„Das steht alles im Internet“

Eine Frage, dieh ich mir nach einem Kommentar gestellt habe: braucht man noch Bücher? Noch Nachrichtensendungen und Magazine? Kann man sich nicht im Internet viel einfacher mit Informationen versorgen? Nun ja. Zum einen gibt es nicht alles im Internet. Die Wissenschaft hat vor schon vor dem Internet ein System aufgebaut wie Artikel, Forschungsberichte etc. publiziert und auch die Information verkauft wird. Bis heute kosten Artikel von Nature, Scientific American oder den zahllosen anderen spezialisierten Zeitschriften nur gegen bares.

Die Frage ist aber auch ob die andere Aussage stimmt. Auf den ersten Blick ja, ja es geht sogar noch weiter als die obige Aussage suggeriert. Im Internet steht nicht nur alles was man in einer Fernsehsendung erfährt, nicht nur alle Nachrichten aus der Tagesschau sondern sogar noch die von Hinterdupfing. Nein, es gibt zig verschiedene Meldungen, Webseiten etc. Wer heute bei Google News „Osama bin Laden“ eingibt erfährt, dass es rund 5.000 Nachrichtenartikel zum Tod des Terroristen gibt. (mehr …)

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Neues vom Ballonprojekt, Teil 3

Heute der dritte Teil meiner kleinen Serie über das Ballonprojekt. Heute wird es ein etwas kurzer, aber doch wichtiger Beitrag, denn heute geht es darum, wie man den Ballon wiederfindet, oder besser gesagt, wie man den Landepunkt vorherbestimmt.

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Ein Rückblick auf das Space Shuttle Programm – Teil 1

Passend zum vorletzten Space Shuttle Start in knapp einer Woche ein kleiner Rückblick auf die Geschichte dieser. Alles begann im Jahre 1969, als kurz nach der Mondlandung Nixon eine Space Task Group einsetzte, welche den Kurs für die bemannte Raumfahrt für die siebziger Jahre festlegen sollte. Die Kommission unter Vizepräsident Spiro Agnew schlug einige Projekte vor. Das wichtigste war eine bemannte Marslandung, die jedoch jährliche Kosten von 6 bis 8 Milliarden Dollar verursachen würde. Das war nicht finanzierbar. Schon das Apollo Budget sank seit 1966 und es lag niemals so hoch. Ein preiswertes Projekt war das einer Raumstation für bis zu 12 Personen, die von einer Raumfähre aufgebaut und versorgt werden würde. Dabei war eigentlich die Raumstation das Hauptprojekt und die Raumfähre war nur als Zubringer gedacht um die Kosten für die teuren bemannten Kapseln einzusparen.

Dies erschien preiswerter und wurde weiter verfolgt. Von 1969 bis 1972 machten die Entwürfe gravierende Wandlungen durch. Die ersten basierten noch aus zwei geflügelten Stufen. Beide wären bemannt gewesen. Die Ausmaße der Unterstufe waren riesig und in etwa so große wie eine B-747 oder ein Airbus 380. Das erschien technisch zu anspruchsvoll und zu teuer und so wandelten sich die Entwürfe über flüssige Zusatzraketen wie sie später in der Energija eingesetzt wurden, zu dem heutigen Konzept.

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Zur Grundlagenforschung

Wir sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen! Wenn Wissen und Kompetenz wirklich im Fokus der Standortpolitik der Bundesrepublik stünden, wir müssten viel mehr Grundlagenforschung betreiben. Das geht eben nicht mit privatwirtschaftlichen Strukturen. Ein Investor schaut immer auf die kurzfristige Rendite. Von der Grundlagenforschung zu marktfähigen Produkten ist es aber leider ein weiter Weg. Ich bin der traurigen Überzeugung, dass wir kommerzielle Satelliten in 20 Jahren „von der Stange“ aus China kaufen werden und uns jede Kompetenz und Infrastruktur verloren gehen wird.

Unsere Industrie jammert, es fehlten Fachkräfte und wir blieben weit hinter unseren Möglichkeiten bei Export und Umsatz zurück. Gleichzeitig finden z.B. unzählige Ingenieure nach dem Studium keine Anstellung. Auf die konkrete Frage, in welcher Region welche Stellen unbesetzt seien und welche Fachkräfte von der Industrie denn konkret gesucht würden kam auch von Brüderle nur heiße Luft und Allgemeinplätze. Das DIW (in Essen) hat den behaupteten Fachkräftemangel als politische Lüge erkannt. (mehr …)

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Der Niedergang einer Raumfahrtagentur

Das BMWi hat ein Strategiepapier für die deutsche Raumfahrtpolitik bis 2020 vorgelegt. In einem Beitrag für die SuW hat der deutsche Raumfahrtpublizist Harro Zimmer dieses vorgestellt und kommentiert und befand, dass es sehr unpräzise und vor allem anwendungsorientiert ist. In der Tat beschleunigt sich, seit die Raumfahrt nun zum Wirtschaftsministerium gehört (oder besser zum kombinierten Ministerium für Wirtschaft und Technologie) der Niedergang der deutschen Raumfahrt, zumindest der Forschung.

Um mal eine kleine geschichtliche Erläuterung zu machen: Deutschland begann mit der nationalen Raumfahrt erst recht spät. Der erste nationale Satellit AZUR wurde 1969 gestartet. In den siebziger Jahren holte Deutschland den Rückstand auf, startete als dritte Nation eigene Raumsonden (Helios 1+2), investierte in eigene Telekommunikationssatelliten (Symphonie 1+2) und startete weitere Forschungssatelliten (Aeros 1+2, Dial, Feuerrrad). Die achtziger Jahre waren um vom Umbruch geprägt. Zum einen kam als neues Gebiet nach der bisher dominierenden Erforschung von Sonne und Erde vor allem der Teilchen, Magnetfelder und Stäuben noch die Astronomie dazu mit dem ROSAT. Zum anderen begann die bemannte Raumfahrt ein weiteres Standbein mit den D1 und D2 Missionen zu werden. Die Kosten dieser setzten schon damals dem nationalen Budget zu. Weitere Telekommunikationssatelliten (Kopernikus, TV-SAT) folgten, aber keine neuen Forschungssatelliten. (mehr …)

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