, weil ich Zweifel hatte. Viele angeblichen “Beweise” für einen Mondlandungsschwindel halte ich inzwischen auch für Spinnerei. Dennoch gibt es gute Argumente, die Zweifel an der Echtheit der Mondlandung weiter aufrecht zu erhalten. Vielleicht können Sie meiner Argumentation folgen, die ich Ihnen im Folgenden mit sämtlichen Quellenangaben darlegen möchte.

Mit freundlichen Grüßen

<Name und Adressse aus Datenschutzgründen hier nicht angegeben>

Weshalb Zweifel an der Mondlandung berechtigt sind –

oder: “Wer mehrfach lügt, dem glaubt man nicht (mehr)”

Um mögliche Zweifel und Zweifler an der Mondlandung zum Schweigen zu bringen, werden hauptsächlich vier Argumente ins Feld geführt. Einer der bekanntesten Verfechter dieser Argumente ist Prof. Harald Lesch [Homepage: http://www.usm.uni-muenchen.de/people/lesch/lesch.html ] (vor allem in seinem Filmbeitrag in der Sendereihe “Alpha Centauri” des Fernsehsenders “BR-Alpha”, [URL: http://www.br-online.de/alpha/centauri/archiv.shtml ] Erstsendung: 29. Februar 2002, seitdem mehrmals wiederholt, u.a. am 4. Juli 2006)

  1. Argument: (Zitat Prof. Lesch): “Hinter der Vorstellung, dass eine solche Aktion wie die Mondlandung eine groß angelegte Verschwörung sei, steht ein Weltbild, das nur mit allertiefstem Misstrauen, um nicht zu sagen: mit allertiefstem Misanthropismus [Menschenhass] verbunden ist. Man traut den Menschen Dinge zu, die man offensichtlich sich selbst zutraut – man würde in diesem Moment genau so was getan haben.” Prof. Lesch appelliert dagegen an uns Zuschauer, der NASA und deren Experten zu vertrauen, weil uns aufgrund der Komplexität der wissenschaftlichen Zusammenhänge gar nichts anderes übrig bleibe.
  2. Argument (Zitat Prof. Lesch): “Haben da vierhunderttausend Menschen an einer Verschwörung teilgenommen oder nicht? Vierhunderttausend Menschen sind dazu veranlasst worden, sich gemeinschaftlich an einer riesengroßen Verschwörung zu beteiligen. Kann das wirklich wahr sein?” Dieses Argument besteht eigentlich aus zwei Einzelaussagen: a) Man geht von der Annahme aus, dass tatsächlich alle vierhunderttausend Menschen, die irgendwie am Apollo-Projekt beteiligt waren, mehr oder wenig stark in die Verschwörung eingeweiht waren, selbst wenn sie nur in irgendeinem Zuliefererbetrieb irgendeine Schraube hergestellt haben, die in die Saturn-Rakete eingebaut wurde. b) Je mehr Personen an einer Verschwörung beteiligt sind, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass eine der beteiligten Personen sich verplappert und zum Verräter wird. Irgendjemand würde den “Whistle Blower” [Erklärung: http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower ] spielen und das streng gehütete Geheimnis an die Medien verkaufen. Da aber bisher niemand der angeblichen 400.000 Verschwörer das Geheimnis verraten hat, sei damit erwiesen, dass es da gar kein Geheimnis gibt, und die Mondlandung tatsächlich stattgefunden hat. Wer die Mondlandung anzweifeln will, muss also begründet erklären können, wie eine solche gigantische Verschwörung funktioniert.

  3. Argument (Zitat Prof. Lesch): “Was für ein Interesse hat es tatsächlich gegeben daran, aus der Mondlandung eine Verschwörung, eine Fälschung zu machen?” Leschs Frage ist voll berechtigt. Es ist tatsächlich schwer vorstellbar, dass die Amerikaner mit den Saturn V Raketen nur Attrappen in den Orbit geschickt haben. Dazu waren die Raketen zu kostspielig. Was aber könnten die Amerikaner in den Weltraum geschickt haben, wenn nicht Mondlandefahrzeuge? Wer die Mondlandung anzweifelt, muss also begründet erklären können, wozu die Raketenstarts tatsächlich verwendet wurden.

  4. Argument (Zitat Prof. Lesch): “Der KGB soll auch an der Verschwörung beteiligt gewesen sein. – Also entweder, die Russen waren auch an der Verschwörung beteiligt, dann müssen sie [USA und UDSSR] sich allerdings interessant verstanden haben. Denn damals, als das [die Mondlandung] passierte, gab es ja noch diese Auseinandersetzung zwischen den Systemen: West gegen Osten. Aber offenbar ist an dieser Verschwörung der halbe Planet beteiligt gewesen.” Der Kern dieses Arguments lautet etwa wie folgt: Falls die Amerikaner die Mondlandung tatsächlich gefälscht hätten, dann hätten die Russen sofort die Gelegenheit ergriffen, ihren ideologischen Todfeind, die USA, vor der Weltöffentlichkeit als Lügner zu entlarven. Denn die Russen besaßen sicher die technischen Möglichkeiten, die Aktivitäten der Amerikaner im Weltraum genau zu verfolgen. Dass die Russen diese einmalige Gelegenheit nicht genutzt haben, die US-Regierung vor der Weltöffentlichkeit als Lügner an den Pranger zu stellen, kann also nur bedeuten, dass die Mondlandungen tatsächlich stattgefunden haben. Wer die Mondlandung anzweifelt, muss also begründet erklären können, warum die UDSSR trotz ihrer Todfeindschaft zu den USA gute Miene zum bösen Spiel einer vorgetäuschten Mondlandung gemacht haben.

Soweit die vier zentralen Argumente von Prof. Lesch, mit denen er die Zweifel an der Mondlandung als unsinnig hinstellen will.

Alle vier Argumente lassen sich durch sachlich begründete Gegenargumente entkräften. Anmerkung: Die Gegenargumentation basiert überwiegend auf Quellenforschungen US-amerikanischer Historiker, denen es in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts gelang, mit Hilfe des “Freedom of Information Act” die Herausgabe bisher geheim gehaltener Papiere der US-Administration (von NASA, Pentagon, etc.) zu erwirken [vgl.: http://en.wikipedia.org/wiki/Freedom_of_Information_Act_(United_States) [Dort die Anmerkung: „Between 1995 and 1999, President Clinton issued executive directives (and amendments to the directives) that allowed the release of previously classified national security documents more than 25 years old and of historical interest, as part of the FOIA.This release of information allowed many previously publicly unknown details about the „Cold War“ and other historical events to be discussed openly.“]

  1. Gegenargument: Warum Misstrauen berechtigt ist

Ein gesundes Misstrauen gegenüber der US-Administration ist vollauf berechtigt. US-Regierungsstellen haben die Öffentlichkeit nachgewiesenermaßen mehrfach belogen (Beispiele: Watergate-Affäre [siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Watergate-Aff%C3%A4re ], oder die angeblichen Beweise für die Massenvernichtungswaffen im Irak) [siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Begr%C3%BCndung_f%C3%BCr_den_Irakkrieg ]. In den Jahren vor dem Apollo-Programm hat es ein angeblich rein wissenschaftliches US-Raumfahrtprogramm unter dem Namen “Discoverer” gegeben. [vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Discoverer ] Nun belegen freigegebene Dokumente der US-Administration, dass der angeblich zivile Charakter des “Discoverer”-Programms nur eine “Cover Story” war, eine Tarngeschichte, mit der die Öffentlichkeit über den eigentlichen, militärischen Zweck des Raumfahrtprogramms getäuscht wurde. Militär-intern trug das Raumfahrtprogramm den Code-Namen “CORONA” [vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Keyhole oder auch: http://msl.jpl.nasa.gov/Programs/corona.html ]

Das Geheim-Projekt “CORONA” war am 10. März 1958, nach dem Sputnik-Schock, von Richard Bissell (CIA) [vgl.: http://en.wikipedia.org/wiki/Richard_M._Bissell%2C_Jr. ] ins Leben gerufen worden (vgl. “The Corona Project”, S. 44), nachdem das militärische Spionagesatellitenprogramm “WS-117L” (WS = Weapon System) der US-Airforce [vgl.: http://www.fas.org/spp/military/program/smc_hist/SMCHOV10.HTM ] im Februar 1958 laut offizieller Verlautbarung gestoppt worden war (“cancellation”, vgl. “The Corona Project”, S. 45). Bissell entschied sich für eine Tarngeschichte (“cover story”, S. 45), nämlich dass es sich um einen rein wissenschaftlichen Satelliten mit Namen “Discoverer” zur Durchführung von biomedizinischen und technologischen Experimenten handele. Um dem Ganzen einen gewissen Wahrheitsgehalt zu verpassen, sollten bei einigen wenigen Starts tatsächlich Mäuse und Affen in den Weltraum befördert werden (vgl. “The Corona Project”, S. 47).

Das zivile “Discover”-Projekt diente also lediglich als “Cover Story” für das militärische “Corona”-Programm. In ähnlicher Weise könnte auch das Mondlandeprogramm als “Cover Story” für militärische Weltraummissionen gedient haben. Denn wer einmal lügt (beim “Discoverer-Projekt”), dem darf man beim nächsten angeblich rein zivilen Projekt (den “Apollo-Missionen”) ein gewisses Misstrauen entgegenbringen.

(Hierzu auch: “The DISCOVERER Satellite program was one element of the WS117L satellite program, which was established in 1957. the DISCOVERER program early role was to serve as a cover for the CORONA program.” aus: US Military Use of Space 1945 – 1991, p. 158-159)

  1. Gegenargument: Verschwörungen im Militärbereich funktionieren fast immer

Die Geschichte des CORONA-Projekts, an dem tausende Mitarbeiter beteiligt waren, zeigt, dass Verschwörungen im organisatorischen Rahmen des militärisch-industriellen Komplexes [vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4risch-industrieller_Komplex ]

(leider) sehr gut funktionieren.

Der Projektleiter für das CORONA-Projekt war James Plummer, Ingenieur bei Lockheed, [vgl. http://www.sciencemag.org/cgi/content/summary/307/5714/1407e ] der vorher bereits für das Projekt WS-117L zuständig gewesen war (vgl. “The Corona Project”, S. 45). Die Geheimhaltung sah vor, dass Plummer nur mit seinen beiden unmittelbaren Vorgesetzten über die wahren Projektziele reden durfte. Das führte einmal sogar zu der absurden Situation, dass Ingenieure von Lockheed zu Plummer kamen und ihm Vorschläge für den Bau eines Spionagesatelliten machten. Er musste dann darauf antworten, dass das zwar eine gute Idee sei, Lockheed aber keine Zeit für solche Projekte habe, während er doch tatsächlich gerade fieberhaft an genau so einem Projekt arbeitete. (vgl. “The Corona Project”, S. 51).

Die meisten derjenigen, die an dem Projekt mitarbeiteten, wussten nicht, woran sie eigentlich mitwirkten. Sie sahen jeweils nur den kleinen Ausschnitt, an dem sie selber mit arbeiteten, der Rest des Projekts blieb ihnen verborgen (“the rest was a blank”) (vgl. “The Corona Project”, S. XII)

Die wenigen Ingenieure bei Lockheed, denen bekannt war, dass die Nutzlast der Satelliten nicht Versuchstiere waren, sondern Spionagekameras, sprachen untereinander und mit Kollegen nie von einer “Kamera”, sondern immer nur von der Nutzlast (“the payload”) oder der Einheit (“the unit”) (vgl. “The Corona Project”, S. 157).

Frank Buzard, [vgl. http://www.nro.gov/PressReleases/prs_rel40.html ] damals Manager des CORONA-Programms:

“Ich war für die Information über das DISCOVERER-Programm zuständig. Ich sollte den Leuten [d.h. der Öffentlichkeit] erzählen, wie der Satellit arbeiten würde. Dass wir vorhätten, Mäuse und Affen zu befördern, und all diesen Unsinn.” – “Es gab niemals auch nur ein Stück Papier in unserem Büro, auf dem das Wort ‘CORONA’ stand. Und niemals, in keinem der Gespräche in unserem Büro, fiel jemals das Wort ‘CORONA’. Wir waren das DISCOVERER-Programm, und das waren wir für den Rest der Welt, die Presse und die anderen von der Airforce. Nun, es gab durchaus Leute, die wussten, dass wir eigentlich keine reguläre Truppe waren. Aber, na ja, das waren nur ganz Vereinzelte. Wie ich bereits sagte, gab es hunderte von Leuten, die an dem Programm arbeiteten, ohne einen blassen Schimmer davon zu haben, dass eine Kamera an Bord war.” (vgl. Film “spies above”)

Aufgrund der Satellitenaufnahmen von “Corona” änderten die USA im Jahr 1962 ihre atomaren Angriffsziele. Bis dahin waren die sowjetischen Militärbasen und Raketensilos nicht genau zu lokalisieren gewesen. Deshalb waren vor allem die sowjetischen Städte und Industriegebiete atomare Angriffsziele gewesen. Nunmehr, 1962, änderte der damalige US-Verteidigungsminister McNamara die US-Angriffsstrategie. Denn nun, dank “CORONA”, konnten die militärischen Ziele in der Sowjetunion genau lokalisiert werden. Diese Strategie wurde als “city avoidance” bekannt (vgl. “The Corona Project”, S. 139).

Das Corona-Projekt blieb jahrzehntelang geheim und wurde nur bekannt, weil US-Historiker den “Freedom of Information Act” siehe oben). Man darf gespannt sein, ob dies auch beim Apollo-Projekt in ähnlicher Form gelingen wird.

  1. Gegenargument: Was die Saturn V Raketen statt der Mondlandefähren in den Orbit transportierten

Wenn die Saturn V Raketen keine Mondlandefähren in den Weltraum transportierten, dann stattdessen am ehesten Raumstationen. Ende der 60er Jahre sahen die USA die Notwendigkeit, bemannte Raumstationen mit Beobachtungsteleskopen in den Orbit schießen, um die UDSSR besser ausspionieren zu können. Für die bemannten Raumstationen und großen Teleskope brauchte man riesige Raketen von der Größenordnung der SATURN V. Allerdings konnte man die Starts so großer Raketen vor der Öffentlichkeit nicht geheim halten. Daher lag es nahe, als Tarnung wieder (ähnlich wie bereits Jahre vorher beim “Discoverer”-Projekt) ein allgemein anerkanntes ziviles Raumfahrtprojekt zu benutzen: diesmal die Mondlandung.

Doch warum reichten die CORONA-Satelliten für die Zwecke der Weltraumspionage bald nicht mehr aus, sondern mussten Ende der 60er Jahre durch bemannte Raumstationen ersetzt werden?

Trotz der anfänglichen Erfolge der Spionagesatelliten vom Typ “Corona” zeigten sich schon bald die Grenzen dieser Technologie. Das Weitwinkelbild des “Corona”-Satelliten bei circa zwei Meter Auflösung war sehr gut geeignet, um große Objekte in weitem Gelände auszumachen. Aber bei immer kleiner und raffinierter werdenden Waffen brauchte die CIA für die Fotosatelliten so etwas wie eine Zoom-Linse, um kleine Objekte und Einzelheiten auszumachen. (vgl. Film “spies above”).

Dr. Albert Wheelon (ehemaliger stellv. CIA-Direktor [vgl.: http://online.kitp.ucsb.edu/online/colloq/wheelon1/ ]:

“Ich sagte: Verbringt einige Zeit bei den Fotoauswertern und findet auf analytische und präzise Weise heraus, welche Auflösung wir wirklich brauchen, um das Aufspüren der Ziele so zuverlässig wie möglich zu machen. Der Bericht, den sie dann lieferten, bestätigte die Vermutung, dass wir die vorgegebenen Beschränkungen bei der Konstruktion der CORONA-Raumflugkamera inzwischen erreicht hatten” (vgl. Film “spies above”)

Außerdem lag die Lebensdauer der CORONA-Satelliten nur bei ca. 2 Wochen. Das US-Militär verlangte aber eine Lebensdauer von mehreren Monaten. (vgl. “The Corona Project”, S. 248).

Spätestens der Sechstagekrieg 1967 [vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Sechstagekrieg ] und die Invasion in der damaligen Tschechoslowakei 1968 [vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Prager_Fr%C3%BChling ] zeigten eine weitere Grenze des Konzepts von “CORONA”. Die von den Spionagesatelliten nach mehreren Tagen ausgeworfenen Rückkehrkapseln [vgl.: http://en..wikipedia.org/wiki/Image:Keyhole_capsule_recovery.jpg ] (Anm.: die von der uninformierten US-Landbevölkerung vermutlich nicht selten mit UFOs verwechselt wurden), die die belichteten Filmrollen enthielten, konnten oft erst ausgewertet werden, wenn die politische Krise schon vorbei und ein rechtzeitiges diplomatisches oder militärisches Eingreifen nicht mehr möglich war. Dies zeigte den dringenden Bedarf nach einem “real-time satellite”. (vgl. “The Corona Project”, S. 236)

J. M. Huffstutler (ehemaliger Analyst der CIA) : “Es war einfach ein unglückliches Timing, dass die Invasion [Anm.: in der damaligen CSSR] stattfand, bevor das CORONA-Material zurückgekehrt und entwickelt war.” (Quelle: Film “Spies above”)

Das störte auch General Maxwell Taylor, damaliger Chef des Vereinigten Generalstabs der US-Teilstreitkräfte (vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Maxwell_D._Taylor ) :

“The inevitable lag between acquisition of an image and its return to earth and transformation into intelligence was undoubtedly apparent to Taylor.” [vgl.: http://www.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB54/st29.pdf ]

Es bestand also Ende der 60ger Jahre ein Bedarf an einem Satellitensystem, das:

a) nicht nur ein paar Tage, sondern mehrere Monate lang in einer relativ niedrigen Umlaufbahn operieren konnte, also bei Bedarf durch Zündung des Raketentriebwerks wieder in eine stabilere Umlaufbahn gebracht werden konnte,

b) Bilder mit hoher Auflösung liefern konnte, also relativ große Teleskope tragen konnte,

c) das Teleskop jederzeit bei Bedarf auf das jeweils gewünschte (Aufklärungs-)Ziel am Boden neu ausrichten konnte,

d) in Echtzeit (verschlüsselte Funk-)Rückmeldungen über relevante Veränderungen am Boden liefern konnte,

e) in Echtzeit Rückkehrkapseln ausstoßen konnte, um Bildbelege zu liefern, die man nur am Boden vernünftig auswerten konnte.

Und weil in den 60er Jahren, die Computer- und elektronischen Bildübertragungstechnologie noch in den Kinderschuhen steckte, konnte damals nur ein System sämtliche dieser Anforderungen erfüllen: eine mit Astronauten bemannte Raumstation.

In den USA hatte bereits im November 1960 die “Aeronautical Systems Division of the Air Force Systems Command” unter dem Namen “SR-178″ eine Studie für ein globales Überwachungssystem (“Global Surveillance System”) erstellt. Die Studie entwarf das Konzept eines bemannten, rückholbaren Spionagesatellitensystems. Dieses sollte aus einem voll rückholbaren Raumfahrzeug in niedriger Umlaufbahn bestehen, mit einer Besatzung von 3 bis 6 Astronauten. Bis zu 4 Raumstationen sollten sich gleichzeitig im Orbit befinden, jede ausgerüstet mit einer hoch auflösenden Kamera (3′ Auflösung), einer Infrarot-Kamera mit 25′ Auflösung und einer Antenne für verschlüsselte Kommunikation. Man plante die ersten dieser Operationen für die Jahre 1968 – 1970. (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 83)

Man versprach sich von einem bemannten Aufklärungssatelliten erhebliche Vorteile gegenüber unbemannten Satelliten, besonders was die Zielauswahl betraf. Astronauten, ausgestattet mit möglichst leistungsstarken Ferngläsern wären somit leicht in der Lage, interessante Objekte auszuwählen und diese sofort zu fotografieren. Darüber hinaus könnte die Besatzung Fotos gezielt zwischen Wolkenlücken hindurch schießen, und sie könnte den Satelliten reparieren und instand halten. (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 83)

Im Juni 1962 wollte die Air Force das GEMINI Raumfahrzeug des zivilen NASA-Programms übernehmen und als militärisches Raumfahrzeug verwenden. Das Projekt erhielt den Namen MODS (Manned Orbital Development System). MODS sollte eine Raumstation mit einer Besatzung von mindestens 4 Astronauten werden, mit einer Rückkehrkapsel entweder vom Typ GEMINI oder APOLLO und einem Service-Modul. Dieses Konzept wurde im Januar 1963 von Verteidigungsminister McNamara gestoppt. Denn dieser war so beeindruckt von einer Präsentation der NASA, dass er vorschlug, die Projekte von NASA und Air Force zu verbinden und beim Verteidigungsministerium anzusiedeln. Allerdings waren weder NASA noch Air Force von dieser Idee begeistert, so dass diese Idee (zumindest offiziell) fallen gelassen wurde. (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 84)

1964 wurde das Projekt MOL mit dem KEYHOLE-Programm gekoppelt, eine Version des MOL bekam eine Kamera mit der Kennzeichnung KH-10, und erhielt den Codenamen DORIAN. (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 85)

Im Januar 1965 forderte das Weiße Haus von der Air Force und der NASA Studien an und entwickelte auf deren Basis drei Szenarien:

  • Beibehalten des MOL,
  • Kombinieren des MOL mit dem “Extended Apollo System”, Apllo X,

  • Stoppen des MOL.

  • (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 85)

    Auf einer Besprechung am 9. Juli 1965 stellte Vizepräsident Hubert Humphrey fest, dass der Wert einer Überwachung atomarer Waffen vom Weltraum aus jede negative Auswirkung einer bemannten militärischen Weltraum-Präsenz aufwiegen würde. (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 85)

    Das MOL sollte im Orbit in einer Höhe von 150 bis 160 Meilen platziert werden, mit einer Inklination zwischen 85 und 92 Grad. Eine Erdumrundung würde ca. 90 Minuten dauern. Die Planung von August 1965 sah eine Länge von 54 Fuß vor, von dem das Laboratorium selbst ca. 41 Fuß beanspruchen würde. Das Gesamtgewicht würde 25.000 amerikan. Pfund betragen, inklusive der 6000 Pfund der Gemini-B-Kapsel und der 5000 Pfund Nutzlast für das Aufklärungs-Equipment. Am Heck des Laboratoriums sollten sich die Aufenthaltsräume für die Astronauten befinden, und direkt vor den Austronautenquartieren sollte sich das Teleskop befinden. Die Gemini-Kapseln sollten die Astronauten wieder herunterbringen bzw. nach oben transportieren. (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 85-86)

    Der erste unbemannte Start des MOL war für den 15. April 1969 vorgesehen, der erste bemannte Flug des MOL für den 15. Dezember 1969. Das Gewicht des MOL war inzwischen auf 30.000 Pfund angewachsen. Das geplante Laboratorium war 10 Fuß (“wide”) im Durchmesser, 41 Fuß lang und in zwei Bereiche aufgeteilt. (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 90).

    Die MOL Kamera sollte eine Linse haben mit einem Durchmesser von 6 Fuß mit einer theoretischen Auflösung von 4 Inches und einer tatsächlichen Auflösung wegen der atmosphärischen Störungen von 9 Inches. Das Hauptziel des MOL war die strategische Aufklärung, daneben wollte man aber auch die militärische Einsatzfähigkeit des Menschen im Weltraum testen (“test man’s military usefulness in space”). (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 91)

    Zum Vergleich: Das zivile wissenschaftliche Raumfahrtlabor Skylab befand sich in einer Höhe von 435 km und brauchte für eine Erdumrundung 93 Minuten. Skylab hatte ein Gewicht von 91 Tonnen, war 36 m hoch und hatte einen Durchmesser von 6,7 Metern. vgl.: http://www.extrasolar-planets.com/raumfahrt/skylab.php

    Der “Workshop” war durch eine Gitterebene in einen Wohn- und einen Arbeitsbereich unterteilt. Der Wohnbereich – “unter” dem sich noch Stauräume für feste und flüssige Abfälle befanden – bot hygienische Einrichtungen sowie Gelegenheiten zum Schlafen, Essen und Ausruhen für die Besatzung. Im “oberen” Arbeitsbereich befanden sich Wassertanks, Kühlschränke, Vorratsbehälter für Filme sowie verschiedene wissenschaftliche Experimente. An der Außenseite des Workshops waren zwei Solarpaneele sowie Steuerdüsen für kleinere Lagekontrollmanöver angebracht.

    An dem Andockmodul war in einem rechten Winkel das Sonnenobservatorium (Apollo Telescope Mount, ATM) von Skylab montiert, das zur Energieversorgung mit vier eigenen Solarpaneelen ausgestattet war. Die Aufnahmen des Observatoriums wurden auf Filmkassetten gebannt, die im Rahmen von Außeneinsatzen regelmäßig durch die Skylab-Besatzungen ausgetauscht wurden.

    vgl.: http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/raumstationen/skylab.shtml

    Vielleicht entspricht das Skylab also in seinen Ausmaßen und seinen Konstruktionsmerkmalen in etwa der militärischen Raumstation, die mit den Saturn V Raketen in den Erd-Orbit geschickt worden sein könnte.

    [Abbildung von Apollo X: http://www.astronautix.com/craft/apollox.htm ]

    [Abbildungen des MORL: http://www.astronautix.com/craft/morl.htm

    [Abbildung von Skylab: http://de.wikipedia.org/wiki/Skylab ]

    [Abbildung der russ. Raumstation Almaz: http://de.wikipedia.org/wiki/Almaz ]

    Für das US-Militär war vor allem der Aspekt bemannter Raumstationen wichtig: Mit unbemannten Satelliten würde die Auswahl und das hoch auflösende Fotografieren eines neuen Ziels Wochen oder sogar Monate brauchen, aber ein Mensch könnte ohne Verzögerung ein Ziel auswählen und fotografieren. Es würden nur Gebiete, die wirklich interessant sind, fotografiert werden und nicht wahllos riesige uninteressante Gebiete. Schließlich würden die Astronauten auch als Aushilfs-Fotoauswerter dienen können und könnten einige der Ziele der MOL-Kamera mit auswählen. (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 91)

    Die Navy erhoffte sich eine Verbesserung der Ozean-Überwachung. Die MOL-Besatzung könnte Schiffe auf dem Ozean entdecken, lokalisieren, identifizieren, nach Schiffstyp klassifizieren, und ihren Kurs verfolgen. Sie könnten weiterhin Kriegsschiffe von Handelsschiffen unterscheiden und Schiffe der Alliierten von denen des Sowjetblocks. Deshalb war es der Navy wichtig, dass auch Astronauten aus der Navy im MOL-Team dabei waren (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 91). [z..B. Astronaut Richard Truly!]

    “Richard Truly, who has been selected as an astronaut for MOL in 1965, was selected in 1969 as a NASA Astronaut after the MOL project has cancelled. He served as an astronaut for the next 14 years. In 1986, he returned to NASA as an administrator and became director of the space shuttle program.” (US Military in Space, S. 184-185).

    Die Mission einer Crew des MOL sollte etwa 30 Tage dauern. Nach Ende der Mission würde die Crew vom MOL in die Raumkapsel wechseln und genauso wassern, als würde es sich um eine NASA-Mission handeln. (“The retro-fire and splashdown would be the same as if it were a NASA mission.”) (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 92)

    Das vom Kongress bewilligte Budget für das MOL stieg von Jahr zu Jahr bis 1968. Aber in diesem Jahr machte sich die Eskalation des Vietnamkriegs bemerkbar. Das MOL war das größte nicht kriegswichtige Projekt im Budget des Forschungs- und Entwicklungsbereichs der Air Force. Daher bot es ein einladendes Ziel für Budgetkürzungen. Der Kongress zeigte keine große Begeisterung für das Projekt und beschloss eine Kürzung des Verteidigungsetats um 6 Milliarden Dollar. Das MOL war von einer Kürzung um die 85 Millionen Dollar betroffen, was den Zeitplan für die geplanten Starts weiter hinauszögerte. (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 101)

    Am 10. Juni 1969, kurz vor der für Juli angesetzten sog. “Mondlandemission” von Apollo 11 verkündete die Nixon-Administration den Abbruch des MOL-Programms. ((vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 102). Zahlreiche Astronauten wechselten vom MOL-Programm zur NASA (u.a. Richard Truly).

    Es ist schwer vorstellbar, dass das US-Militär auf ein so wichtiges strategisches Projekt wie dem MOL verzichtet hätte zugunsten eines zivilen Programms wie der Mondlandung. Wahrscheinlicher ist, dass das MOL-Projekt offiziell abgebrochen wurde, um es unter dem Deckmantel des Mondlandeprojektes weiter zu führen – ganz ähnlich, wie das bereits 1958 beim offiziellen Stop des Militärprojekts WS-117L gelaufen war, das dann insgeheim unter dem Code-Namen “Corona” weitgeführt wurde, mit dem zivilen Raumfahrtprogramm “Discoverer” als Tarnung. Man darf also durchaus zweifeln an der offiziellen Version, dass das militärische MOL-Projekt tatsächlich zugunsten des zivilen NASA-Projekts eingestellt wurde.

    Mitte der siebziger Jahre waren sowohl die Computertechnik als auch die Übertragungstechnik von Bildern per Satellitenfunk soweit fortgeschritten, dass die USA dazu übergingen, wieder verstärkt unbemannte Spionagesatelliten einzusetzen.

    The KH-10 system was developed for the Manned Orbital Laboratory, which was cancelled while still in the development stages. Finally, the KH-11 electro-optical system was developed for the KENNAN / CHRYSTAL program.” (US Military in Space, S. 162).

    1. Gegenargument: Welches Motiv die Russen hatten und haben, zu schweigen

    Dass die Russen schwiegen, obwohl sie mit Sicherheit sehr wohl in der Lage gewesen wären, die Weltraumflüge der Apollo-Besatzungen genau zu verfolgen, kann nicht als Beweis dafür gelten, dass die Astronauten tatsächlich auf dem Mond waren. Denn die Russen waren selber in das Lügengespinst des “Wettlaufs zum Mond” eingesponnen. Beide Supermächte hatten ein gemeinsames Interesse, sowohl ihre jeweils eigene Bevölkerung als auch die gesamte Weltöffentlichkeit über ihre wahren Absichten und Aktivitäten im Weltraum zu täuschen. Beide Supermächte gaben vor, den Weltraum zu rein friedlichen Zwecken zu nutzen. Beide schickten aber in Wirklichkeit militärische Raumstationen ins Weltall, um sich gegenseitig aus dem Orbit auszuspionieren und Weltraumwaffen im Orbit zu stationieren und zu erproben. Der angebliche “Run” auf den Mond bot beiden Supermächten die Gelegenheit, die Weltöffentlichkeit mit Hilfe dieser “Cover Story” über ihre hauptsächlich militärischen Ambitionen im Weltraum hinwegzutäuschen. Die beiden Supermächte wurden so – trotz ihrer tödlichen Feindschaft zueinander – zu Komplizen im gemeinsamen Betrug der Weltöffentlichkeit..

    Bereits 1962 hatten die USA Atomwaffen im Weltraum erprobt [vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Kernwaffenexplosion ]

    1967 hatten USA und UDSSR ein Abkommen über die friedliche Nutzung des Weltraums abgeschlossen [vgl. http://www.unoosa.org/oosa/SpaceLaw/outerspt.html bzw. : http://www.armscontrol.de/dokumente/Vertraege/Beschreibungen/space.htm ]. Trotz dieses Abkommens sahen beide Supermächte die Notwendigkeit für eine weitere Aufrüstung im Weltraum und machten enorme Anstrengungen in diese Richtung..

    So arbeiteten die Russen seit Mitte der 60ger Jahre an bemannten militärischen Raumstationen im Weltall, z.B. der Station Almaz (vgl. Film “Kalter Krieg im All”).

    Peter Gorin (Historiker, sowjetische Raumfahrt): “In den sechziger Jahren gab es das “Sesta”-Programm. Der Aufklärungssatellit sollte mit zwei Kosmonauten bemannt werden. In der Sowjetunion war man davon überzeugt, dass die Amerikaner an ähnlichen Systemen arbeiteten, die “Sesta” hätten angreifen können. Deshalb wurde zur Verteidigung eine Schnellfeuerkanone eingebaut und tatsächlich getestet.” (vgl. Film “Kalter Krieg im All”)

    Sergej Chruschtschow (Raketentechniker, Sohn von Nikita Chruschtschow): “Die Kanone wurde bei uns sehr kontrovers diskutiert. Angeblich mussten wir ja im Kriegsfall unsere Station verteidigen. Sie bestand aus einem elf Meter langen Teleskop, so leistungsstark, dass man damit Panzer auf der Straße zählen konnte. Um die Station zu verteidigen, wurden Kanonen gebraucht, oder sogar Weltraumraketen.” (vgl. Film “Kalter Krieg im All”)

    Diese militärischen Zwecke der Raumstationen und Raketenstarts mussten vor der Weltöffentlichkeit verborgen bleiben, wollten die UDSSR und die USA nicht ihr internationales Ansehen verlieren. Es lag also für beide Seiten nahe, das Mondlandeprojekt als gemeinsamen Vorwand zu benutzen, um die Raketenstarts und enormen finanziellen Aufwendungen für die bemannte Raumfahrt, die aber insgeheim fast ausschließlich militärischen Zwecken diente, vor der eigenen wie vor der gesamten Weltöffentlichkeit zu rechtfertigen.

    Doch wenn beide Supermächte sich erst einmal auf das betrügerische Propaganda-Spiel eingelassen hatten, so musste jede der beiden Supermächte auch weiterhin gute Miene zum jeweils bösen Propaganda-Spiel der anderen machen, weil sie sonst auch ihr eigenes Gesicht vor der Weltöffentlichkeit verloren hätte. Hätte die UDSSR die USA als Lügner entlarvt, so hätten auch die USA genug Beweismittel zur Hand gehabt, um die UDSSR ebenfalls vor der Weltöffentlichkeit als Lügner zu entlarven. Denn die UDSSR hatte die Öffentlichkeit über den wahren militärischen Charakter vieler ihrer angeblich zivilen Raumfahrmissionen betrogen. Beide Supermächte waren also zum Weiter-Mitspielen in diesem Spiel der Lügen verdammt, wollte sie nicht im Falle der Entlarvung der Lügen des Gegner ebenfalls als Lügner dastehen. Also schwiegen beide, bis heute.

    Letztlich entschied dann wohl das bessere Marketing über den Gewinner des vorgeblichen Wettlaufs zum Mond. Und beim Marketing waren und sind die Amerikaner einfach die Besten. Daher blieb den Russen, als ihre “Mondrakete” N1 mehrmals explodierte [vgl..: http://de.wikipedia.org/wiki/N1_(Rakete) ], nichts anderes übrig, als den Amerikanern zu deren Erfolgen “auf dem Mond” zu gratulieren.

    Schlußbemerkung:

    All diese Ausführungen beweisen natürlich nicht, dass die Amerikaner nicht auf dem Mond waren. Vielleicht waren ja tatsächlich Amerikaner auf dem Mond, auch wenn die von der NASA präsentierten Filme, Fotos, Interviews, und sonstigen angeblichen Beweise (Mondgestein) sehr umstritten sind. Und wie die oben aufgeführten Belege dokumentieren, sind gewisse Zweifel an den Aussagen von NASA und US-Administration durchaus angebracht.

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    Bibliographie:

    “Spies above”, Dokumentarfilm vgl.: http://www.imdb.com/title/tt0289471/

    Auszüge aus diesem Film bei YOUTUBE: http://www.youtube.com/watch?v=2pzG-mvBd74

    “Kalter Krieg im All”, Dokumentarfilm, vgl..: http://www..heise.de/tp/r4/artikel/20/20190/1.html

    “America’s Secret Eyes in Space”, vgl.: http://www.worldcat.org/isbn/0887302858

    “The Corona Project”, vgl. http://www.worldcat.org/oclc/36597806

    “US Military Uses of Space 1945 – 1991, guide and index “, vgl.: http://www.worldcat.org/oclc/256631419

    ————

    Anhang:

    ————-

    Mitte der 60ger Jahre wollte der CIA-Mann Wheelon ein Kamerasystem im Weltall haben, das Fotos von einem viel größeren Areal als die KH-4B Kamera, aber mit der gleichen 18-Inch-Auflösung der KH-7 Kamera liefern sollte. (vgl. “America’s Secret Eyes in Space”, S. 105). Die Entwicklung des Systems begann 1965 und erhielt bei Lockheed die Kennzeichnung “Program 612″. 1968 erhielt das Programm die Nummer 467 und den BYEMAN-Kodenamen HEXAGON.

    1969 drohte dem HEXAGON-Progamm (KH-9) das gleiche Schicksal wie dem MOL-Programm: es sollte abgebrochen werden. Doch am 15. Juni 1971 startete der erste KH-9-Satellit, ein 30.000 Pfund schweren Zylinder, 40 Fuß lang und 10 Fuß im Durchmesser. Die KH-9 bot eine Auflösung von 2 Fuß und konnte ein Areal mit einer Breite von 360 Meilen auf einem Fotostreifen erfassen.

    Spätestens 1968 hatten sich also die Grenzen des CORONA-Satelliten gezeigt (mit den Kameras KH-1 bis KH-4.

    In den 60ger Jahren installierten die USA ein Antisatelliten-System, das mit Atomsprengköpfen ausgerüstet war. Das System wurde 1975 demontiert. (vgl. Boffey, Philip M.: “Pressures are Increasing For Arms Race in Space” New York Times, 18 October 198, pp. A1, B9, zitiert nach: Jelen, George F.: “Space System Vulnerabilities and Countermeasures” in: Durch, William, J (Ed.): “National Interests and the Military Use of Space”, Cambridge (Mass).: Ballinger, p. 95)

    “DORIAN is the BYEMAN codename assigned to the program for employing the Manned Orbital Laboratory (MOL) for photographic reconnaissance”, US Military Use of Space, S. 159)

    “Thirteen optical Systems were given KEYHOLE or KH as designations. The KH-1, KH-2, KH-3, KH-4, KH-4A and KH-4B camera systems where all employed in the CORONA program. The KH-5 was synonymous with the ARGON program. The KH-7 and KH-8 camera systems where both employed in the GAMBIT program. The KH-9 was the camera system for the HEXAGON program. The KH-10 system was developed for the Manned Orbital Laboratory, which was cancelled while still in the development stages. Finally, the KH-11 electro-optical system was developed for the KENNAN / CHRYSTAL program.” (US Military in Space, S. 162).

    “The Manned Orbital Laboratory (MOL) was announced by Defense Secretary Robert McNamara on December 10, 1963. Initially, the Air Force planned to operate the MOL as an experimental craft to determine the value of manned military space operations. The MOL would fly in a polar orbit, thus overflying all of the Soviet Union, and it would be equipped with a sophisticated camera system capable of producing photos from which significant military intelligence could be contracted. The camera system was designated the KH-10 and the MOL was given the BYEMAN codename DORIAN. The MOL would operate in a circular orbit of 150 to 160 miles with an inclination of beween 85 and 92 degrees. The spacecraft would be 54 feet long, with a 41 foot laboratory. It would weigh 25.000 pounds, with the reconnaissance payload weighing about 5.000 pounds. Its primary mirror would be 72 inches. Over the next several years MOL suffered from schedule slippage, increased costs, budget constraints imposed by the war in Vietnam, CIA opposition to manned space reconnaissance and the successful development of the HEXAGON system. As a result, the program was cancelled on June 10, 1969. (US Military in Space, S. 162).

    “General Bernard Schriever was born in Germany, grew up in Texas. He joined the Army in 1931. Between 1957 and 1959, while commander of the Air Force Ballistic Missile Division, Schriever pushed for space superiority over the Soviets even before the first Sputnik was developed. He felt it was of great importance that the Air Force have a manned space program Schriever was later given a manned space project when he became director of the Manned Orbiting Laboratory (MOL) in 1965. He retired in 1966.” (US Military in Space, S. 184)

    “Richard Truly, who has been selected as an astronaut for MOL in 1965, was selected in 1969 as a NASA Astronaut after the MOL project has cancelled. He served as an astronaut for the next 14 years. In 1986, he returned to NASA as an administrator and became director of the space shuttle program.” (US Military in Space, S. 184-185).

    “In 1944, General Thomas White became assistent chief of staff for intelligence at Air Force headquarters. In July 1957, he became Air Force chief of staff. In this position, he was a strong advocate of the military missile program. With the advent of the Kennedy Administration, White campaigned for support of an expanded Air Force role in space. He was also among the staunchest advocates for merging NASA with DOD to create a single, military-run space program. However, White later repudiated this position, at least publicly, under pressure from the Kennedy Administration, which believed that civilian and military space efforts would be best managed separately.” (US Military in Space, S. 185)

    (Doc. 00452) 1965 / 06 / 25

    “U.S. Department of Defense spokesman asserts that Military space programs support U.S. National security but do not involve orbiting ‘weapons of mass destruction’ and are consistent with United Nations Resolutions” (US Military in Space, S. 265

    (Doc. 00453) 1965 / 08 / 25

    “Lyndon B. Johnson declares the U.S. will not orbit Space weapons. (US Military in Space, S. 265

    (Doc. 00458) 1967 / 10 / 00

    Confidential Report, 44p.

    “Douglas Aircraft Company describes [Spacecraft Design: Specifications] of the Manned Orbital Laboratory in light of the objectives of the U.S. NASA for carrying out Spaceborne experiments during manned space flight. Douglas Aircraft Company concludes that it is feasible for U.S. NASA to use the Manned Orbital Laboratory developed by the U.S. Air Force for NASA’s Spaceborne experiments.” (US Military in Space, S. 266)

    (Doc. 00548) 1965 / 09 / 15

    “Lyndon B. Johnson speech states that U.S. Space programs are not viewed in terms of Military space programs versus Civilian space programs but will contribute to keeping the Peace and to U.S. National security.” (US Military in Space, S. 278)

    (Doc. 00330) 1967 / 06 / 00

    U.S. Air Force describes the impact of the Space Policy of the U.S. Department of Defense (DOD), Office of the Secretary on Air Force aspirations for Manned space flight as well as the relationship between the DOD; NASA. Interagency cooperation between the U.S. Air Force; U.S. NASA is described (US Military in Space, S. 569)

    [Leslie Dirks], Chief Design and Analysis Division, Memorandum for: Director of Special Projects, Subject: Briefing to General Maxwell Taylor on Photographic Satellite Support to Middle East Crisis, 31 August 1967, September 8, 1967, Top Secret, 2 pp.

    This briefing by Leslie Dirks, chief of design and analysis in the DS&T’s Office of Special Projects, to the chairman of the President’s Foreign Intelligence Advisory Board focused on problems with maintaining a standby capability (since at the time the U.S. did not continually have a reconnaissance satellite in space), and CORONA’s limited resolution. The inevitable lag between acquisition of an image and its return to earth and transformation into intelligence was undoubtedly apparent to Taylor.

    The need for a better means of obtaining satellite images in the case of crisis had been apparent to Dirks for many years. It would be another decade before the U.S. would have a satellite system capable of providing real-time imagery – an event that would occur during Dirks’ tenure as Deputy Director for Science and Technology.

    [Source: http://www.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB54/st29.pdf ]

    —- Ende —-

    10 thoughts on “Die neueste Moon Hoaxer Theorie

    1. paar Notizen

      Vor CORONA versuchten USA mit Ballons mit Kameras, (später mit U-2 Flugzeuge)
      die Ballons waren ein bizarres Fiasko – Der Plan: Ballon umrundete die Welt
      bis über der USA ein Uhrwerk mit Zunder die Verbindung Ballon Kamera trennt.
      Realität: der wind treib Ballon von Kurs ab und die Kameras landen in der Sowjetunion !
      Man war das KGB froh !

      CORONA war auch nicht 100% Geheim
      den in der laufe des Programm tauchen an den Landestelle, in Ozean die Sowjetische Fischereiflotte auf !
      in der Hoffnung eine Kapsel raus fischen zu können

      ein Problem der CORONA war Wolkendecken viele Fotos zeigen nur Wolken.
      einer der Grunde für MOL: ein man hinter der Kamera
      ach ja es gab auch Plane für eine NASA Version für MOL, doch da war ja noch SKYLAB

      neben der USA wollte auch England Royal Air Force bemannte Spionage Satelliten
      und das VOR dem CORONA Projekt
      leider ist das RAF Programm immer noch unter Geheimhaltung
      was bekannt ist kam über US â

    2. Nur hat CORONA und MOL nichts mit Skylab zu tun. Das eine ist ein militärisches Programm und das andere ein ziviles. wer sich in der Raumfahrt auskennt der weiss, das Air force und NASA sogar verschiedene Versionen der Trägerraketen nutzten (thor agena vs Delta, Atlas-Agena vs Atlas Centaur). Beweise bleibt dieses Traktrat schuldig. Es bringt nur Fakten über existierende Programme und postuliert ein noch viel geheimeres welches dann seltsamerweise mit dem getürkten Mondlandung verwoben ist…..

      1. Nein, aber man hat sie einfach totgeschwiegen. Du darfst ja nicht vergessen, dass man in der UdSSR nur die eigenen Medien kannte. Die Mondlandung kam zum Beispiel in der Prawda als kleine Notiz auf einer der hinteren Seiten.

        1. Bei uns haben die öffentlichen Medien viel von der Prawda gelernt.
          Totgeschweigen was nicht ins Schema paßt. Mittlerweile muss man sich leider auch bei uns
          mit ausländischen Medien ( etwa NZZ ) informieren um mehr als eine Einheitsmeinung zu bekommen.
          SpaceX schreibt Raumfahrt-Geschichte und bei uns gibt es nur „bashing“.
          Dabei wird gerne übersehen, dass die Ukraine mit Hilfe von Starlink viele russische Kriegsschiffe versenkt hat.
          Mit den teueren Wegwerf-Raketen gäbe es bis heute kein vergleichbares System.

          1. Ach ja?
            Das ist ja verklausliert ja nur eine andere forderung nach Zensur nämlich nicht negatives über SpaceX zu schreiben. Ich sehe das richtig, weil Spacex ein kommerzielles Satellitensystem einsetzt, das übrigens von der US-Regierung bezahlt wird und kein Geschenk von SpaceX ist, darf man nicht Kritik an einem anderen System von SpaceX (Starship) üben?

            Kleine korrektur mit Starlink wurde nichts versenkt. es wird als Kommunikationsnetz genutzt. Dafür braucht man feste Terminals. Mit Starlink kann man keine Drohnen steuern und keine Aufklärung betreiben.

            Und zu öffentlichen Medien: Radio Durchsage: „Auf der A8 kommt ihnen ein Falschfahrer entgegen, fahren sie bitte ganz rechts und überholen sie nicht“. Autofahrer: „Ein Falsch Fahrer? sie sind alle auf der falschen Seite!“. Wenn mehrere Medien Kritik üben dann ist das vielleicht kein Bashing sondern berechtigt und vielleicht irrt man sich und nicht die Mehrheit.

            Es wird auch nicht besser wenn man hohle Phrasen klopft „Schreibt Raumfahrtgeschichte“ und ohne Nachdenken Behauptungen aufstellt: Man kann durchaus genauso viele Raketen ohne wiederverwendung bauen um Starlink zu starten. taten ide USA auch bei Einführung der ICBM, Russland startet über Jahrzehnte etwa 80 bis 100 Sojus pro Jahr.

            Relevant ist doch was es bringt. Und sehe ich mir die Preisentwicklung bei der Falcon 9 an so ist die durch Wiederverwendung kein bisschen billiger geworden, im gegenteil, als sie noch nicht wieder verwendet werden konnte war sie günstiger als heute.

            1. „Mit Starlink kann man keine Drohnen steuern und keine Aufklärung betreiben.“
              Ich gebe zu, ich habe keinen handfesten Beweis für die Steuerung der Seedrohnen durch Starlink. Aber auf den Fotos der ukrainischen Seedrohnen sah es so aus als seien dort Starlink-Antennen montiert. Was für mich auch Sinn macht, da sich die „phased array“ Antennen automatisch ausrichten. Ich mag mich irren, aber mir ist keine andere Übertragungsform mit Video-Bandbreite bekannt, die man auf den wackeligen Seedrohnen in über 800 km Entfernung einsetzen könnte. Würde mich aber sehr interessieren wenn da jemand was konkretes weiß. Ob Iridium geeignet ist ?

    3. Es gibt eine Starlink Variante für Schiffe. Kostest deutlich mehr da Seewassergeschützt aber bei einer Einwegdrohne braucht man den Seewasserschutz wohl eher nicht.

      Auch für Flugzeuge gibt es ein Modell
      https://www.starlink.com/de/business/aviation

      Ob die speziellen Modell für Flugzeuge für die Ukraine verfügbar sind, eher nein. Nächste Problem ist das Starlink in Russland noch nicht freigegeben ist. So wie ich das verstehe hat man dort also außerhalb der Grenzregionen sowiso keinen Empfang.

      Zum Preis der Falcon 9, es kursiert im Web die Zahl von 15 Milionen Dollar pro Start die Space X an Kosten hat. Wenn die Zahl nur halbwegs passt verdienen die sich damit dumm und dämlich. Aber irgendwie müssen sie den Aufbau von Starlink und die Starship Bastelei ja bezahlen. Einen grund den Preis zu senken hat Space X dezeit auf jeden fall nicht solange es keine Billigeren Mitwebeber gibt.

    4. „Nächste Problem ist das Starlink in Russland noch nicht freigegeben ist.“
      Mir ging es um die Kriegschiffe im schwarzen Meer, die versenkt wurden. Das gehört meines Wissens nicht zu Rußland. Aber ich denke jetzt laufen wir bald in „off topic“

      „Zum Preis der Falcon 9, es kursiert im Web die Zahl von 15 Milionen Dollar pro Start die Space X an Kosten hat. Wenn die Zahl nur halbwegs passt verdienen die sich damit dumm und dämlich.“
      Sehe ich auch so. Die Frage ist: Falls die Zahlen stimmen, kommen die geringen Startkosten wegen Massproduktion oder Wiederverwendung ? Da gibt es unterschiedliche Meinungen.

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