Nennt mich Prophet

Seit ich mich für Raumfahrt interessiere, also so seit dreißig Jahren, bin ich davon überzeugt, das der elektrische Antrieb der Antrieb der Zukunft ist. Selbst wenn es immer Probleme zu lösen gibt (als ob es die bei normalen Raktentriebwerken nicht gäbe, man erinnere sich nur mal an die schwierige Entwicklung des RL-10 und SSME) so ist doch die Effizienz bestechend. Der Treibstoffverbrauch beträgt in normalen Szenarien ein Zehntel des chemischen Treibstoffs und kann, wenn man an Missionen denkt die eine hohe Startenergie erfordern, noch weitaus höher sein. Natürlich addiert man Mehrgewicht nicht nur für das Antriebssystem sondern auch für Hochspannungswandler und vor allem die Stromversorgung, trotzdem, das kann man leicht beweisen, wird man sobald man größere Geschwindigkeitsänderungen durchführen muss und diese nicht zeitkritisch sind, immer mehr Nutzlast mit einem Ionenantrieb transportieren.

Deswegen entwickele ich regelmäßig neue Konzepte und schaue auch immer nach wo gerade der Entwicklungsland ist, vor allem bei leichtgewichtigen Solararrays oder eben den Ionentriebwerken. Bisher war es so, dass man zuerst ein bisschen damit experimentiert hat z.B. sie als Lageregelungstriebwerke für Eureka und Artemis genutzt hat (bei letztem retteten die Triebwerke die Mission. Mehr noch: als der Satellit im Orbit ankam nahm man an durch den verbrauchten Treibstoff wäre die Lebensdauer verkürzt – nix  da Artemis hat 2011 seine Solllebensdauer erreicht und wird bis mindestens 2014 weiter betrieben). (mehr …)

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Die SSME in anderen Projekten

So, nun als Abschluss des 110 Kbyte großen Aufsatzes über die SSME die Pläne die SSME woanders zu verwenden und natürlich die technsichen Daten. Morgen geehts dann weiter mit einem anderen Thema und vergesszt mir nicht das Musikrätsel.

Die SSME waren die leistungsfähigsten je gebauten US-Triebwerke. Sie waren wegen der hohen Anforderungen sowohl an Sicherheit, wie auch an Leistung sehr teuer. 1988 kostete ein Triebwerk so viel wie eine Delta Rakete, rund 33 Millionen Dollar. 1993 wurde ein Preis von 40 Millionen Dollar angegeben, die letzten Einsatzexemplare kosteten nach der NASA 50 Millionen Dollar. Das ist recht viel, auch wenn die Kosten inflationskorrigiert leicht gesunken sind (die 50 Millionen Dollar bei der Ausmusterung entsprechen 29 Millionen im Jahr 1988). Ein neues Triebwerk, das nicht so sehr auf Leistung optimiert ist und nicht eine so lange Lebensdauer hat wie das RS-68 ist daher trotz 50% mehr Schub deutlich billiger und wurde daher von der NASA bei der Ares V vorgezogen. Aufgrund der Kosten war ihr Einsatz in anderen Projekten nur bedingt sinnvoll. (mehr …)

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In Memoriam Scott Carpenter

Am 10. Oktober starb Scott Carpenter im Alter von 88 Jahren. Scott Carpenter war der zweite IS-Amerikaner im Orbit. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es erst drei bemannte Raumflüge durch die USA, keiner war lang. Al Shepard hatte einen ersten Hüpfer in einer suborbitalen Bahn (so was wird heute als Weltrautrourismus für 200.000 Dollar angeboten) die Kapsel erprobt, bei der aber noch nicht alle Systeme einsatzbereit waren. Ihm folgte Gus Grisson mit der Kapsel in Orbitalkonfiguration, bei dem sich die Tür vorzeitig nach der Landung öffnete – die Kapsel versank und Grissom, bei dem ein Ventil im Anzug offen war, sodass Wasser eindrang wäre fast ertrunken, weil der Pilot de Helikopters die Kapsel für wichtiger hielt und sie erst abtrennte als sie durch das eingedrungene Wasser zu schwer wurde. (mehr …)

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Triebwerksdaten

So heute nur eine Tabelle, die für mit der Materie kundige aber wahrscheinlich sehr wertvoll ist. Wie ihr sicher bemerkt habt, war ich in letzter Zeit recht fleißig und habe zahlreiche neue Aufsätze online gestellt. So habe ich inzwischen die 1200 Artikelgrenze überschritten. Vor zwei Jahren waren es noch unter 1000. Das wird nun wieder etwas weniger werden, denn ich habe die nächsten Korrekturen des Ernährungsfragen Manuskriptes zurückbekommen und werde das durcharbeiten und das was ich gerne machen würde, nämlich noch die Aufsätze über Grail, Maven und Juno geht wegen des Shutdowns der NASA nicht, damit sind auch alle Server tot und da ich diese als primäre Informationsquelle für Veröffentlichungen nutze bedeutet das dann so oder so einen Stop. Immerhin siehts so gut aus, das die Ernährungsfragen noch dieses Jahr erscheinen, womit ich dann seit 5 Jahren zum ersten Mal nur noch ein Manuskript (für den Ernährungsratgeber) in der Arbeit habe. Ab nächsten Jahr laufen dann auch die ersten Buchverträge aus. So und nun zu den Triebwerken:

Da immer wieder gerne verglichen wird, habe ich in dieser Sektion Daten von Triebwerktests zusammengefasst. Es gäbe sehr viele Kriterien, nach denen man dies tun kann, z.B. ob es Erststufentriebwerke oder Oberstufentriebwerke sind (erstere kann man noch Abschalten wenn man beim Hochlaufen einen Fehler entdeckt, was natürlich die Anforderungen an das Triebwerk senkt). Dann kann man unterscheiden ob das Triebwerk für eine bemannte oder unbemannte Rakete entwickelt wurde. Die Sicherheitsanforderungen bei bemannten Raumfahrzeugen schlagen sich in weitaus mehr Tests nieder als bei unbemannten Trägern. Zuletzt, und das habe ich als Kriterium genommen kann man nach dem Treibstoff unterscheiden. Flüssiger Wasserstoff als Triebstoff verbrennt nicht nur bei höheren Temperaturen als Kerosin, er verdampft auch rasch, was sich auf den Einsatz als Kühlmittel auswirkt zudem muss man dann mit dem flüssigen Wasserstoff auch schmieren, da jedes andere Schmiermittel bei den Temperaturen erstarren würde. Daher habe ich dies als sinnvolles Kriterium für die Unterteilung angesehen. (mehr …)

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Die Space Shuttle Triebwerke – die Weiterentwicklung

So weiter geht es in der Entwicklungsgeschichte der Space Shuttle Haupttriebwerke. Morgen zum ausruhen nur ein kleines Rätsel und eine Tabelle, über die ihr ja mal nachdenken und diskutieren könnt. (mehr …)

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