Die Träume des Militärs

Vor einiger Zeit lass ich auf SpaceNews, dass eine Firma einen Forschungsauftrag für ein Konzept unter dem Namen „Dream-Spy“ bekommen hat. Die Technologie, die erforscht werden soll, klingt fantastisch: ein Beobachtungssatellit im geostationären Orbit, der Realzeitdaten von der Hemisphäre liefert, die er beobachtet. Damit die Auflösung groß genug ist, denkt das Militär an entfaltbare Linsen.

Der geostationäre Orbit verläuft am Äquator in 35943 km Höhe. Die Entfernung zur Oberfläche nimmt dann weiter zu und erreicht am Nord-  und Südpol dann 36504 km. Dieser Wert ist ungefähr hundertmal größer als bei den Spionagesatelliten im niedrigen Orbit. Damit einher geht natürlich eine entsprechende Reduktion der Auflösung um denselben Wert. Würde man also einen der busgroßen KH-12 Satelliten in den GTO Orbit platzieren, dann hätte eine Auflösung von nur noch 10 bis 20 m. Diese ist dann nur noch so groß wie bei einem einfachen Erdbeobachtungssatelliten, der bei dieser Auflösung auch in einem niedrigen Orbit die Erde einmal pro Tag ablichten könnte. Das ist zwar nicht Realzeit, aber nahe dran. (mehr …)

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Sternstunden der bemannten US-Raumfahrt

Nachdem ich so gerne auf die bemannte Raumfahrt und die NASA schimpfe, will ich heute die (meiner Ansicht nach) drei wichtigsten Sternstunden der NASA nennen:

17.3.1968: Am 16.3.1968 startete zuerst der Zielkörper GATV 8 und 90 Minuten später die Gemini 8 Mission. Ziel war es an den GATV 8 anzukoppeln, dort sollte der Astronaut David Scott einen Mikrometeoritendetektor anbringen, dann waren drei An- und Abkopplungsmanöver und eine Orbitanhebung von 300 auf 410 km Höhe geplant.

Es sah auch zuerst so aus, als würde alles reibungslos klappen. Das Ankoppeln an die modifizierte Agena Oberstufe, ein vor Gemini unbekanntes und als aufwendig eingeschätztes Manöver, klappte auf Anhieb. So war alles bis dahin reibungslos verlaufen, als die Kombination den Empfangsbereich der Bodenstation verließ. Die Missionskontrolle misstraute der Agena, die zwar eine glänzende Karriere in der Air Force hinter sich hatte (es war der 192-ste Einsatz dieser Stufe), aber die NASA hatte keine guten Erfahrungen gemacht. Bei den Starts der Raumsonden Ranger und Mariner waren einige Exemplare verloren gegangen. So bekam Armstrong vor dem Verlust des Funkkontaktes noch Instruktionen was er zu tun hätte, wenn es Probleme gäbe. (mehr …)

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Der Musiktipp: Piero Umiliani: Mah Na‘ Mah Na‘

Der heute Musiktipp ist ohne Text und daher auch ohne jeden Kommentar: Enjoy!
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Die Seuche „C“

Zeit mich mal wieder unbeliebt zu machen, oder besser gesagt zu provozieren. Es geht um die für mich übelste Programmiersprache: „C“. Warum ist C so übel? Nun man könnte es auf den Punkt bringen, das hat dieser Aufsatz getan, der nicht von mir stammt, aber den ich übernommen habe. Fangen wir mal an mit einigen Mythen, die immer genannt werden, wenn es um die Vorteile von „C“ geht:

„C ist maschinennah und daher besonders gut geeignet für die Programmierung von hardwarenahen Programmen wie Betriebssystemen.“

Dieser Mythos mag in den siebziger Jahren gegolten haben, aber danach nicht mehr. Das hat nun auch weniger mit der Sprache zu tun, sondern mit dem Compiler, der den Code erzeugt. Für alle, die nicht so mit Assembler vertraut sind: die meisten Prozessoren haben Befehle die bei bestimmten Situationen geeignet sind und schneller ausgeführt werden als andere, sozusagen Spezialfälle. So verändern die Befehle INC und DEC einen Operanden um jeweils 1 und das Schieben eines Registers entspricht einer Division oder Multiplikation mit 2. Diese Operationen gehen schneller als eine Addition/Subtraktion oder Division/Multiplikation. (mehr …)

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