Buch Nummer 1 – zum zweiten

Gemini Programm 2Zwei Jahre nach der Erstausgabe des „Gemini Programmes“ gibt es nun auch Auflage 2. (Nun auch mit dem zweiten „m“ im Katalogtext – seitdem fülle ich bei BOD keine Texte mehr direkt online aus sondern gebe sie zuerst in OpenOffice ein). Seit heute ist es bei BOD gelistet und ich denke in 1-2 Wochen auch bei Amazon & Co.

Ich denke es ist ein gutes Buch geworden. Es ist zumindest von allen bisherigen am besten zu lesen. Bemannte Raumfahrt hat mehr so was „storyhaftes“ an sich, man kann mehr Anekdoten schreiben und auch die Sprache ist automatisch lebhafter als wenn man Technik beschriebt. Zumindest bei mir. Ich weiß es gibt Autoren, die Technik so beschreiben können, dass sie ganz ungewöhnlich ist, das ist aber nicht meine Sache, weil ich mich dann immer an die Typen im Fernsehen erinnere, die einem einen Handmixer als das neueste Gadget verkaufen, das gerade erst durch den Bau der ISS möglich wurde…. (mehr …)

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Afghanistan

Eigentlich halte ich mich bei politischen Themen, zumal weltpolitischen Themen etwas bedeckt. Aber die letzten Meldungen schreien ja geradezu nach einer Stellungnahme. Betrachten wir zuerst einmal die Situation.

  • Acht Jahre nach der Befreiung Afghanistans durch die Koalition von Nordfront und den USA stellt sich die Situation so dar:
  • Mit Kahsai gibt es einen Präsidenten, der wohl nicht ganz so demokratisch gewählt wurde
  • Die Regierung hat nur beschränkte Macht in Afghanistan. Neben den Taliban reagieren auch zahllose Warlords in ihren Territorien
  • Es tobt immer noch Krieg gegen die Taliban, die sich inzwischen auch in Pakistan breit gemacht haben
  • Hauptwirtschaftszweig schein inzwischen der Anbau von Rauschgift sein

Was wird nun getan: Erst mal noch mehr Truppen um dien Krieg gegen die Taliban zu gewinnen und dann Totalrückzug. Dazu gibt es seitens unseres neuen Außenministers eine echt neue Initiative, doch dazu später mehr.

Ich möchte da mal ein paar provokante Fragen stellen: (mehr …)

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Chemoautotrophie

Gemäß Wunsch heute mal ein Artikel über ein spezielles Thema, in dem ich mich auch nicht so zuhause fühle (es gehört zum Grenzbereich Biologie/Biochemie, wahrscheinlich gibt es sogar ne eigene Wissenschaft dafür). Chemoautotrophie erklärt sich aus den Bestandteilen der Worte – Chemie, Auto und Trophie. Gemeint sind damit Organismen die ihre Energieversorgung aus chemischen Reaktionen beziehen und dabei unabhängig sind. Genauer sollte man sagen, unabhängig von organischen Substanzen. Pflanzen werden übrigens als photoautotroph bezeichnet. Das Licht ist ihre Hauptenergiequelle,

Chemautotroph sind nur niedere Organismen, keine Pflanzen und Tiere. Die Oxidation organischer Materialien gehört übrigens nicht dazu, sonst wären auch viele Gärungen als chemautotroph anzusehen.

Die Stoffwechselkreisläufe von chemautotrophen Organismen unterscheiden sich bei den meisten Formen von denen anderer Organismen nur wie die Energie bereitgestellt wird, d.h. die energielieferenden Moleküle (ATP, NADH/H+, FADH2) erzeugt werden. Die anderen Kreisläufe für den Abbau und Aufbau von Substanzen sind dagegen meist die gleichen. Eine Ausnahme bilden die Archaebakterien, bei denen der Clavin- oder Citratyclus fehlt.

Von den Reaktionen gibt es mehrere Subtypen zu unterscheiden: (mehr …)

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Glutamat

Am Wochenende bekam ich eine Mail, in der ich auch darauf hingewiesen wurde, dass auch Metzger nahe des Wohnortes viel Glutamat einsetzen und er nur Biowurst kaufen könnte. Zeit einmal das ganze genauer zu beleuchten. Anders, als uns ein norddeutscher Quizmaster mit abgebrochenem Medizinstudium weismachen möchte, in seinem Werbespot für einen Wursthersteller, der versucht kritische Äußerungen über seine Werbung durch Drohungen aus der Welt zu bekommen, gibt es keine Allergie gegenüber Glutamat.

Allergien sind charakterisiert durch eine Immunreaktion und die konnte nicht bei Glutamatempfindlichen nachgewiesen werden. Es gab auch Humanstudien, bei denen Personen bis zu 40 g Glutamat pro Tag aufgenommen haben – ohne irgendeine negative oder toxikologische Wirkung. Auch ob es eine Nahrungsunverträglichkeit ist, dass ist umstritten. Es gibt zwei wesentliche Einwände dagegen. Das eine sind die sehr untypischen Symptome für eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Die betroffenen Personen haben keine Verdauungsprobleme sondern Rötungen, Schwellungen und Hitzegefühl im Rachen und Halsraum. Also typische Kontaktallergiesymtome, anders bei einer Allergie benötigt man größere Mengen an Glutamat, während Allergien schon durch kleinste Spuren ausgelöst werden. (mehr …)

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Nur eine Verteilungsfrage?

Immer wieder wenn es um Hungerkatastrophen geht egal ob verursacht durch die Natur (Dürre, Missernten) oder den Menschen (Krieg) kommt irgendwann das Argument: „Der Hunger wäre auf der Erde lösbar, wenn nur die Agrarüberschüsse einfach gerecht verteilt werden würden“. Ich habe da meine Zweifel, auch wenn ich zugeben muss, dass ich da in früheren Jahren gedacht habe, das wäre eine Lösung.

Insbesondere für Europa: Die EU garantierte ja lange die Agrarpreise und kaufte Überschüsse auf um sie zu vernichten oder einzulagern. Wer in meinem Alter (also den besten Jahren ist), der kann sich noch erinnern wie zu Weihnachten immer die Butter billiger wurde, weil die EU Butter billig auf den Markt warf um ihre Überschüsse abzubauen. Doch dem ist schon lange nicht mehr so. Man mag ja gerne auf die EU schimpfen und ich tue das auch gerne, weil die EU Verordnungen unser Lebensmittelrecht wirklich kaputt gemacht haben. Aber in der Agrarpolitik hat die EU es fertig gebracht die Überschüsse rapide zu reduzieren, auch weil nun es anders läuft: Wer zu viel produziert bekommt einen geringeren Preis und da in ganz Europa teurer als im Durchschnitt der Welt produziert wird bekommt man die Überschüsse auch nicht auf dem Weltmarkt los.

Heute gibt es kaum noch Überschüsse, aber selbst die wenigen richten noch Schaden an. (mehr …)

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