Parallelisierung – aus Anwendersicht

Da sich offensichtlich viel mehr Leute über Computer interessieren als für Raumfahrt (wer hätte das gedacht?). Will ich das Problem der Parallelität mal beleuchten. Zuerst mal aus „Anwendersicht“, also ohne Kenntnisse einer Programmiersprache und ohne auch Details der Programmierung zu vermitteln. Das folgt im nächsten Beitrag.

Erst mal: was kann man parallelisieren und wie geht das – darum geht es heute.

Die einfachste Sicht erhält man wenn man den Taskmanager aktiviert (oder PS unter Linux) und sich mal die Prozesse anschaut. Bei einem „jungfräulichen“ Windows XP direkt nach dem Start finden man typischerweise etwa 10 Prozesse. Wenn man einige Programme, Treiber etc. installiert hat, Online geht, können es durchaus auch viel mehr sein. So gesehen nutzen viele Kerne doch etwas, aber nur auf den ersten Blick. Jeder Prozess kann im Prinzip von einem physikalischen oder logischen Kern (das ist ein Kern der nicht existiert, aber dem Betriebssystem vorgegaukelt wird, indem der Prozessor intern aus zwei Prozessen die Instruktionen auf einen Kern verteilt damit dieser optimal ausgelastet. Das ist nicht so schnell wie ein echter Kern aber bis zu 25% schneller als ein einzelner Kern (der typische Gewinn liegt allerdings bei 10-15%). Bei Intel heißt das Hyperthreading. AMD das nicht in den CPU’s.

Wer allerdings genauer hinschaut wird feststellen, dass die meisten Prozesse nur wenig CPU Zeit brauchen. Ein Prozess kann ein Anwendungsprogramm sein, ein Dienst oder auch ein Thread. (mehr …)

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Die geheimen Zahlen in der Weltraumfahrt

Kennen Sie die geheimsten Zahlen im Weltraumprogramm? Nein ist es ist nicht die Telefonnummer von Bolden oder Datum der ersten Marslandung. Es sind die mysteriösen Zahlen was was kostet. Auch wenn ab und an mal was publiziert wird, so sind Raumfahrtagenturen doch sehr vorsichtig damit zu publizieren was was kostet. Wie schon gesagt: Es gibt Ausnahmen. Meistens wenn es billiger als vergleichbare Projekte kommt (so bvei den Raumsonden des Discovery Programms). Meistens erfährt man gar nichts oder es gibt sogar gezielte Desinformation. Bei XMM Newton wurde z.B. angegeben, der Satellit kostete 230 Millionen Euro – ja aber nur der Satellit. Dann kommen noch die Instrumente dazu, der Start und die Mission – und zack ist man bei 686 Millionen Euro, tja und ein paar Jahre später sind es 919 Millionen Euro.

Gut viele Dinge sind schwer zu quantifizieren. So z.B. fallen bei fast allen Weltraumbahnhöfen die Fixkosten für diesen weg. Aber das so wenig über Kosten publiziert wird ist schon befremdlich. Schämt man sich dafür? Ich stehe auf dem Standpunkt, wenn man den Leuten klar macht wofür das Geld ausgegeben wird, dann kann man auch die Kosten rechtfertigen. Es ist primär eine Frage der Argumentation und wie man die Öffentlichkeit informiert – fachkundig und fair. (mehr …)

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PC Evolution – Teil 2

Ich denke ich muss in meinem Blog mal nachlegen und zwar zu dem Thema PC-Entwicklung. Es gab da ja schon ein paar gute Beiträge. Ich will heute mal aufzeigen, wo es hakt.

Fangen wir mal bei der Architektur an: Sie ist sicher nicht ideal, da gewachsen. Aber Intel & AMD haben ihre Nachteile inzwischen ganz gut in den Griff bekommen und es wäre illusorisch eine neue Prozessorarchitektur zu fordern. Alle Versuche eine neue zu etablieren sind gescheitert (i860, Itanium) und die vielen Konkurrenten die es mal gab, aber auch Sekond-Source Hersteller die es mal gab sind vom Markt verschwunden. Kann sich noch jemand erinnern wie viele Firmen 386er Prozessoren fertigten?

Was gerne vergessen wird: Mit jeder Verkleinerung der Technologie steigen die Kosten für die Produktion an. Eigentlich fertigen nur noch AMD, IBM und Intel Prozessoren im derzeit aktuellen 32 nm Prozess. Das andere Architekturen gerade erst mal zu Dualcoreprozessoren übergehen oder die 1 GHz Grenze überschreiten, liegt schlicht und einfach daran, dass für Embedded Prozessoren man nicht die Erlöse bekommt wie für eine CPU in einem PC oder Großrechner und sich die Herstellung so schneller IC mit den entsprechenden Aufwendungen für die Fertigung nicht rentiert. (mehr …)

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Was wäre aus der Mondforschung ohne Apollo geworden?

Die Frage ist provokativ und spekulativ, weil es kaum vorstellbar ist. Mit Ausnahme der ersten Pioneer Sonden dienten doch auch die Raumsonden der Vorbereitung von Apollo: Ranger zur Erkundung der Technologie und dem Anfertigen von hochauflösenden Aufnahmen bis zum Aufschlag. Surveyor für die Untersuchung der physikalischen Eigenschaften der Mondoberfläche. Lunar Orbiter schließlich zur Kartierung potentieller Landeplätze. Keines dieser Programme, so wage ich zu behaupten wäre in dieser Form ohne Apollo entstanden. Dazu kommt natürlich das Apolloprogramm selbst, mit über 300 kg Mondgestein, Nebenbei wurden dort einige ALSEP Stationen aufgestellt.

Doch das ist nur die eine Seite – dem folgte ein Desinteresse am Mond, das über 2 Jahrzehnte anhielt. Es folgte 1994 die kurze Mission der Technologiesonde Clementine, bei der der Mond eigentlich nur dazu diente Sensoren zu erproben. Wieder fast ein Jahrzehnt Pause und dann die Rückkehr zum Mond mit SMART-1, Kayagua, LRO, Chang’E-1 und Chandrayaan. (mehr …)

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