Heute geht es wieder mal um eine Mission ins äußere Sonnensystem, die es ja so schwer haben genehmigt zu werden. Das liegt nicht immer am Budget – die beiden letzten Vorschläge IVO (Io Vulcanic Orbiter) und Trident (zum Triton) waren im Bereich der Discovery Class Sonden. Ich will heute mal eine von mir angedachte Variante der Trident vorstellen, die Trident+.
Aber ich fange mit einem anderen Thema an, ich habe ja mal die Leser gefragt, ob sie Zugriff auf einen Artikel hatten. Der Grund war, das ich beim Lesen alter Berichte über die Neptunbegegnung auf diese Abbildung von Daniel Fischer gestoßen bin: (mehr …)
Heute vor genau 45 Jahren startete Voyager 2 und passend dazu habe ich die Recherche zu meinem Buch abgeschlossen, das immer länger wird, nun schon 554 Seiten. Dabei habe ich erst die Hälfte mit Bildern versehen. Passend zum Jubiläum der beiden Sonden die immer noch aktiv sind, hier eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse beim Start. Da es über diese keinen Report gibt , anders als sonst bei NASA-Sonden diese Zeit üblich, sondern sie erst Jahrzehnte Später in Interviews bekannt wurden. Nun ja, man konnte die Fehler verschwiegen, weil nichts passierte, anders als den gravierenden Fehler am 7. April 1978. Frage an die Voyager-Fans: Wisst ihr ohne nachzusehen was ich meine? So ist der Teil des Aufsatzes eher kurz. Ich nutze das, um die Leser die sich mit Voyager nicht ganz so auskennen, auf den gleichen Stand zu bekommen und etwas zu erklären.
Also Voyager hat drei Computersysteme die redundant (doppelt) vorhanden sind. Das CCS (Command and Control Subsystem) ist der Computer der mit der Erde kommuniziert, alle Beobachtungsprogramme abwickelt und über die Gesundheit der Sonde wacht, auch über die beiden anderen Computer. Das FDS (Flight Data Subystem) ist für die Datengewinnung der Experimente vor allem der Kameras zuständig und spielt in diesem Artikel keine Rolle. Die zentrale Rolle ist das AACS (AACS: Altitude and Articulation Control System). Es ist mehr als ein Computer und umfasst auch alle Sensoren um die Lage des Raumschiffs festzustellen wie Gyroskope, Sternsensoren und Sonnensystem. Das AACS ist für die korrekte Ausrichtung Voyagers im Raum und der Instrumentenplattform auf Ziel zuständig. Es bekam in diesem Artikel einige Probleme.(mehr …)
… zum aktuellen Buch. Eigentlich wollte ich letzte Woche mit dem letzten großen Kapitel – Neptun fertig werden, aber dann fand ich beim Recherchieren noch dieses und jenes was woanders reinpasste, das ich das vorgezogen habe. Auch weil die Korrekturlesern nach den Kapiteln, die sich primär nicht um Voyager drehen und bei denen sich nicht mehr viel ändert, nun bei den Sonden selbst angelangt sind, und dann ist eben Schluss mit dem Nachrecherchieren.
Inzwischen sind es 534 Seiten, ich rechne beim fertigen Buch mit 550+ Seiten, der Preis von unter 50 Euro bleibt aber (also genau 49,99 Euro), dann ist meine Marge eben etwas kleiner. Das teure sind nicht die S/W-Seiten, sondern die Farbseiten, ich habe mal mit 40 Farbseiten kalkuliert und jede Farbseite macht das Buch um 10 Cent teurer, eine S/W Seite nur um etwa 1 Cent.Also reine Herstellungskosten, ohne Margen von Handel, BOD und Mir). (mehr …)
Letzte Woche gab es von der Aldi Marke „Mucci“ die energiereduzierten Eisvariationen der Marke „Less & Tasty“ im Angebot. Regulär kostet ein Becher von 500 ml 2,89 Euro und damit erheblich mehr als das normale Eis der Eigenmarke „Mucci“.
Ich habe mir mal zwei Becher gekauft und zwar „Walnuss Vanille“ und „Cookie dought“. Bei beiden steht dick und fett drauf, wie viele Kalorien ein Becher hat (418 und 462, bei anderen Sorten geht das herunter bis 313). Das stört mich schon. Wir haben seit 1978, das sind ja jetzt gerade mal 44 Jahre her, als Einheit das Joule und nicht die Kalorie für Energieeinheiten. Wenn die Industrie es nicht hinbekommt die gesetzliche Einheit hervorzuheben und dann die Kalorien klein schreiben anstatt umgekehrt, wie soll sie dann erst richtige Herausforderungen, wie Klimaneutralität bewältigen? (mehr …)
Gestern hatte eine Sojus 17 Satelliten ins All befördert, darunter den Satelliten Chayyam, wer in englischen Medien sucht: dort heißt er „Khayyam“. Letzte Woche berichtete, die Washington Post die sich wiederum auf US-Geheimdienste bezieht, dass dieser Satellit für Iran nach dem Start von dem russischen Militär genutzt werden könne um den Krieg in der Ukraine besser zu planen. Erst danach würde er an Iran übergeben werden. Die Tagesschau verweist darauf, dass dieser Start drei Wochen nach dem Besuch von Putin im Iran stattfand. Also wenn George Dabbl-Ju Bush noch im Amt wäre, er würde wahrscheinlich von der Axe des Bösen“ sprachen. Aber hier sind wir ja in einem Blog, der der Verseichtung entgegenwirken will, also erst mal die Fakten:
Startzeitpunkt: Putins Besuch war sicher mit dem Start abgesprochen, zwei zeitnahe Meldungen zu den Beziehungen Russland-Iran machen mehr Eindruck beim eigenen Volk wie auch in der Welt. So wird ein Schuh draus, nicht damit das man bei dem Staatsbesuch diesen Start beschlossen hat. Wer sich auskennt, weiß das eine Startkampagne alleine mehrere Wochen dauern kann, und da muss der Satellit ja schon fertig sein. Die hat Russland ja nicht einfach so rumliegen. Von der Ausrüstung die der Iran braucht, um die Daten zu empfangen und um den Satelliten zu steuern, mal ganz zu schwiegen. (mehr …)