Zurück an die Zeichenbretter!

Nun hat es auch die ESA gemerkt: Die ESC-B Stufe ist zu schwer. Ich habe das im Blog schon mal thematisiert: Die ESC-B ist wie die ESC-A viel zu schwer, sprich hat eine im Vergleich zum  zugeladenen Treibstoff zu hohe Trockenmasse. Während man das bei der ESC-A noch tolerieren konnte (sie war ja mal als Lückenbüßer gedacht, weil die ESC-B Entwicklung einige Jahre dauert. So war 1998 geplant 2001 die ESC-A einzuführen und sie dann 2006 durch die ESC-B zu ersetzen) halte ich es bei der ESC-B für nicht tolerierbar.

Die Trockenmasse muss Astrium so unangenehm sein, dass ich wirklich ziemlich lange im Webs suchen musste bis ich sie fand. Ach ja, auf Anfragen haben sie auch nicht geantwortet. Nun scheint das auch der ESA aufgefallen sein. Nun will man erst mal neu überlegen.

Hallo geht’s noch? Bei Ariane lief schon in den letzten Jahren einiges schief. Zum einen waren die bisherigen Pläne für den Ausbau recht teuer, verglichen mit dem Performancesprung, die sie gebracht haben. Da macht nun auch die ESC-B keine Ausnahme. Nach den Plänen die 2001 beschlossen wurde sollte sie mal 700 Millionen Euro kosten und in 5 Jahren fertig sein. Nun sind es schon 2 Milliarden Euro und von 2017 ist die Rede – die Ariane 5 ME ist ja nichts anderes als eine umettikettierte Ariane 5 ESC-B (keine andere Veränderung ist geplant). (mehr …)

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Vermischtes

Heute mal ein Blog mit einem Sammelsurium an Dingen die mir so am Wochenende unterkamen. Ich habe am Samstag Wilsberg angeschaut und da fielen mir zwei Dinge auf. Als erstes mal das in Münster immer noch die eisernen Käfige an der Lambertikirche hängen. In diesen wurden 1535 die Leichen der Anführer der Wiedertäuferbewegung aufgehängt. Das die Kirche sehr nachtragend ist (und die katholische ja sowieso) ist ja nichts neues. Aber nach über 400 Jahren könnte man doch mal einen Schlussstrich ziehen. Es mag ja heute ein touristischer Anziehungspunkt sein, doch erinnert er jedoch vorwiegend darin wie die Katholishce Kirche mit andersgläubigen umgegangen ist. Schließlich ist es noch nicht so lange her, dass Galileo rehabilitiert wurde (hat auch gerade mal 350 Jahre gedauert) und man die Evolutionslehre von Darwin anerkannte. Aber mit den abfälligen Protestanten will sie ja noch immer nichts zu tun haben (Verbot des gemeinsamen Abendmals mit Androhung des Kirchenauschlussses).

Im Wilsberg ist ein dauernder Plot, das Ekkehard „Ekki“ Talkötter in jeder Folge sich in eine attraktive und meist deutlich zu junge Frau verliebt aus dem dann nichts wird. Das hat mich irgendwie auf das Thema Schönheit gebracht. Es gibt da einige Aspekte aber ich will nur mal zwei erwähnen. Wer sich umschaut wird feststellen, dass die meisten von uns nicht schön sind – warum eigentlich? Noch mehr: Man kann beim Menschen sehr gut anhand des Aussehens das Alter abschätzen. Beides ist nicht selbstverständlich. Katzen sehen alle schön aus. Viele andere Tiere auch oder eben alle nicht. Aber selten gibt es innerhalb eienr Tierart schöne und weniger schöne Tiere, meistens sind sie für uns eher alle zum Verwechseln ähnlich und sehen gleich aus.

Noch schlimmer: Tieren sieht man das Alter kaum an. Ich habe selbst bei meinen eigenen Katzen ein Problem bei einem Foto festzustellen wan es gemacht wurde. Katzen sehen nachdem sie ausgewachsen sind über ein Jahrzehnt lang gleich aus und erst wenn sie sehr alt sind sieht man eine Veränderung. Tierätzte schauen sich meist die Zähne an und können so das Alter abschätzen. Irgendwo sind wir Menschen da benachteiligt. (mehr …)

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Politisch inkorrekte Raketen?

In dieser Woche stieß ich beim Überarbeiten der zweiten Auflage des Raketenlexikons auf dieses Essay und die dort verwiesene Website. Dort schreibt der Autor, dass 35 Atlas mit einem Bulldozer Anfang der siebziger Jahre platt gemacht wurde. Das sei damals Politik gewesen. Der Transport mit „militärischen“ Raketen sei „politisch inkorrekt“. Ich muss sagen, ich kann diese Einstufung nicht so in der Form teilen.

Zum einen wurden die Atlas E/F vorwiegend für militärische Starts eingesetzt. Da die Raketen vom Militär stammten ist das nur folgerichtig und alle Starts fanden auch von den beiden Startrampen 3 West und Ost von Vandenberg aus statt. Warum sollte das Militär nicht ihre eigenen Raketen nutzen? Es hatte niemals so viele Ressentiments wie die NASA, die von Anfang an darauf bestand zivile Träger zu nutzen. So waren die ersten Thor-Deltas im Prinzip nur umbenannte Thor-Able. Später nutzte das Militär vorwiegend die Titan 3C und die NASA die Atlas Centaur für GSO Missionen. Das DoD hatte aber keine Probleme die Thor vor der Atlas für die Starts der ersten militärischen Wettersatelliten zu nutzen und später als die Atlas nicht mehr zur Verfügung standen die Titan 2 und heute die Minotaur und Peacekeeper Raketen. (mehr …)

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Fehler

Als ich vor zwei Tagen den Link zu Matthias Gründers Buch SOS im All einfügte, fiel mein Blick auch auf die Kritik die nur einen Stern hatten. In beidem monieren die Autoren fehlende Sachkenntnis. Nun ja fünf Sterne würde ich dem Buch auch nicht geben, aber mehr als einen bestimmt. Die Frage ist: Kann man ein fehlerfreies Buch schreiben, oder wahlweise einen fehlerfreien Web-Aufsatz. Und was sind Fehler?

Fangen wir mal mit der ersten Frage an: Ich meine nicht das es von einem einzelnen möglich ein größeres Dokument fehlerfrei zu erstellen. Selbst in Lexika mit größeren Redaktionen, in denen Beiträge später nochmals gesichtet werden finden sich welche, wie schon die ct vor Jahren mal beim Vergleich von verschiedenen Online Enzyklopädien feststellte. Bei einem größeren Buch ist es noch schwieriger. Es ist ja nun mal nicht so, dass man jeden Satz den man schreibt nachrecheriert. Sonst würde man selbst für kurze Dokumente Ewigkeiten brauchen. Vieles schreibt man aus dem Gedächtnis, weil man meint so wäre es richtig oder man greift auf eigene Unterlagen und Zusammenfassungen zurück. Das eigene Gedächtnis kann aber trügen und nicht jeder kann wie Gene Kranz auf Mitschnitte alles Gesagten in Mission Control zurückgreifen um seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Ich glaube gegen solche Fehler ist man fast machtlos, weil man sie selbst nicht bemerkt. Da kann man nur hoffen, dass man gute Korrekturleser oder Lektoren hat. Bei einigen Dingen, wie z.B. Zahlenangaben / technische Werte ist zumindest es recht einfach sie nachzuprüfen. Bei Umschreibungen oder Beschreibungen ist das sehr viel schwieriger. (mehr …)

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Die Sternstunde der NASA

Am Sonntag kam auf 3sat die Weiderholung von Apollo 13, die ich mir immer wieder gerne anschaue obwohl ich sie schon gut kenne. Berücksichtigt man die künstlerischen Freiheiten so orientiert sie sich ziemlich gut an Jim Lovells gleichnamigen Buch. Da fiel mir ein Spruch von Gene Kranz auf (Nein nicht das berühmte „Failure is not an option“, das auch seine Autobiographie ziert) sondern, als andere NASA Verantwortliche darüber debattieren wie die Mission gescheitert ist und welche Auswirkungen das auf das Apollo Programm hat. Da sagt der Schauspieler: „Meine Herren mit Verlaub, das ist eine der Sternstunden der NASA“.

Es ist in der Tat kein Zufall, dass Apollo 13 die bisher (in der Besetzung) hochkarätigste und erfolgreichste Verfilmung des Apolloprogrammes ist, oder wie schon während des Fluges von Apollo 13 eine Laufschrift auf dem Times Square lautete: „Moonshot life and Death Drama“. Die NASA konnte die Astronauten retten, auch wenn die Mission scheiterte. (mehr …)

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