Buchkritik "Abenteuer Raumfahrt – Expeditionen ins All"

Nach längerer Zeit mal wieder eine Buchkritik, diesmal von einem eher ungewöhnlichen Buch, nämlich einem, das sich an das allgemeine Publikum wendet und in Deutsch, denn ich lese sonst meistens Fachbücher und die sind meist in Englisch. Eigentlich war das Buch mehr ein Lückenfüller – ich hatte eine andere Bestellung und um die Versandkosten bei Amazon zu sparen, suchte ich nach einem Buch, das mich interessieren könnte und nicht so teuer ist. Auf Platz 1 der Verkaufscharts war dieses Buch für 11,95, dass bei Abzug der Versandkosten die ich sonst zu zahlen hätte nur noch 7 Euro kostet.

Da schon eine Seitenzahl von über 300 angegeben war, dachte ich mir wärst ein guter Kauf, zumindest was Seiten/Euro angeht. Als ich dann den Karton aufmachte schaute ich nicht schlecht: Das Buch ist im Über-Din A4-Format, Hardcoverbindung und über 2 kg schwer. Damit steht schon eines fest: in dieser Ausstattung wäre es in Deutschland nicht herstellbar. Das geht weiter beim Durchblättern, glattes, festes, dickes Papier mit hohem Gewicht, sehr viele großformatige Fotos, viele Seiten nur mit Fotos. Alle Seiten in Farbe (außer es gibt wie am Anfang der Raumfahrt nur Schwarz-Weiß Fotos).

Doch das ist nur die Form. Wer meine Bücher kennt, der weiß das ich nicht so viel von Fotos halte. Das Bildmaterial soll den Text ergänzen, meine Bücher sollen keine Bildbände sein. Daher setze ich mehr auf Diagramme und Graphiken als Bilder. Nun Diagramme gibt es auch, qualitativ hochwertig wie die Fotos, aber sie sind eher die Ausnahme. Für das gewählte Zielpublikum ist das sicher kein Nachteil, denn die interessieren sich sicher nicht für die Details der Raumschiffe. (mehr …)

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Medien und die Moonhoaxer

Die Medien haben natürlich auch mit dem Phänomen zu tun. Bill Kaysing publizierte seine Moon Fake Theorie 1976, doch erst als Fox „Conspiracy Theory: Did We Land on the Moon?“ 2001 herausbrachte, wurde aus diesem wirren Geschreibse ein Massenphänomen. Nun das hat zum einen damit zu tun, dass selbst bei korrekter Berichterstattung es sich genügend Dumme finden, die an die Verschwörungstheorie glauben. Die die dran glauben halte ich für weitgehend unbelehrbar, denn wenn sie so dünnen „Beweisen“ glauben, dann wird eine Fernsehsendung nicht sie überzeugen.

Meistens aber haben diese Sendungen wegen des Spannungsbogens aber eine Struktur, die wie folgt geht: Es wird dargestellt wie die Leute auf die Idee gekommen sind, dann wie sie sich das vorstellen, inklusive Szenen mit selbstgebastelten Astronautenanzügen nachts in der Wüste, dann kommen die angeblichen Beweise, immer mit dem fragenden Unterton „waren wie wirklich auf dem Mond“. Erst am Schluss, sonst wäre es ja langweilig, kommt die Auflösung die meistens sehr schnell geht. Um die nicht parallelen Schatten zu erklären, reicht eine einige Aufnahme auf der Erde, um die fehlenden Sterne zu erklären, ein Kameraschwenk nachts. Das sind dann Einstellungen die einige Sekunden bis maximal eine Minute dauern. (mehr …)

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Anstatt einem Vorausblick auf 2015

Ich muss gestehen, in den letzten Jahren beschäftige ich mich weniger mit zukünftigen Raumfahrtmissionen so ist mir nicht so viel eingefallen zumindest nicht, dass es für einen ganzen Blog reicht. Also wir hätten da den von diesem November auf Februar verschobenen Testflug des europäischen Testgleiter IXV, dann wird so um den März herum Dawn Ceres erreichen und dann im Juli New Horizons Pluto. Dank der IAO und Dawn ist es weder der Besuch des letzten Planeten noch der erste eines Zwergplaneten. (mehr …)

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Was mich an den Anhängern der Moonhoaxern nervt

Ich habe mich ja schon mit den Moonhoaxern beschäftigt. Man kann davon ausgehen, dass sie nicht belehrbar sind und viele machen auch ihr Einkommen damit, anderen Leuten Lügen zu verkaufen. Aber sie wären vollkommen bedeutungslos, wenn es nicht genügend Dumme gäbe, die ihnen zuhören würden und ihre Bücher kaufen würden. Dazu gibt es noch die Medien, doch dazu ist ein anders Thema.

Nun betrachten wir mal den Durchschnittsanhänger der Moon-Hoaxer oder auch nur den der gewillt ist, ihnen Glauben zu schenken. Er hat meist keine Ahnung von Raumfahrt. Auch ist die allgemeine naturwissenschaftliche Bildung gering, denn sonst würde er viele der angeblichen Beweise entlarven können. Die kann man nämlich leicht in zwei Gruppen einteilen. Die eine erfordert Nachrechnen oder zumindest intensives Nachdenken. Das betrifft z.B. die Sprünge auf dem Mond, die einfach nur langsam abgespielte Aufnahmen sein sollen oder die Sache mit dem fehlenden Krater, unter dem Landefahrzeug. (mehr …)

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Warum haben Prozessoren so wenige Kerne?

Nächste Woche gibt es bei ALDI einen Tablett-PC mit Achtkernprozessor und auch Intel hat bei den Desktop Exemplaren dieses Jahr mit 6 bzw. 8 Kernen eine Schippe draufgelegt, doch noch immer sind das deutlich weniger als man nach Intels eigenen Angaben erwarten dürfte. Als 2005 die ersten Dualcoreprozessoren eingeführt wurden, verkündete Intel, nun würde sich die Kernzahl alle zwei Jahre verdoppeln. Damit dürften wir 2015 die ersten 64-Kernprozessoren erwarten. Die kommen aber nicht. Nicht das Intel das nicht hinbekommt. Schon 2009 gab es bei der Westmere Generation 10 Kerne, im Einklang mit dem „Gesetz“ (das für 2009 acht Kerne vorhersagte) und heute liegt der Rekord bei den Xeon Prozessoren bei 18 Kernen mit Hyperthreading (36 logische Kerne). Daneben gibt es den Xeon Phi mit 50 Kernen, doch dazu später mehr. Warum aber belässt man es im Desktop-Segment bei zwei oder vier Kernen, wenn doch technisch mehr möglich sind?

Nun es gibt eine Reihe von Gründen dafür. Der erste ist, dass im Desktop-Bereich meist ein Programm mit einem Thread aktiv ist. Andere Threads sind zwar auch vorhanden, arbeiten aber meist im Hintergrund und brauchen oft nur eine geringe Rechenleistung. Daher hat man mehr Arbeit in den Turbo-Boost gesteckt, darunter versteht man dass einer oder mehrere Kerne kurzzeitig eine höhere Taktfrequenz fahren können, wenn die anderen nicht ausgelastet sind. Das erhöht die Singlethreadperformance die im PC-Bereich so wichtig ist.  Es verwundert nicht das Xeon Prozessoren die für Server gedacht sind und damit für Multithreadanwendungen mehr Kerne haben. (mehr …)

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