Das Netz hat für jeden etwas.

Ein paar Dinge habe ich mal zusammengenommen für einen kleinen Beitrag im Bereich „Vermischtes“. Samstag, Wilsberg, mein Lieblingskrimi kommt. Der Strunz doofe Bulle Overbeck kommt zu einer Leiche „Weis man schon wer es ist“ – „Overbeck kennen sie noch nicht die Gesichtserkennungsapp – 3000 liken das“. Nachdem die Kommissarin Overbeck auf die Schippe genommen hat präsentiert sie den Personalausweis des Opfers.

Einen Tag später Auslands Journal, Bericht über ein Unternehmen das Gesichtserkennung für Unternehmen anbietet. Es ist schon im Einsatz bei der US-Polizei. Jemand ist dort verdächtig (das ist man anscheinend schnell) wird mit der Rückseite eines Tabletts fotografiert, die App präsentiert dann „ähnliche“ Gesichert aus den Fahndungslisten. Dabei war kein Treffer. Über die App will ich mich nicht so sehr äußern, denn zum fotografierten Mann der zwar dunklere Hautfarbe hatte, aber nicht schwarz war (offenbar Mexikaner oder ähnliches) wurden als Vergleich nur Gesichter von Schwarzen präsentiert. Rassismus scheint in den USA sogar bei den Apps gängig zu sein.

Die Firma hat schon eine app für das Google Glas, man muss nur sagen „Glas recognice that face“.

Dann hat die Türkei Twitter abgeschaltet, bzw. muss das wieder rückgängig machen und gerüchteweise sollen whatsapp viele Abonnenten verloren, weil nun das böse Facebook die Firma übernommen hat. Trotzdem finde ich in vielen Fernsehprogrammen „Besuchen sie unsere Facebook Seite“ und wenn es um „Meinungen im Internet“ geht die neuerdings in politischen Sendungen auftauchen dann ist damit auch immer Facebook gemeint. Zwei der drei „Kommunikationsmöglichkeiten“ von Login betreffen als Datenkraken bekannte Dienste nämlich Facebook und Google+

Kurzum, man kann so viel mit dem Internet machen, inzwischen gibt es ja schon Geräte die man vorwiegend zum Surfen benutzt (ich meine Tabletts, aber Leute mit Masochismus werden sicher auch darunter Smartphones verstehen), bei mir hat sich trotz vieler neuer Anwendungen nicht viel beim Konsumverhalten geändert.

Ich benutze Internet noch genauso wie vor 15 Jahren. Ich schaue meine Mails durch, suche nach etwas und schreibe was das ich dann veröffentliche – früher vor allem als Artikel, heute eher als Blog. Viele Dinge die man im Internet machen kann, habe ich mal probiert, aber als nicht für nützlich empfunden:

Foren: haben sich als extrem zeitintensiv herausgestellt, ganz nützlich zum Smalltalk, aber schwer nutzbar für Informationsgewinnung oder nur richtige Diskussionen, weil es immer einige gibt die nicht informiert sind und dann wieder Endlosdiskussionen anzetteln oder ein ewig schon ad acta gelegtes Thema herauskramen oder das ursprüngliche Thema geht verloren. Wenn ich ab und an drin stöbere, dann mit der Suchfunktion nach Links, denn Dokumente kann man als Referenzen und Quellen nehmen, Aussagen von Leuten mit Pseudonymen nicht, aber es gibt in den Foren auch Kenner und die publizieren dann Links. Ich war mal vor Jahren in einem aktiv, aber mittlerweile lese ich nur passiv.

Facebook und soziale Netzwerke. Ich habe den Sinn nicht verstanden. Ich war nur einmal Mitglied bei einem und das war Stayfriends, wo man alte Klassenkammeraden finden kann. Da meine letzten beiden Schulen welche mit vorwiegend Mädchenklassen waren, gibt es das Problem dass deren Nachnamen nach der Heirat in der Regel nicht mehr stimmen. Allerdings wollte der Betreiber schon für einfachste Kommunikation untereinander Geld sehen und das war es mir nicht wert. Ansonsten verstehe ich nicht warum alle Personen, die ich kenne von mir über jede Kleinigkeit informiert werden sollen, bzw. welchen Sinn es haben soll Hunderte oder Tausende von „Freunden“ zu haben, die man zu 99% nicht persönlich kennt. Wenn ich jemanden was zu sagen habe, tue ich es persönlich und ich wüsste nichts was ich auf einmal jedem den ich kenne ohne Unterschied mitteilen sollte.

Twitter: Das Gegenstück zur SMS und schon das habe ich nicht verstanden. Welchen Sinn soll es machen irgendwelche Botschaften in Kurzform an die Welt zu posten? Vor allem weil es ja wirklich an die Welt ist und für immer, denn das Internet vergisst ja nichts.

Über Apps kann ich gar nichts sagen weil man dazu wohl ein Smartphone oder Tablett braucht. Beides ist mir zu teuer und zu nutzlos. Neben dem dass ich ohne Tastatur wenig Nutzen sehe ist dann noch das Faktum, das ich selbst mit Brille nur 25% sehe, das bedeutet ich werde mit hochauflösenden kleinen Bildschirmen nicht glücklich weil ich auf diesen noch weniger erkenne als auf niedrig auflösenden kleinen Bildschirmen.

Das ist irgendwie so wie beim Handy. Ich gehöre zu den 0,x% der Bevölkerung, die kein Handy haben und ich habe auch nie eines besessen. Es mag ja ganz toll sein zu jeder Zeit jemanden anzurufen, doch ich sehe immer bei anderen die Kehrseite der Medaille. Leute die ein persönliches Gespräch unterbrechen um ein Handytelefonat anzunehmen, Personen die geistesabwesend SMS eintippen oder laut redend durch den Supermarkt gehen „Wo nochmal ist das ….“. Wenn ich was wichtiges zu sagen habe, dann rufe ich jemanden an und zwar bevorzugt per Festnetz, da ist er entweder da und nimmt das Gespräch an oder nicht, aber ich störe keinen. Der Nutzen eines Handys ist sowieso minimal geworden, weil man es wegen der Störwirkung bei Arbeit, Studium etc, ausschalten muss. Wenn man es eh nur daheim benutzen kann braucht man es eigentlich nicht.

Dann gibt es noch den  Blog, das ist was für Schwafeltanten wie mich, allerdings ist da auch die Welle schon am abschwappen, denn Blogs schreiben ist zeitintensiv, sie zu lesen auch. (ich lese keine Blogs, die Zeit habe ich nicht…). Kurzum: das tolle am Netz ist, das es für jeden was hat. Dabei habe ich ja nur die Dinge genommen, die man aktiv nur im netz tut. Wenn man noch das Netz als Medium für Dinge nimmt, die man auch ohne tun könnte (wenn auch zeitintensiver oder umständlicher) wie einkaufen, Dateien tauschen, Pornos ansehen …

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