Alte und neue Vorsätze

Ich weiß von den Kommentaren das ihr wenig von dem Brauch haltet sich fürs neue Jahr etwas vorzunehmen. Aber für mich ist das meistens ein Ansporn auch etwas durchzuhalten, und meistens schaffe ich es auch. Letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen nur noch an jedem zweiten Tag Fleisch zu essen. Das hat nicht so richtig geklappt. Zumindest nicht in der Form in der ich mir das dachte. Also einen Tag ohne Fleisch, einen mit. Es gab zu viele Widrigkeiten. Da bleibt mal an einem Tag ein Rest übrig den man am nächsten Tag noch essen kann, der aber nicht mehrere Tage hält, da ist meine inzwischen Neunzigjährige Mutter die Wurst haben will und nach der Hälfte was anderes essen will. Wegschmeißen kommt für mich aber auch nicht in Frage. (Das Schwein soll ja nicht umsonst gestorben sein). Aber ich denke in der Summe habe ich es weitgehend eingehalten, so esse ich morgens nie und abends nur selten Wurst und beim Mittagessen vielleicht nicht jeden zweiten tag vegetarisch, aber durchaus öfters als früher. (mehr …)

WeiterlesenAlte und neue Vorsätze

VLIW

VLIW steht für very long Instruction Word und ist eine Computerarchitektur. Zuerst einmal was ist damit gemeint? Gemeint sind nicht lange Befehlsworte, die es auch gibt. Bei der x86 Architektur können sie z.B. bis zu 16 Bytes lang sein. So lange Befehlsorte bekommt man z.B. bei SIMD Architekturen (Single Instruction Multiple Data), da blasen dann die angehängten Daten die Länge auf. Bei VLIW werden vielmehr mehrere einfache Befehle zu einem langen Befehlswort gebündelt.

Welchen Nutzen hat dies? Nun die erste Implementierung diente vor allem dazu, mit dem grundsätzlichen Manko des Speichers umzugehen. Schon immer war Speicher langsamer als die CPU. Das war schon in den Sechzigern so. Eine der Lösung die Langsamkeit auszugleichen war Bandbreite. Vereinfacht gesagt: wenn man auf die Daten schon warten musste, dann glich man dies dadurch aus, das man mehr Daten holte. Bei Daten hatten daher sehr oft die CPU mehr als einen Anschluss zum Speicher (oft Port genannt). Bei den Befehlen bestand die Lösung in VLIW: anstatt das der Decoder ein Wort holte, holte er ein langes Wort, das mehrere einzelne Worte enthielt. So musste er nicht auf die nachfolgenden Worte warten, sie waren schon in der CPU. (mehr …)

WeiterlesenVLIW

Ein Weihnachtsgeschenk von der NASA

Ich habe mir vorgenommen zwischen den Jahren mal wieder einiges zu aktualisieren. den Anfang machte ich mit DSCOVR, der Raumsonde die im Januar zum Start ansteht. Der Aufsatz dürfte morgen online gehen. Bei der Recherche bin ich auch über etwas gestolpert, das sicher für viele die auch mal Missionen nicht nur zum Mars sehen wollen ein Weihnachtsgeschenk ist: es gibt wieder Bewegung beim Europa Orbiter.

Es gab schon eine Überraschung als bei der Genehmigung des letzten NASA Haushaltes das Projekt 100 anstatt der beantragten 15 Millionen Dollar bekam, die größte Steigerung (zumindest prozentual) aller Programme, aber auch absolut. Ich habe eigentlich gedacht das die Sonde niemals kommt. Der Europa Orbiter wird als Projekt so seit fast zwei Jahrzehnten prognostiziert. Er wird aufgrund der Anforderungen eine Flagship-Mission sein und eine solche leistet sich de NASA nur einmal pro Jahrzehnt. Die letzten drei waren Galileo, Cassini und Curiosity. Der Europa Orbiter wird wie der Titan Orbiter seit Cassini als Nachfolgeprojekt gehandelt und mit dem Beschluss ein zweites mobiles Marslabor zu bauen, scheint seine Zukunft noch unsicherer zu sein, bzw. wenn, dann kommt er noch später. Es gab nicht wenige Indizien, dass die NASA das Projekt ganz fallen lässt, auch weil Europa mit JUICE eine ähnliche Mission plant. Man hatte ja schon die Planung von einem echten Orbiter auf eine Vorbeiflugsonde umgestellt – nur Vorbeiflüge macht auch JUICE, nur nicht ganz so viele. (mehr …)

WeiterlesenEin Weihnachtsgeschenk von der NASA

Raumfahrtnachlese

Zwar ist das Jahr noch nicht vorüber, aber zu 97% ist es doch schon gelaufen. Zeit eine kleine Zusammenfassung zu machen. Wir haben in diesem Jahr zwei Jungfernflüge neuer Träger gesehen: Der Angara und der GSLV. Beide waren suborbital,, was schon etwas erstaunt. Diese Testmethode, erst mal die erste Stufe alleine zu testen dann die ganze Rakete ist doch außer der Mode gekommen. Die USA haben sie zuletzt bei den Saturn I eingesetzt, das war Anfang bis Mitte der Sechziger. Der letzte Einsatz überhaupt war bei der Europa-Rakete Ende der Sechziger. Russland testeten zumindest Trägerraketen nur einmal so getestet: Das war die Proton die zuerst in nur zweistufiger Version flog. Indien testete vorher niemals so ihre Träger. Für das Verfahren gibt es aber auch Gründe. Einer kann sein, dass man die erste Stufe schon flugbereit hat, die Oberstufen aber noch nicht. Indiens GSLV Mark III Entwicklung soll umgerechnet nur 400 Millionen Dollar gekostet werden – das zeigt deutlich das Lohngefälle zwischen und Indien. Auch Mars Orbiter der ja als erste asiatische Raumsonde seit September den Mars umkreist war preiswert: 74 Millionen Dollar, zum Vergleich: MAVEN die zeitgleich startete lag bei 450 Millionen Dollar also mehr las dem sechsfachen.

Der Vorbeiflug von Sidney Spring am Mars war wie von mir erwartet eine optische Enttäuschung. Daniel Fischer hatte ihn ja als ich zu Jahresanfang eine Vorausschau machte, als großes Ereignis angekündigt, aber ein einfacher Dreisatz zeigt dass  selbst die hochauflösende Kamera HIRISE aus den rund 200.000 km Entfernung (zehnmal weiter entfernt als Deimos) bei der zu erwartenden Kerngröße (zehnmal kleiner als Deimos) keine großartigen Bilder machen kann. (mehr …)

WeiterlesenRaumfahrtnachlese

Der Wald

Kürzlich kam die Deutschland Saga, wo bei Terra X ein australischer Professor über Deutschland referierte. (vielleicht klingt e seriöser, wenn der Fachmann aus dem Ausland kommt) Es gab einiges neues für mich, die wohl überraschendste Neuigkeit: Nach einer BBC-Umfrage mit 26.000 Teilnehmern in 16 Ländern ist Deutschland, das beliebteste Land (in der Welt)! Die USA die ja bei manchen (wenn auch deutlich weniger als noch vor 20 oder 230 Jahren) als Vorbild hoch gehalten werden kamen auf Platz 8, zwei Plätze hinter der EU die auch wählbar war.

Die Serie inspirierte mich zum heutigen Thema dem Wald. Schon Tacitus berichtet vom Wald mit dem Deutschland damals überzogen war und der muss zumindest Tacitus beeindruckt haben. Vielleicht war er aber, wie das Wetter nur eine gute Entschuldigung für die Niederlage der Römer 9.n. Chr. Ich schreibe bewusst nicht im Teutoburger Wald, weil die Schlacht dort nicht stattfand, sondern bei Kalkriese, wo die Schlacht in einem Engpass zwischen einem Moor und einem Berg stattfand, aber nicht im Wald. Trotzdem scheint Deutschland damals noch bewaldeter gewesen sein als Frankreich. Wir können davon ausgehen, dass ganz Mitteleuropa nach der Eiszeit voll bewaldet war, wie dies heute noch zum Teil in Skandinavien oder Russland der Fall war. In Frankreich muss damals schon mehr Wald gerodet worden sein um Ackerfläche zu gewinnen, vielleicht weil die Bevölkerung größer war. (mehr …)

WeiterlesenDer Wald