Das Aussterben der Menschheit und die multiplanetare Spezies

Loading

In einer Doku über Elon Musk bei der – wie üblich nur Leute interviewt wurden, die ganz begeistert von ihm sind – kam auch zur Sprache, das Elon Musk daran glaubt, dass die Menschheit, wenn sie nicht aussterben will sich eine zweite Heimat suchen will, also das ist die Triebfeder seiner Marskolonisationspläne. Über deren Realismus habe ich schon geschrieben, nun geht es um das Grundparadigma, also das die Menschheit irgendwann mal aussterben wird. Eine „Tatsache“, welche die interviewte Person sonst als „unausweichlich“ beschrieb.

Ich fange erst mal mit Aussterbewellen in der Erdgeschichte an, damit wir wissen, was es für Ursachen für das Aussterben gibt und ob die Menschheit durch dieselben Ursachen auch aussterben kann.

Die fünf Massenaussterben

Massenaussterben – es hat sich der englische Begriff „Extinktion“ als Bezeichnung eingebürgert, kann man erst seit dem Kambrium sicher festmachen. Erst seit dieser Zeit, also weniger als 600 Millionen Jahren von rund 4.600 Millionen Jahren Erdgeschichte, gibt es reiche Fossilienfunde und vor allem von Lebewesen die fossilierbar sind, also Endo- oder Exoskelette bilden. Wissenschaftler vermuten weitere Extinktionen vorher, doch mangels Fossilien sind die schwer nachzuweisen. Seitdem gab es fünf größere (und noch mehr kleinere) Extinktionen:

  • Oberes Ordovizium (-444 Millionen Jahre): 85 Prozent der Arten und 60 Prozent der Gattungen, 27 % der Familien
  • Spätes Devon (-360 Millionen Jahre: 75 % der Arten, 35 % der Gattungen, 17 % der Familien
  • Perm-Triasgrenze: – 250 Millionen Jahre: 96 % der Arten, 56 % der Gattungen, 57 % der Familien
  • Ende der Trias: -205 Millionen Jahre, 80 % der Arten, 47 % der Gattungen, 23 % der Familien
  • Kreide-Tertiärgrenze: 76 % der Arten, 40 % der Gattungen, 17 % der Familien.

Daneben gab es noch viele weitere kleinere Extinktionen. Wie man sieht ist das letzte, bekannteste Ereignis, prominent durch Aussterben der Dinosaurier was die Anzahl der Arten angeht, eigentlich von den fünf das „zweitbeste“ also bei drei Ereignissen starben mehr Arten aus. Die Gruppierung in Arten, Gattungen und Familien resultiert aus dem Schema wie Arten in den Stammbaum der Verwandtschaft eingeordnet werden. Am Beispiel des Menschen: Die Art ist Homo Sapiens, sapiens, es gibt nur diese eine Art. Der Neandertaler (Home sapiens neanderthalensis) war eine weitere Art in derselben Gattung. Andere ausgestorbene Menschenarten gehören ebenfalls zur Gattung Homo sapiens. Die Familie ist die der Primaten wo es noch weitere lebende Arten gibt: die Schimpansen, Gorilla und die Orang Utans. Bei anderen Arten lebt gleichzeitig nicht nur eine Art einer Gattung wie beim Menschen. Beispiel wo die meisten die Arten kennen: Von der Gattung „Eigentliche Großkatzen“ leben derzeit die Arten Tiger, Jaguar, Leopard, Löwe und Schneeleopard.

Die Aussterbeereignisse

Schauen wir uns mal die fünf Ereignisse genauer an. Je älter es ist, desto problematischer ist allerdings die Ursachensuche.

Beim Ordovizium-Massenausterben ist die heutige vorherrschende Sichtweise, dass sich zwischen 450 und 440 Millionen Jahre die Erde abkühlte. Als primäre Ursache wird ein Rückgang des Kohlendioxids ausgemacht. Die Abkühlung führte zum Anwachsen der Pole und so wurde dort viel Wasser als Eis gebunden. Dadurch sank der Meeresspiegel ab. Im Ordovizium gab es noch kein Leben an Land. Das meiste Leben gab es damals wie heute im Meer in den Flachwasserzonen. Diese Zonen bilden einen dünnen Ring um die Kontinente und sinkt der Wasserspiegel ab, so verringert sich dieser Lebensraum drastisch. Das führte zum Aussterben zahlreicher Arten.

Beim Aussterbeereignis des Oberdevons ist die Ursache auch nicht so klar. Es gab drei Wellen. Die wahrscheinlichste Ursache ist wiederum eine Klimaabkühlung, diesmal vereiste der Kontinent Gondwana, in dem alle Kontinente damals zusammengeführt waren. Auch hier betraf es vor allem die Meeresbewohner, was wieder an einem Absinken des Meeresspiegels liegen könnte. Es gab aber schon Leben an Land, allerdings nur an küstennahen Zonen.

Das größte Massenaussterben war an der Grenze des Perm zur Trias. Hier ist die Ursache relativ gut bekannt. Am Ende des Perm bildete sich über einige Hunderttausend Jahre der sibirische Trapp, das ist eine riesige Fläche bedeckt aus magmatischem Gestein, das von unzähligen Vulkanen ausgestoßen wurde. Der sibirische Trapp belegt eine Fläche von 7 Millionen Quadratkilometern, stellenweise bis zu 3,5 km dick. Jeder Vulkanismus stößt außer Magma auch Gase aus: Kohlendioxid, Schwefeldioxid und andere Spurengase. Bei so viel Magma reichert sich das Kohlendioxid in der Atmosphäre an und führt durch die Treibhausatmosphäre zur Erwärmung. Schwefeldioxid bildet mit Wasser Schwefelsäure, die das Wasser versauert und Organismen mit Exoskelett wie Ammoniten schädigt. Die Flugasche kann durch Brände die Kohlendioxidfreisetzung noch antreiben. Das führte zum Zusammenbruch aller größeren Ökosysteme.

Vulkanismus, diesmal durch Plattentektonik, war auch die Ursache des vierten Massenaussterbens an der Grenze von Trias und Jura vor 201 Millionen Jahren. Diesmal brach der Superkontinent Pangäa auseinander. An den neuen Plattengrenzen kam es zu verstärkter vulkanischer Aktivität, es kam zur Bildung der Zentralatlantische Magmatische Provinz, in der 11 Millionen Quadratkilometer auf drei Kontinenten mit Magma bedeckt wurden. Diese Phase dauerte rund 600.000 Jahre mit drei bis vier Schüben erhöhter Aktivität. Erneut veränderte sich durch die Freisetzung von klimarelevanten Gasen das weltweite Klima.

Das populärste Aussterben fand an der Grenze von Kreide zu Tertiär statt. Dieses hatte zwei Ursachen. Schon in den Jahrmillionen vorher veränderte sich das Klima. Erneut gingen die Kontinente auf Wanderung, es entstand der Atlantik, Indien prallte auf Asien und dies führte dort zu erhöhter vulkanischer Aktivität. Es entstand der damals 1,5 Millionen Quadratkilometer große Dekkan-Trapp. So starben viele Dinosaurierarten an Land schon vor Ende der Kreide aus. Dazu kam dann aber noch der Einschlag eines Asteroiden in Mexiko. Dieser war nicht nur einer der größten Einschläge in der Geschichte – größer als der Chicxulub-Krater sind nur zwei Krater auf der Erde, die aber schon vor 1,85 und 3,4 Milliarden Jahren entstanden. Fatal war, dass das Gestein wo er einschlug reich an Gips war. Die Sulfate verdampften und durch die hohe Einschlagenergie wurden sie weltweit verteilt. In der Hochatmosphäre bildeten sich Aerosole aus Schwefelsäure, die für Jahre das Sonnenlicht blockierten und damit zum Absterben der meisten Pflanzen und Abreisen der Nahrungsketten führten. Es ist der einzige Einschlag, den man mit einem Aussterbeereignis in Verbindung bringen kann. Allerdings sind die beiden nächstkleineren mit 100 km Durchmesser (Chicxulub: 180 km) auch erheblich kleiner.

Andere Ursachen für Massenaussterben, die in kleineren Ereignissen angeführt werden, sind die kosmische Strahlung durch Umpolung des Magnetfelds oder dessen Abschwächung, Gammablitze oder die verhängnisvolle Kombination von bekannten Schwankungen der Erdachse und Erdbahn mit ungünstiger Lage der Kontinente. So gab es in der letzten Million Jahre mehrere Eis- und Warmzeiten bei denen jeweils Arten ausstarben weil sich die Bedingungen drastisch änderten. Stichwort: MilankoviÄ-Zyklen.

Machtlos gegen Klimaereignisse?

Vier der fünf Ereignisse sind langfristige Klimaereignisse. Wir reden hier von Zeitskalen im Bereich von 100.000 Jahren. Heute beeinflussen wir das Klima selbst und derzeit versuchen wir den Temperaturanstieg auf 2 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Der Großteil dieses Anstiegs findet aber nicht in 200 Jahren statt, sondern in wenigen Jahrzehnten, wie auch diese Temperaturkurve der letzten Jahrzehnte zeigt. So schnell veränderte sich das Klima bei keinem der vier Massenaussterben durch klimatische Ursachen und derzeit findet das sechste Massenaussterben verursacht durch den Menschen statt.

Es bleibt der Einschlag eines Asteroiden. Einen Asteroiden, wie der den Chicxulub Krater schlug – etwa 15 bis 20 km im Durchmesser, können wir nicht abwehren, er ist einfach zu massereich. Allerdings ist unwahrscheinlich, dass es derzeit noch einen unentdeckten Asteroiden dieser Größe gibt, der weltweiten Suchprogrammen entgangen ist. Die haben in den letzten Jahren die Zahl der entdeckten Asteroiden gerade zu explodieren lassen, von den Asteroiden, die die Erdbahn kreuzen und potenziell gefährlich sind, war aber schon lange keiner mehr dabei, der auch nur 1 km Durchmesser überschritt. Ein solches Objekt ist 20-mal kleiner und hat nur eine Impaktenergie, die bei einem winzigen Bruchteil des Chicxulub-Objekts hat. Ein Einschlag eines 1 km großen Objektes würde einen 10 km großen Krater hinterlassen und das Leben in einem unserer Bundeslade auslöschen und eine Fläche so groß wie die BRD verwüsten, global wäre er aber nicht von Bedeutung. Seit langem wird eine Mission vorgeschlagen, die speziell nach Asteroiden suchen soll. Wichtig ist, dass wir Objekte, die von uns aus (fast) immer innerhalb der Erdbahn sind und diese nur knapp kreuzen, nur selten sehen können, weil sie von uns aus gesehen immer am Traghimmel erscheinen. Eine solche Mission könnte in wenigen Jahren alle Objekte finden, die größer als 400 m sind – die Grenze ist die ab der man bei kleineren Objekten nicht mit größeren Schäden auf der Erde rechnet, außer am Einschlagort selbst.

Selbst wenn wir einen Asteroiden nicht abwehren könnten, so können wir bei rechtzeitiger Vorwarnung das betroffene Gebiet evakuieren – nicht einfach und mit vielen Problemen verbunden, aber nicht der Untergang der Menschheit.

Künstliche Evolution

Sehr viel spricht dafür, dass die Menschheit nicht wie bisherige Arten ausstirbt oder aus ihr eine neue Art entsteht, wie dies auch in der bisherigen Evolution des Menschen der Fall war. Derzeit vollzieht sich die Evolution des Menschen in einem atemberaubenden Tempo. Ursprünglich konnten die meisten Menschen keinen Milchzucker verdauen. Mit der Viehzucht, bei der dann auch Milch konsumiert wurde, setzte sich eine Mutation, die es vorher nur bei 1 Prozent der Individuen gab innerhalb von kurzer Zeit durch, sodass heute 80 Prozent der Bevölkerung in Europa Milchzucker vertragen – in anderen Bereichen der Erde, wo die Viehzucht weniger wichtig war, ist der Prozentanteil noch geringer. Auch bei der „Steinzeit-Diät“, die im Prinzip eine Atkins-Diät ist, sieht man dies: Kaum Kohlenhydrate, dafür viel Fleisch und Fett, so ernährten wir uns noch bis vor 13.000 Jahren. Heute stufen die Ernährungswissenschaftler dies mindestens als ungesund ein, für bestimmte Personengruppen ist es sogar gefährlich. Die normale Ernährung der Steinzeit ist also für uns heute schlecht und wir sind ja immer noch dieselbe Art wie damals. Mit der modernen Medizin geht die Evolution im Zeitraffer noch weiter – hatte früher ein Kind einen zu großen Kopfhumanfang, so passte es nicht durch das Becken der Frau und beide starben bei der Geburt. Seit es den Kaiserschnitt gibt ist das anders und es gibt immer mehr Kinder mit größeren Köpfen, weil nun mehr überleben und dieses Merkmal weiter vererben entsprechend nimmt die Zahl der Kaiserschnitte auch laufend zu. Mit CRISPR/Cas können wir heute sogar Erbgutschädigungen reparieren und wenn man dies weiter denkt, das Genom aktiv verändern. So wird die Menschheit sicher nicht durch eine neue Art abgelöst werden, sich aber in eine neue Art verwandeln, und zwar ohne äußere Einflüsse, allein durch die Technologie.

Mars ein Fluchtpunkt?

Aber nehmen wir mal wirklich an, es gäbe ein katastrophales Ereignis, das die Menschheit bedrohen könnte – egal ob äußeres wie ein Einschlag eines Asteroiden oder selbstgemacht wie Klimakatastrophe oder dritter Weltkrieg mit Atomwaffen, wäre dann eine Marssiedlung eine Lösung? Also zuerst einmal: Musks „multiplanetare Species“ ist ja nur ein vornehmer Ausdruck für eine Marskolonie. Andere bewohnbare Planeten oder andere besiedelbare Himmelskörper gibt es im Sonnensystem fast nicht – im Prinzip könnte man auch den Mond bewohnen, seine nicht vorhandene Atmosphäre ist kein großer Unterschied zu der Atmosphäre des Mars, die viel zu dünn ist, Wasser gibt es dort auch, nur weniger als beim Mars, doch da eine Kolonie sowieso Wasser recyceln muss, es gibt ja keine Flüsse oder Regen, spielt das eine untergeordnete Rolle.

Jede Katastrophe, die der Erde passieren könnte, wäre auch auf dem Mars oder Mond möglich. Das gilt für selbst gemachte Katastrophen wie äußere. Im Gegenteil: sie würde dort viel wahrscheinlicher zum Tod aller Kolonisten führen. Nehmen wir mal das Szenario „Krieg“. Selbst bei einem Atomkrieg gäbe es auf der Erde noch abgelegene Regionen, wo die Menschen überleben können. Inuit leben seit ewigen Zeiten von der Jagd, indigene Völker am Amazonas sind weitestgehend unabhängig von dem, was wir „Zivilisation“ nennen. Ein Großteil der Weltbevölkerung würde sterben, weil die meisten in Städten wohnen und selbst von denen die überleben würden, würden dann durch Abbruch aller Versorgungsketten – wir haben bei uns ja nur etwa 1,2 Millionen Landwirte, die die Nahrungsmittel für alle anderen anbauen, sterben. Das Gleiche gilt im Prinzip auch für einen Einschlag und selbst bei einer Klimakatastrophe wären dann vielleicht große heute besiedelte Gebiete unbewohnbar, andere würden aber bewohnbar werden. Eines der wenigen Länder das sich über den Klimawandel freut ist zum Beispiel Grönland wo man nun Landwirtschaft betreiben kann, das war vor wenigen Jahrzehnten noch nicht möglich.

Auf einer Marskolonie könnten bei einem Krieg aber ein viel größerer Anteil der Bewohner sterben, denn in der abgeschlossenen Kolonie kann eine Fraktion problemlos alle Widersacher ausschalten. Fluchtmöglichkeiten gibt es ja nicht. Ebenso wäre bei einem äußeren Ereignis- – zum Beispiel einem Asteroideneinschlag oder einem extrem seltenen aber auftretenden Klasse 5 Sonnensturm gleich die ganze Kolonie in Gefahr – ohne Atmosphäre und Magnetfeld gibt es viel weniger Schutz als auf der Erde. Während auf der Erde zum Beispiel Körper mit einem Durchmesser kleiner als 100 m meist in der Atmosphäre auseinanderbrechen (Ausnahme: die seltenen Eisenmeteoriten) liegt die Grenze beim Mars bei nur etwa einem Meter und solche Brocken sind erheblich häufiger. Einer reicht aus ein riesiges Loch in ein Dach oder eine Wand zu reißen und die Atmosphäre entweicht. Anders als auf der Erde kann man auf dem Mars nicht ohne Technologie überleben. Es gibt keine atembare Atmosphäre, keinen Schutz vor kosmischer Strahlung kein Wasser und nichts zu essen.

Fazit

Die Idee der „multiplanetaren Spezzies“ wirkt für mich unausgegoren, nicht zu Ende gedacht. Das verwundert, ist es doch ein Langzeitziel von Elon Musk. Dazu passt auch das man eigentlich gar nichts darüber hört, wie denn diese Marskolonie aufgebaut werden soll, wie man dort die Selbstversorgung sichern will, die man braucht, wenn man unabhängig von der Erde sein will. Das wundert mich aber nicht, denn so vieles was Musk von sich gibt, wirkt nicht besonders überleg., In den letzten Jahren häufen sich aber Äußerungen, die darauf hindeuten, dass er auch seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat. Das wirkt sich inzwischen auch auf sein unternehmerisches Urteilsvermögen aus. Twitter zu kaufen, nur weil es einem nicht passt, dass es dort auch Musk-Kritiker gibt, ist nicht besonders intelligent, immerhin intelligenter als Trumps Vorgehen, der eine Konkurrenzplattform ins Leben rief, die vor sich hin dümpelt. Seit er dort aber am Ruder ist, hat sich die finanzielle Situation von Twitter nicht verbessert, im Gegenteil, Musks Maßnahmen vergrößern die Verluste.

Ich bin trotzdem für eine Marskolonie – wenn Elon Musk dorthin auswandert und sich dort weiter austobt. Ich meine diese Kolonie sollte exklusiv für besondere Meresanch sein. Es sollte nicht jeder, auch wenn er das Geld ha,t dorthin auswandern können, sondern handverlesene Menschen, die auf der Erde mit ihren Mitmenschen in Konflikt kommen, dort sind sie dann unter sich und fallen einem nicht mehr auf die Nerven oder verirsachen Chaos und Krieg. Also spontan fallen mit Putin, Trump, Bolsonaro und Björn Höcke ein. Dort können sie zeigen, dass sie es besser können, dass sie besser als der Rest der Welt sind, glauben sie ja sowieso.

Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Massenaussterben

https://www.oekosystem-erde.de/html/massenaussterben.html

https://www.scinexx.de/dossierartikel/devon/

5 thoughts on “Das Aussterben der Menschheit und die multiplanetare Spezies

  1. Die Vorstellung, das Weltall als echten Lebensraum annehmen zu können, ist doch arg von naiver SF geprägt. Das Problem ist weniger das man nicht zum Mond, Mars oder sonst wo hin kommt, oder keine habitablen Bereiche schaffen kann. Das zentrale Problem ist die Aufrechterhaltung der Logistik bzw. das komplette Fehlen einer breit aufgestellten Recycling Technologie. Will man also die Logistik nicht als alleinige Cash Cow für die Elon Musks dieser Welt machen, indem man eine Kolonisierung des Alls per Order Mufti der Rüstungsindustrie gleich stellt, dann wird man kaum Gründe für diese Aktion finden.

    Da man schlicht keine Profite aus „materiellen“ extraterrestrischen Ressourcen generieren wird, bleibt nur die Raumfahrt als strategisches Asset aufzustellen. Damit generiert man künstlich Profite.

    Aber ich lasse mich gerne überraschen mit Vorschlägen mit welchen materiellen Gütern, also Dinge, die eine Masse haben, man im All Geld verdienen kann. Ausgeklammert davon ist natürlich die Forschung. Die Planeten und deren Monde zu Besuchen und zu erforschen kann durchaus Sinn machen.

    Und eines sei noch angeführt, so cool das Setting auf einer Marsstation auch erscheinen mag, man lebt letztendlich in einem primitiven Rahmen. Draußen sind Steine, Felsen und Sand, drinnen die ewig gleichen Leute und kaum Abwechselung. Jeder Leibeigene im 17. Jahrhundert hatte da mehr Möglichkeiten.

  2. „Also spontan fallen mit Putin, Trump, Bolsonaro und Björn Höcke ein.“
    Das hört sich nach einem exzellenten RTL-Format an. „Die Mars-WG“
    Es gibt auch großes Potential für weitere Staffeln. Z.B mit Kim Jong-un, Ali Chamenei und meinetwegen noch Erdogan.

  3. Bezüglich Prioritäten:

    Wenn dem Herrn Musk das Sichern der Überlebensfähigkeit der Menschheit wirklich am Herzen liegen würde, wäre es sicherlich dafür besser, wenn er seine Milliarden nicht in Starlink / Starship etc versenkt, sondern – vielleicht sogar mit anderen Unternehmen – an einem besseren Frühwarn und Abwehrsystem von potentiell gefährlichen Asteroiden arbeiten würde.

  4. Es gab aller Wahrscheinlichkeit nach noch zwei weitere große Aussterbeereignisse, die aber nur sehr ungenau zu datieren sind:
    1) das Auftreten von Cyanobakterien oder ähnlichen im Meer, die als erstes Photosynthese betrieben haben und im Meer Sauerstoff verfügbar gemacht haben.
    Der Sauerstoff war für andere Organismen giftig, wurde aber über lange Zeit chemisch an Eisen und Schwefel gebunden.
    2) die Erhöhung der Sauerstoffkonzentration im Meer, und die Verfügbarkeit von Sauerstoff in der Atmosphäre.

  5. Für die Zukunft muss man auf die Künstliche Evolution hoffen, denn die Natürliche haben wir durch unser Sozialverhalten ausgeschaltet.
    Ich persönlich bin stark fehlsichtig. Meine Mutter und mein Opa ebenfalls. Bei einer funktionierenden Evolution hätte bereits mein Opa sein Erbgut nicht mehr weiter geben können. Genau so geht mit vielen anderen Erkrankungen und Veränderungen. Durch Mutation probiert die Evolution verschiedene Veränderungen aus, wenn sie erfolgreich ist setzt sich die eine positive Veränderung durch. Die anderen schlechten Mutationen sterben aus.
    Durch unser Sozialverhalten, verstärkt durch unsere Politik stellen wir aktuell die Evolution beim Menschen auf den Kopf.
    Menschen mit schwerwiegenden Fehlern bieten wir de gleichen Möglichkeiten wie gesunden, es gibt keinen Vorteile für das bessere Erbgut mehr.
    Unser Sozialsystem sorgt dafür, das sich ein Akademiker (m/w) in der Regel nicht plant mit 16 Kinder zu bekommen, sondern erst mal Studium und Karriere in den Vordergrund stellt wenn man dann ab 30 daran denkt ist vielleicht gerade kein Partner mehr da. Im durchschnitt Pflanzen sich dadurch Menschen mit hohem IQ weniger fort. Im Gegenzug macht es für einen Geringverdiener oder Hilfeempfänger finanziell keinen Unterschied wie viele Kinder er hat, da er Kinder mit dem Kindergeld finanzieren muss.

    Wenn wir in Zukunft nicht mit Gentechnik gegensteuern wird es in wenigen Generationen fast nur noch Kranke, Schwache und Dumme geben.
    Dann brauchen wir uns um Raumfahrt keine Gedanken mehr zu machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.