Was will der Mensch im Weltraum?

Heute wieder ein Gastbeitrag von Frank. Damit ihr ihn auch würdigen könnt gibt es neues von mir (von der Dragon Kapsel – Teil 2) erst am Donnerstag.

Bei der Betrachtung bemannter oder unbemannter Missionen ist doch die zentrale Frage, was will der Mensch im Weltraum, also Sinn und Zweck des ganzen Tuns.

In den Anfängen war es ganz logisch, dass Menschen zum Mond, vielleicht zum Mars und sonst wohin verbracht werden müssten. Mit Jack Schmitt, dem ersten Wissenschaftsastronauten überhaupt, gelangte der erste Geologe auf den Mond. Die Erkenntnisse von Apollo 17 gelten als bahnbrechend und seien ohne sein geologisches Wissen nicht möglich gewesen. Aber das war vor 40 Jahren! (mehr …)

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Bemannte Raumfahrt – Mein Credo

Nun da, ich an den letzten Teilen des Skylabbuchs die Arbeit abgeschlossen habe,will ich mal wieder eine persönliche Meinung zur bemannten Raumfahrt äußern. Manche machen es sich ja einfach und ziehen abwechselnd die Schubladen „Befürworter“ und „Gegner“ der bemannten Raumfahrt. (Interessanterweise gibt es die Schubladen nicht bei der unbemannten Raumfahrt). Nun ist es aber so, dass die Welt nicht nur schwarz-weiß ist. Daher an dieser Stelle mein persönliches Credo.

Bei mir ist es so, dass ich mich für Teile der bemannten Raumfahrt interessiere und andere völlig sinnlos halte. Nicht das die für die ich mich interessiere sinnvoller sind, aber dazu später mehr.

Ich interessiere mich für die frühe amerikanische Raumfahrt bis einschließlich Skylab und ich denke ich kann das auch gut begründen. Dieser erste Teil zeichnet sich aus durch definierte Missionen mit bestimmten Zielen. Bei Mercury immer längere Aufenthalte bis zu einem Tag. Bei Gemini ebenfalls längerer Aufenthalt (Gemini 3,4,5,7) und immer anspruchsvolleren Kopplungen (Gemini 6,8,9-12). Bei Apollo zuerst Erproben der Hardware in der Erdumlaufbahn, dann stufenweise Annäherung an die Mondlandung und schließlich die Mondlandung und bei Skylab drei Forschungsmissionen mit den Schwerpunkten Medizin, Sonnenbeobachtung und allgemeine Forschung. (mehr …)

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Dragon

Stellen Sie sich mal vor, sie gehen in ein Geschäft und wollen ein Fahrrad kaufen. Sie brauchen es, um ihr Auto in Rente zu schicken und wollen damit alle Einkäufe transportieren. Also sagen Sie zum Verkäufer „Ich brauche ein City Rad, bei dem man schnell aufsteigen kann und das vor allem viel Gepäck transportieren kann, mit einem stabilen Gepäckträger und vorne mit einem Einkaufskorb.“

Der Verkäufer sagt: „So was haben wir nicht. Aber hier haben wir ein Cross-Terrain Bike. Da können sie einen kleinen, nicht zu schweren Korb auf dem Gepäckträger festschnallen. Aber sie kommen mit dem überall hin und können nicht nur in der Stadt fahren und notfalls können auf dem Bananensattel auch zwei fahren“.

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Buch Nummer 8: Skylab

Gestern habe ich die Arbeit an dem Buchblock meines bisher umfangreichsten Werkes über die bemannte Raumfahrt abgeschlossen. 336 Seiten sind es geworden, weniger als ich dachte, doch dazu noch mehr. Ich denke ich werde in den nächsten Tagen die Druckfreigabe abschließen, so dass es in etwa zwei Wochen für 29,90 in den Handel kommt.

Meine beiden Korrekturleser und Michel Van, der es fachlich gegengelesen hat, finden, das es ei gutes Buch ist und ich denke ich habe ein ausgewogenes Buch geschrieben – die beiden anderen neueren Werke (Homesteading Sapce von Hickham und Skylab von Shayler) sind vor allem auf die Besatzungen fokussiert. Diese nehmen auch bei mir Raum ein, jedoch liegt bei mir auch der Fokus auf der Raumstation, die bei beiden Büchern zu kurz kommt und den Experimenten, die sogar dort völlig unter den Tisch fallen. Wer meinen Background und bisherige Bücher kennt, den wird das wohl nicht überraschen. Ich persönlich meine, dass es damit das kompletteste Buch über Skylab ist. In anderen steht mehr von den Erlebnissen der Besatzung, aber wenn man nur ein Buch über das Projekt kaufen will, dann führt sicher kein Weg an diesem vorbei. (mehr …)

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Die Geschichte der Space Shuttles – Teil 3

Im Januar 1986 schien es, als würden die Shuttles endlich die Versprechungen erfüllen, die man an sie hatte. In den letzten Jahren war die Startrate laufend angestiegen, immer mehr kommerzielle Aufträge wurden durchgeführt. 1986 sollte eine zweite Startrampe in Vandenberg für militärische und sonnensynchrone Missionen eingeweiht werden, zahlrieche militärische und wissenschaftliche Missionen warteten auf ihren Start, dazu kamen kommerzielle Transporte, z.B. die der Intelsat VI Serie. 13 bis 16 Missionen waren für 1986 geplant, In den nächsten Jahren sollte die Zahl der Missionen auf 20 bis 24 ansteigen.

Da explodierte die Challenger am 28.1.1986 nach 72 s. Was in der Folge bekannt wurde, war katastrophal. Es war nicht nur die Ursache der Explosion, die praktisch am gleichen Tag feststand, nachdem wenige Stunden vor dem Start die Techniker von Thiokol gegen den Start votierten. Es war wie die NASA bisher das Shuttle Programm gemanagt hatte. Nicht nur, dass man Thiokol unter Druck setzte, eine Startfreigabe zu erteilen (wörtliches Zitat des NASA-Verantwortlichen "Thiokol, wann wollt ihr dass wir Starten – im Juli?"), sondern auch wie insgesamt das gesamte Management verlief.

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