Das hat sich doch gelohnt

Gestern Abend ist Alexander Gerst als erster des neuen Astronautenchors zur ISS aufgebrochen. Klar, so was kommt in den Nachrichten. auch das er einen neuen Ofen einweiht, den er auch schon vorher in Interviews ausgiebig erwähnte weil er wohl viel mit diesem neuen Experiment geübt hat. Doch in paar Tagen wird sich der Rummel legen und dann wird Gerst erst wieder im November in die Nachrichten kommen, wenn er wieder zurückkehrt.

Wie man weiß sehe ich die bemannte Raumfahrt kritisch, vor allem weil sie von Forschungsgeldern finanziert wird und die sind nicht so in Fülle vorhanden. Hier in BW hat unser MP gerade eine Finanzspritze für die Universitäten beschlossen, nachdem ihr Budget in den letzten 15 Jahren durch Inflation gefallen ist, während die Studentenzahlen und Energiekosten stiegen (komischerweise scheint man bei öffentlichen Bauten diese vollkommen zu ignorieren. In keiner Schule/Uni in der ich war, sah ich eine Energiedämmung, dafür immer große Glasfassaden). Selbst wenn man nur das Geld für andere Raumfahrtprojekte verteilen würde könnte man viel bewegen. (mehr …)

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Russlands Schlitterkurs in der Raumfahrt

Die Kommentare von Jewgeni-7 dass man nun in Russland die Angara zugunsten anderer Raketen (die es noch nicht gibt) aufgeben will, bringen mich auf ein Dauerthema, das eigentlich seit 20 Jahren aktuell ist. Der Widerspruch zwischen Plänen und Wirklichkeit. Russlands Raumfahrt litt wie fast alle Bereiche des Staatswesens unter dem Niedergang der Wirtschaft der schon vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion einsetzte, aber sich danach noch verschlimmerte. Teilweise konnte der Staat über Jahre hinweg nicht die Löhne bezahlen, von neuen Projekten ganz zu schweigen. In den Neunzigern waren Projekte dann möglich wenn es ausländische Beteiligung gab und die internationalen Partner die fehlende Finanzierung übernahmen. So kaufte die NASA nicht nur Sarja sondern finanzierte auch Swesda als einziges russisches Modul mit, damit es überhaupt mit immer noch einjähriger Verzögerung gestartet werden konnte. Analog finanzierte die ESA Mars 96 mit, weil sich auf der Sonde wichtige Experimente aus ESA-Mitgliedstaaten befanden. Im neuen Jahrtausend sah es so aus als würde sich die Lage verbessern. Russland einigte sich mit Kasachstan, dem nun Baikonur gehörte über den Status und zahlte eine hohe Pacht. ILS vermarktete die Proton mit so viel Erfolg, dass Lockheed Martin die im gleichen Unternehmen angebotene Atlas kaum noch verkaufen konnte. Sealaunch startete erfolgreich die Zenit. (mehr …)

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Neues von SpaceX, der USAF, ULA, Orbital und dem RD-180

Wie ich schon mal im Blog aufgegriffen habe läuft derzeit eine Auseinandersetzung ULA, Air Force und SpaceX. Die Firma hat schon in der Vergangenheit mehrfach kritisiert, das ULA zu teuer wäre „insane expensive“ und warf Fantasiezahlen für die Startpreise von ULA in den Raum. Nachdem sich die Indienststellung der Falcon 9 v1.1 verzögerte und man die Falcon 9 v1.0 einstellte hatte man als die USAF einen Auftrag für die Bestellung von 36 Kernstufen „Cores“ ausschrieb keine Möglichkeit mitzubieten und dieser ging 2012 an ULA. Nun, wenige Tage nachdem man die Daten des dritten Fluges der Falcon 9 v1.1 an die USAF übergab, die Daten die man zur Zertifizierung braucht prozessierte man gegen die Air Force, wegen eben dieses Auftrages.

In der letzten Woche gab es hier einige Neuigkeiten. Zum einen reagierte ULA auf die Kritik und veröffentlichte erstmals was die Starts kosten. Demnach kostet eine Atlas 401 164 Millionen Dollar, eine Delta iV Heavy 350 Millionen Dollar Im Durchschnitt kosten die gebuchten Cores 212 Millionen Dollar. Einige haben ja die aus der Luft gegriffenen Zahlen von SpaceX geglaubt. Dabei ist zumindest bei der Atlkas es leicht die Zahlen nachzuprüfen, denn die NASA veröffentlicht die Startkosten. So kostete der Start von Maven 187 Millionen Dollar. Durch den Block-Buy sollen die Kosten auf 100 Millionen für die kleinste Atlas 401 sinken. Die ist mit 4.750 kg GTO mit der Falcon 9 vergleichbar und auch diese wird nach Shotwells Aussagen 100 Millionen Dollar für USAF Missionen kosten. Zudem will ULA auf die bisher erfolgten Subventionen verzichten. Das hat zumindest SpaceX bewegt, wenn es nicht schon vorher Bestandteil der Block-Buys war. Der war ja ausgelegt Kosten zu sparen. Und soll auch 4,4 Milliarden einsparen. (mehr …)

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Spielen im Internet

Nichts tun die Leute so gern wie spielen. Ganze Firmen wurden mit Spielen reich, vor allem Computerspielen. Die Heimcomputer in den Achtzigern wurden vor allem zum Spielen gekauft. Obwohl nach heutigen Maßstäben in der Grafik-Steinzeit angesiegelt waren sie doch revolutionär: Es waren interaktive Inhalte, anders als Brettspiele. Es gab bewegte Grafik und Sound. Das alles war neu. Wenn man es heute nur noch als vorsintflutlich empfindet, so liegt dies an der normen Entwicklung der Computergrafik und damit der Verbesserung der Darstellung.

Klar ist das mit dem Internet Computerspiele noch eine Stufe weiter gehen können. Was verändert sich? Nun einiges. Zum einen natürlich viel in der Technologie. Ein PC Spiel ist autark. Es läuft auf dem PC nutzt seine Hardware, wenn möglich gut aus und kann auf alle seine Ressourcen zugreifen. Aber man ist alleine. Man spielt gegen Computergegner oder als Option gegen einen menschlichen Gegner in einer LAN-Party,. Doch das ist eine Option, zumindest kenne ich kein Spiel, das so ausgelegt wurde, dass man es nur im LAN (nicht Internet) spielen kann. (mehr …)

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