Das Genre

So da keiner die Einträge vom verlängerten Wochenende gelesen hat (oder fast keiner zumindest nach den Besucherzahlen) heute ein seichtes Thema zum Ausruhen und Nachlesen.

Wer mich kennt weiß, dass Musik mehr für mich eine Begleitung ist. Jeden Interpret den ich höre, kennen sicher die meisten zumindest vom Namen, das ist wohl das was andere als Mainstream bezeichnen. Mir reichen meist die „Best of“ Alben (auf vielen finde ich trotz „Best of“ noch unbekannte Titel)  und ich interessiere mich im Normalfall auch nicht für die Personen. Nur von den wenigsten Gruppen kenne ich auch nur eines der Gruppenmitglieder mit Namen (alle eigentlich nur von einer Gruppe). Seit einiger Zeit schaue ich mir aber dann doch mal in der Wikipedia um. Man sieht einige Überraschungen so wusste ich nicht das Led Zeppelin so viele Platten verkauft haben (300 Millionen), denn ich kenne nur zwei Hits von ihnen (Stairway to heaven und whole Lotta love).

Eines was mir auffällt ist das Einteilen in Genres. Ich hatte dem nie so Bedeutung neigemessen. Aber in der neuesten Version meines Programms MP3DataBase taucht es nach vielen Wünschen nun als benutzerdefiniertes Suchfeld auf. Schon mit den klassischen einfachen Genres wie Pop, Schlager, Rock, Reggae, Blues gibt es genügend Lieder die dazwischen liegen. Es gibt genügend Lieder mit poppigem Rhythmen von Schlagerfuzzis. Das ist aber nur der Anfang. Also ich weiß seit neuestem das Genesis „progressive Rock“ sind. Ich hätte das meiste als Pop einsortiert. Foreigner ist dagegen „adult rock“. Was daran adult ist, ist mir nicht so klar. Allein bei Rock gibt es zig Genres. Neben den obigen noch Art-Rock, Psychedlic Rock und dann noch nationale Varianten wie Krautrock.

Schon als Teenager fragte ich mich was eigentlich der Unterschied zwischen Hardrock und heavy Metall ist. Heute eher unverständlich ist mir der Unterschied zwischen Hip-Hop und Rapp. Vielleicht ist es auch eine Kleidungsfrage: Sind Hip-Hopper Rapper die vieil zu große Kleidung tragen? Sind Heavy Metall Hardrocksänger mit viel Metall an den Klamotten? Wäre doch mal eine Frage für diese Quizshows die Stunden mit überflüssigem Wissen füllen.

Also meiner Ansicht nach machen Genres wenig Sinn, außer vielleicht bei Klassikern. Bob Marley ist z.b. einfach Reggae. Bei manchen Gruppen kann man auch nicht so einfach sie in eine Schublade stecken. Junior Senior machen z.B. eine Mischung zwischen Rock, motown und Hip-Hop (nach Wikipedia). Was meint ihr und was sind bei euch Grenzgänger zwischen den Genres?

Ihr habt genügend Zeit das zu kommentieren, denn derzeit verdiene ich gerade mal wieder etwas Geld und komme dadurch nicht zum Bloggen. Ich habe noch einen Beitrag für Morgen auf die Planung gelegt, dann aber erst mal wieder am Samstag was neues. Sorry, aber vom Bloggen kann man nicht leben. Das Musikthema greife ich auch auf weil ich mir für jede Tätigkeit ein Lied raussuche, das als Motivationslied vor Arbeitsbeginn gespielt wird. Diesmal ist die Wahl auf „Little Lies“ von Dave Barnes gefallen. Ein schönes Beispiel das für ein gutes Lied nur die richtige Melodie und eine Gitarre nötig sind und nicht ein Synthesizer.

https://www.youtube.com/watch?v=eg4aF9Wc4hU

One thought on “Das Genre

  1. Nun, dann will ich hier mal wieder etwas von meinem Senf abgeben.
    Zum einen messe ich den verschiedenen Genres auch nicht so viel Bedeutung bei, wie es manche andere Leute tun. Zum anderen halte ich eine zu feine Einteilung schlicht für unsinnig, weil sie irgendwann subjektiv wird, bzw. nur den (krampfhaften?) Versuch dokumentiert, alles in Schubladen einzuteilen. Es gibt (gab?) aber Gruppen, die lassen sich nicht in Schubladen einteilen, weil die alles, oder zumindest vieles können.

    Trotzdem noch ein paar Anmerkungen zu den Unterteilungen:
    Bei Heavy Metal soll es so sein, dass die Rhythmen schneller sind als beim HardRock. Möglicherweise haben die Heavy Metaller auch noch mehr Verzerrer im Einsatz, als die Hard Rocker, aber das ist eher ’ne Vermutung meinerseits. Ein anderes Kriterium können die Texte sein, müssen aber nicht. Weitere Kriterien sind, ob die Leute wirklich singen können, oder nicht, oder ob sie nur Instrumente spielen können, und wie sie spielen und schliesslich die Länge der Stücke. Bei manchen Subgenres dauert ein einzelnes Stück dann schon mal 10 oder 20 oder 30 Minuten.

    Was genau der Unterschied zwischen Rap und HipHop sein soll, weis ich auch nicht; – für mich ist beides nur „rythmisches Gelaber“, das mir eher auf den Keks geht, als das es bei mir irgendwelche positiven Reaktionen auslösen würde.

    Abschliessend: Genres machen schon Sinn, aber es dürfen nicht zu viele werden, denn… – siehe oben.
    ——————-
    Stunden später…
    Nachdem ich jetzt ein wenig durch die Wikipedia gestöbert habe, eine eigentlich triviale Feststellung: Viele Genres und vor allem auch Subgenres haben ihren Hintergrund tatsächlich auch in der Musiktheorie, wo es darum geht, wie etwas gespielt wird, wie die Rhythmen angeordnet sind, wie Melodien aufgebaut sind, welche Instrumente eingesetzt werden und wie. Und dann hat vieles auch mit verschiedenen Jugendkulturen der Entstehungszeit eines Genres und deren technischen Möglichkeiten zu tun, was noch mal ein Kapitel für sich ist.

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