Am deutschen Raketenwesen kann die Welt genesen – der Rest der Welt

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Im dritten Teil dieser lockeren Reihe geht es nach dem Einfluss der „Peenemünder“ auf die Raketenentwicklung in den USA und der UdSSR nun um den „Rest der Welt“, direkt auf England und Frankreich, indirekt auf China, Indien, Nordkorea und den Iran.

Im dritten Reich wurde nicht nur die A-4 als Großrakete entwickelt, es gab auch zahlreiche andere Raketenentwicklungen, die zu Kriegsende teilweise im Einsatz waren, meist aber noch in der Entwicklung so:

  • Das Raketenflugzeug Me 163 das in 350 Exemplaren gebaut und im Einsatz war.
  • Die Bachem Natter (BA-349), ein noch radikalerer Entwurf eines Raketenflugzeugs zu Kriegsende, entstanden aus der Materialnot.
  • Die Flugabwehrrakete „Wasserfall“ war die erste fernlenkbare Rakete und stand kurz vor der Einsatzreife.
  • Die ungelenkte Flugabwehrrakete „Taifun“ sollte in Massen die Flugabwehr unterstützen. Auch sie war noch in der Entwicklung.

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Am deutschen Raketenwesen kann die Welt genesen – UdSSR

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So heute geht es weiter mit dem Einfluss der Peenemünder auf die Raketenentwicklung. Der Beitrag schließt an den ersten Teil von gestern an.

Schon vor dem Ende des zweiten Weltkriegs suchten die USA und UdSSR nach den Entwicklern der A-4. Das Entwicklungszentrum in Peenemünde, das Versuchsgelände Kummersdorf bei Berlin und die Serienfertigung der A-4 im KZ Mittelbau Dora bei Nordhausen lagen alle in der sowjetischen Besatzungszone, sodass die UdSSR eigentlich im Vorteil war. Jedoch beschloss Wernher von Braun, dass er sich den Amerikanern anschloss und mit ihm gingen etliche der Führungskräfte der US-Army entgegen und trafen die Spezialisten, die nach ihnen suchten schließlich in Bayern. Doch nicht alle waren zu diesem Schritt bereit. Der ranghöchste Vertreter dieser Gruppe war Helmut Gröttrup (1916-1981). Gröttrup war nicht bereit seine Familie zu verlassen. Er blieb daher in Deutschland, das galt auch für andere Spezialisten. Wie sich später zeigte dürften die Raketenwissenschaftler die die USA im Rahmen der „Operation Paperclip“ zuerst in Deutschland, dann in Fort Bliss in den USA Internierten, bald ihre Familien nachholen, doch das war bei Kriegsende nicht abzusehen. Gröttrup ging davon aus, da alle Fertigungs- und Erprobungsanlagen in Deutschland lagen, das er weiter in Deutschland arbeiten dürfte, was zuerst auch so war. (mehr …)

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Am deutschen Raketenwesen kann die Welt genesen – USA

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In einer kleinen dreiteiligen Serie will ich einmal rekapitulieren wie die deutschen Raketenwissenschaftler die Entwicklung weltweit beeinflusst haben. Es beginnt heute mit dem bekanntesten Beispiel der USA, etwas mehr neue Tatsachen auch für Raumfahrtkenner dürften die beiden folgenden Beiträge über die UdSSR und als Abschluss dann alle anderen Länder. Ich habe das schon lange vorgehabt, aber die Erweiterung meines Buches über russische Raketen um genau dieses Kapitel liefert mir den Aufhänger. Der Titel ist natürlich etwas provokant und passt nicht in die heutige Zeit, aber ich denke er passt ganz gut, auch wenn ich ihn vom ollen Kaiser Wilhelm II geklaut habe, wobei der das auch aus einem Gedicht von Emanuel Geibel „Deutschlands Beruf“ von 1861 übernommen hat. (mehr …)

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Die Juni 2023 Nachlese von SpaceX

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Eigentlich wollte ich ja keine Nachlese diesen Monat machen, weil es bis zu den letzten Tagen kaum Neuigkeiten gab, dann aber zwei, die ich dann doch kommentieren will. Wie immer geht es nicht um das Alltagsgeschäft, das bestimmt wird von den Starlink Starts, sondern die Entwicklung des Starships.

Doch zuerst zu den Meldungen die nicht dazu gehören. Da sich inzwischen Starlink der ersten Ausbaustufe nähert (rund 4.400 Satelliten) kommen Spekulationen über den Börsengang in den Medien auf. Musk will angeblich den „privaten Wert“ von SpaceX von 137 auf 150 Milliarden Dollar erhöhen. Bei einem Börsengang rechnen Analysten damit das man etwa die Hälfte dieses Wertes, rund 70 Milliarden Dollar ansetzt. Musk hält noch 42 Prozent der Anteile. Ich meine, das gemessen an der Mitarbeiterzahl – SpaceX hat in etwa den gleichen Börsenwert wie Lockheed oder Boeing, aber weniger als ein Zehntel der Beschäftigten selbst bei viel höherer Produktivität überbewertet ist, doch das habe ich schon mal gepostet. (mehr …)

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SpaceX Vergleiche: Die Red Dragon und das Lunar Starship

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Im ersten Teil der beiden SpaceX Vergleiche ging es um den Vergleich des Starships und der N-1.Ich erwähne, dass die Raumfahrt heutzutage kein Wettbewerb mehr ist, bei dem es darum geht, „der Erste“ zu sein. Stattdessen arbeiten die Nationen in der Raumfahrt zunehmend zusammen, wie es bei der Internationalen Raumstation (ISS) der Fall ist.

Anders ist es bei Vergleichen, die vor allem von SpaceX-Fans gemacht werden. Ich schrieb, dass SpaceX nicht mit anderen Unternehmen zusammenarbeitet und habe daher, selbst einige Vergleiche angestellt. Dabei kommen mir zwei Vergleiche in den Sinn: Zum einen der Vergleich zwischen der sowjetischen Mondrakete N-1 und der SpaceX-Rakete, die ich als „SpassX N-1“ bezeichne. Zum anderen das Vorgehen von SpaceX bei den Projekten Red Dragon und Lunar Starship, bei dem es um eine firmeninterne Vergleichsanalyse geht (dieser Teil). (mehr …)

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