Überflüssige Dinge

So, heute mal wieder ein kurzweiliger zur Interaktion einladender Beitrag. Ich bin jetzt mit der Korrektur der „Internationale Trägerraketen“ durch. 576 Seiten sind es geworden. Es ging so schnell, weil Norbert Brügge, der viele Grafiken für das Buch gemacht hat mich ein bisschen angetrieben hat. Vorgenommen hatte ich mir nur 20 Seiten pro Tag, teilweise habe ich 70 bis 80 geschafft. Ich will bevor es bald wieder einen Raumfahrt Aufsatz gibt mal wieder ein anderes Thema anschneiden: überflüssige Dinge. Ich bin durch den PEARL Prospekt drauf gekommen. Die Firma hat sich aus einem Shareware-Vertrieb zu einem Versand gewandelt, der neben vielen Dingen für die Rechner auch vieles für andere Lebensbereiche bereitstellt, darunter viel kurioses. So macht es Spaß im Katalog zu blättern und oft kommen mir da Dinge unter von denen ich sagen würde „Die braucht kein Mensch“. So Vakuumsäcke um Kleidung platzsparender zu verstauen (angeblich durch Luft -Raussaugen mit dem Staubsauger 75% weniger Platz (und 200% mehr Knitterfalten)). Gerade das ist aber der Reiz den Katalog mal durchzublättern so nach dem Motto „Mal sehen was es diesmal wieder sinnloses gibt“. Nun darüber kann man verschiedener Meinung sein, denn irgendwer kauft das ganze auch. So hat mein Neffe eine ganze Ansammlung von elektrisch betriebenen Küchenmaschinen da gibt es etliches: Eierkocher, Pizza-Backöfen, Sandwhich-Maker, Waffeleisen, elektrische Gewürzmühle, inzwischen sogar Maschinen die nicht nur alles mögliche zerkleinern, schlagen sondern auch gleich Kochen und Backen und natürlich hat der Katalog weitere skurrile Maschinen zu bieten: So die Kaffeemaschine mit Mini-Backofen oder die Kaffeemaschine mit integrierter Kaffeemühle. (mehr …)

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Die rein druckgeförderte Rakete

Da ich mit der Korrektur meines Buchs ganz gut im Zeitplan bin (auf S.360 noch 200+ zu machen) nehme ich mir heute mal ein Thema vor, das ich schon längere Zeit mal anbrechen will, aber weil es eben doch einige Arbeit auch mit FCEA ist bisher vor mir hergeschoben habe. Ich kam wieder drauf als ich mich wieder mit den Trägern von Nord Korea und Iran beschäftigt habe.

Wenn ich in dem Staat wäre und einer Rakete möglichst ohne Risiko und mit geringem finanziellen Aufwand fertigstellen wöllte würde ich Druckgasförderung in Betracht ziehen. Doch ginge das und wie groß wäre die Nutzlast?

Zuerst mal die Grundlagen. Damit wir alle auf dem selben Niveau sind. (mehr …)

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Proliferation von Raketentechnik oder Selbstbau?

Zu meinem heutigen Beitrag kam ich durch das aktuelle Buch und Nordkoreas Atomtest fällt auch ein bisschen in die Kategorie. zuerst mal zum Buch. Da mache ich heute mal Pause bei der Korrektur. Ich konnte Norbert Brügge gewinnen wieder einige Grafiken beizusteuern, die das Buch deutlich aufwerten und nun auch Seiten füllend präsentiert werden (er war ja schon bei den US-Trägerraketen beteiligt, nur hatte ich bei dem Buch das Platzproblem, dass es unter 700 Seiten liegen musste und das habe ich nur durch Zusammenfassen von Abbildungen geschafft). Der Umfang wird so um die 570 bis 580 Seiten werden, 564 habe ich derzeit schon. Leider kann ich das Preisziel von 29,90, also so viel wie die alte Ausgabe, nicht halten. Es wird 34,90 € kosten, das sind 15% mehr für 50% mehr Inhalt.

Mein Thema ergibt sich zwangsläufig, wenn man die Träger von Iran und Nordkorea beschrieben will. Von denen gibt es wenige Informationen. Eigentlich nur Videos aus Nachrichtensendungen, bei der Unha auch einige Fotos, da vor dem vierten Start eine Handvoll auserlesener westlicher Reporter eingeladen waren, darunter James Oberg. Was es an gesicherten Informationen gibt, ist überschaubar: (mehr …)

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Selbstbedienungsladen ESA

In dem halben Jahr zwischen meiner Neuauflage der europäischen Trägerraketen hat sich das Konzept der Ariane 6 erneut geändert. Anstatt 4,60 m wird nun die Zentralstufe 5,40 m Durchmesser haben und als kleine Änderung bekommen die Booster spitzkegelige Verkleidungen. Das ist ja nicht die erste Änderung. Es gab schon mehrere Alternativvorschläge vorher von Industrie und ESA. So wird langsam mal wahr, was ich mal vor ein paar Jahren im Blog geschrieben habe: die Industrie lässt sich für eine neu designierte Ariane 5 gut bezahlen, denn mit 5,4 m Durchmesser hat die Stufe nun den Durchmesser der Ariane 5.

Es gibt technisch natürlich einige Gründe für diesen Schwenk. Eine Änderung zur Ariane 5 sind getrennte Tanks. Sie erlauben das Anbringen der Booster in der Zwischentanksektion. Da wegen der aerodynamischen Belastung der LH2 Tank unten sein muss. Die Booster sind deutlich kürzer als die der Ariane 5, sie haben nur die halbe Treibstofffüllung und einen größeren Durchmesser, daher wird man interessiert sein, den Durchmesser der Stufe zu erhöhen um den Anbringpunkt in der Zwischentanksektion nach unten zu verschieben. Schon jetzt sind ja lange Verkleidungen nötig. (mehr …)

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Strukturfaktoren

Auf den heutigen Blog, der auch für mich zum Nachschlagen dient, bin ich durch das Beschäftigen mit der gelandeten Falcon 9 Erststufe gekommen. Als SpaceX die Falcon 9 baute reklamierte Elon Musk einen Strukturfaktor von 30 für die erste Stufe, das habe ich damals bezweifelt. Ich kann mich noch an einen Kommentar erinnern in dem Tenor „Warum eigentlich, die Titan ICBM kamen auch schon auf über 20“. Doch dazu später mehr. Ich glaube nicht, dass die heutige Erststufe einen Strukturfaktor von 30 (für die Oberstufe werden 25 genannt) hat, denn sonst wäre die Nutzlasteinbuße nicht nur 30%. Die erste leichtgewichtige Falcon 9 Stufe kam ja nur in Bruchstücken an, so kann man annehmen das die heutigen die den Wiedereintritt überstehen robuster aber auch schwerer sind. Die meisten Autoren schätzen heute sie auf 20 bis 25 t Trockengewicht was einem Strukturfaktor von 16 bis 20 entspricht. (mehr …)

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