Vor 45 Jahren: Strato-Jump III

Aus aktuellem Anlass ruht heute meine kleine Ballonserie und ich schreibe über ein Projekt, welches heute fast vergessen ist: Project Strato-Jump. Es waren die drei letzten Ballonfahrten, bei denen ein Mensch in die Stratosphäre gelangt ist, und gleichzeitig das erste Mal, dass kein Militärpilot oder Wissenschaftler diese Reise angetreten hat. Es war der aus New Jersey stammende LKW-Fahrer und leidenschaftliche Fallschirmspringer Nick Piantanida. Die dritte Fahrt jährt sich heute zum 45. Mal.

(mehr …)

WeiterlesenVor 45 Jahren: Strato-Jump III

Werbung, Wetten Dass, Hochzeiten, GNTM und anderes

Mal wieder einen Griff ins Kessel Buntes also ein Blog ohne Sachthemen, sondern ein paar Dinge die ich mal so erwähnen wollte. Also es wird nun seicht. Wen das nicht interessiert und der hier immer nur wichtige Dinge lesen will, der muss eben jetzt aufhören zu lesen.

Also für alle die noch da sind. Ich schaue wie jedes Jahr Germanys next Top Model (GNTM) an. Nach der Kritik, die es ja vor allem an Heidi Klum und der Konzeption der letzten Staffel gab, hat sie ja dazu gelernt. Die Jury hat nun mehr zu sagen und die endlos ausgedehnten Monologe, bevor jemand gehen muss sind auch kürzer geworden – sie kam da ja ziemlich unsympathisch dabei rüber.

Was sich nicht geändert hat, ist das Konzept – kleine Vorkommnisse werden bis zum Geht-nicht-mehr mehrfach gezeigt, mit melodramatischer Musik untermalt, kommentiert, in Zeitlupe. Stefan Raab hat das vorgestern in TV Total persifliert. Nachvollziehbar für den Zuschauer ist die Sendung auch nicht. De Faktor kommen viele Mädchen kaum vor. Von manchem weiß ich nicht mal den Namen. Sie sind schlau genug, um nichts oder wenig zu sagen was gegen sie spricht. Eigentlich ist das Überlebensprinzip für die Karriere nach GNTM: nichts zu sagen. Was den Mädchen aber nicht klar ist, ist das es eine Unterhaltungssendung ist. Es geht also nicht darum ein Top-Modell zu werden. Das ist zwar der Gewinn für die bestplatzierte, doch auch diese wird kaum ein Topmodell werden sondern verdient nur am Anfang durch die Verträge der Sponsoren recht gut. (mehr …)

WeiterlesenWerbung, Wetten Dass, Hochzeiten, GNTM und anderes

Einführung in Teleskope Teil 3

Heute zum letzten Teil der kleinen Beratung. Diesmal geht es um die einzelnen Teleskopklassen. Es gibt drei Klassen, wobei man noch eine vierte als Sonderform einer der dreien ansehen kann.

Das erste sind Linsenteleskope, im Fachjargon Refraktoren genannt. Eine Linse vorne im Strahlengang bricht das Licht und projiziert ein Bild in den Brennpunkt des Tubus, wo es von einem Okular vergrößert wird. Wer selbst eine Brille hat, der weiß, dass er bei höheren Dioptrienzahlen teurere Gläser kaufen muss (bei meinen -9 Dioptrien bekam ich zumindest noch nie eines zum Nulltarif oder vergünstigt).Es liegt auf der Hand, das Gläser um so teurer werden, je größer sie sind und je höher der Brechungsindex ist – letzterer legt die Brennweite fest. (mehr …)

WeiterlesenEinführung in Teleskope Teil 3

Buchkritik: Horst W. Köhler, klipp und klar, 100 x Raumfahrt

Ich habe ja versprochen, nach und nach die wichtigsten Bücher über Raumfahrt hier zu rezensieren. Da das letzte Buch ein absoluter Reinfall war will ich heute einen positiven Kontrapunkt setzen und das Buch anführen, das ich wohl als erstes nennen würde, wenn mich jemand nach einem Buch fragt, das Raumfahrt erklärt. Es gibt deren wenige. Es gibt viele Bücher die Raumfahrt beschreiben. Also was passiert ist, welche Experimente durchgeführt ist oder wie etwa aufgebaut ist. Es fehlt aber die Erklärung, wie es funktioniert und bei vielen Büchern auch eine systematische Einführung in die wichtigsten Projekte. Zu dieser Kategorie gehören auch meine Bücher.

Auf der anderen Seite gibt es dann noch wenige Lehrbücher, gedacht für Studenten der Luft & Raumfahrt. Sie sind sehr mathematisch, nicht auf konkrete Träger bezogen und auch sehr theoretisch. Zumeist auch sündhaft teuer. Es gibt eine echte Lücke von Büchern welche die Grundlagen der Raumfahrt erklären, ohne gleich anzunehmen, dass der Leser dies die nächsten 4 Semester Vollzeit studiert. (mehr …)

WeiterlesenBuchkritik: Horst W. Köhler, klipp und klar, 100 x Raumfahrt

Parallelstufung

Zeit einmal in einem Grundlagenartikel die Prinzipien der Stufung zu beleuchten. Ich will nicht bei Null anfangen und ich setze mal voraus, dass jeder weiß, das eine Rakete mehrere Stufen haben muss. Das ergibt sich aus der Ziolkowski Gleichung, nach der bei gegebener Ausströmungsgeschwindigkeit der Gase die Endgeschwindigkeit nur von dem Logarithmus der Voll/Leermasseverhältnis abhängt. Da dieses technische Grenzen hat, ist man gezwungen mehrere Stufen einzusetzen, weil sich dann die Endgeschwindigkeiten jeder Stufe addieren. Zwar muss die untere Stufe dann die vollbetankte Oberstufe zum Leergewicht hinzuaddieren, aber aufgrund der Eigenschaft der Logarithmusfunktion nur langsam anzusteigen, ist dies trotzdem günstiger, als nur eine Stufe einzusetzen.

Es gibt nun für die Stufung zwei prinzipielle Verfahren sowie einige Zwischenlösungen, genannt Parallelstufung und Serienstufung. (mehr …)

WeiterlesenParallelstufung