vierzig Jahre Apllo 13 – die Unglücksursache

Ich bin mir sicher, dass zu diesem Jahrestag viele Blogs heute erscheinen werden und die meisten werden sich mit dem Unglück und der Rettung beschäftigen. Eine spannende Geschichte, die ja auch von Tom Hanks verfilmt wurde. Wie von mir gewohnt betrachte ich die technische Seite.

Am 13.4.1970 explodierte der Sauerstofftank Nr.2 im SM und löst die Katastrophe aus. doch wie konnte das passieren? Jedes Servicemodul enthält zwei Sauerstofftanks mit jeweils 145 kg flüssigem Sauerstoff, zur Isolation ist der Tank doppelwandig. In ihn ragen nur zwei Rohre hinein. Das eine enthält zwei durch Thermostate geregelte Heizspulen und zwei Ventilatoren zum Durchmischen des Tanks, das zweite einen Messfühler der den Tankinhalt nach dem Kondensatorprinzip elektisch misst. Dazu kommt einen außen gebrachter Temperatursensor und ein Drucksensor, der automatisch die Heizung anwirft. Über dieses Rohr wird er auch betankt.

Sauerstofftank Nr. 8 machte schon Probleme bei der Herstellung. Schweißnähte waren zu porös, Der Ventilator zog zu viel Strom. Zum Schluss gelang es bei der Abgabeprüfung nicht den Tank zu entleeren – 45 kg Sauerstoff verblieben im Tank. Durch Erhitzen konnten 34 kg ausgetrieben werden, der Rest erst durch Spülen mit gasförmigen Sauerstoff unter 20 bar Druck. (mehr …)

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Das Sojus Raumschiff (Teil 1)

Die Sojus-Kapsel

Das Sojus (Sojus = Union, russisch: ????) Raumschiff dient dem Besatzungstransport. Auch dieses Raumschiff gibt es in mehreren Generationen. Derzeit ist die vierte Generation, Sojus TMA, im Einsatz. Der Grundaufbau der Sojus entspricht der Progress, welche aus der Sojus entwickelt wurde.

Das Frachtmodul bei Progress entspricht bei der Sojus dem Orbitalmodul (Russisch: ??????? ????? ??). Ursprünglich war das Raumschiff für längere Missionen entwickelt worden. In dieser kugelförmigen Sektion sollten die Kosmonauten maximal drei Wochen lang leben. Bei den Zubringerflügen zur ISS kann dieser Platz genutzt werden, um maximal 350 kg Fracht zur Station zu bringen. Vorne ist der aktive, „männliche“ Kopplungsadapter zum Ankoppeln an die ISS. Hinten befindet sich eine Luke, welche das Orbital- oder Wohnmodul mit dem Wiedereintrittsmodul verbindet. Eine dritte Luke an der Seite erlaubt Ausstiege. Bei den ersten Missionen bis Sojus 11 befanden sich dort Experimente. Durch diese Luke steigt auch die Besatzung vor dem Start ein. Bei einem Weltraumausstieg fungiert das gesamte Orbitalmodul als Luftschleuse. Weiterhin befindet sich in ihr eine Toilette und ein Fenster. (mehr …)

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Mit Apollo zur Venus

Einer der Pläne, Apollo nach dem Mondprogramm weiter zu verwenden, ist das Thema dieses Beitrags. Es geht um den Plan, der von den Bell Labs vorgelegt wurde, und beschrieb, wie man in den Jahren 1973/74 drei Männer zur Venus und zurück hätte schicken können.

Der Plan geht darauf ein, wie man mit einem Apollo CSM zur Venus und zurück kommen könnte, und welche wissenschaftlichen Messungen angestellt werden könnten. Dabei wird vor allem abgehandelt, welche Energieversorgung nötig wäre und wie das Lebenserhaltungssystem aussehen müsste.

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Tipps für BOD

Heute nur einen kurzen Blog denn es geht ab in den Urlaub. Ich bin ab Sonntag zwei Wochen weg. Damit euch nicht langweilig wird, gibt es aber im Zwei-Tage Abstand trotzdem neue Blogs und zwar an allen ungeraden Tagen. Am 13.ten erinnere ich an den 40.sten „Geburtstag“ der Explosion des LOX Tanks bei Apollo 13 und es folgen dann die Beschreibungen von Sojus, Progress und MPLM in kleinen Häppchen, übernommen aus der Neuauflage des ATV Buchs. Nach dem Urlaub gibt es dann auch das ganze als neue Aufsätze in der Website, so denke ich gibt es auch einen positiven Effekt der Bücher auf die Website. Kevin hat auch angekündigt während des Urlaubs was zu veröffentlichen. Also dranbleiben lohnt sich!

Ich schaue natürlich immer wieder mal rein, wie sich die Bücher so über Amazon verkaufen und weil ich da eine neue Erfahrung mit Zweitauflagen gemacht habe, will ich die hier mal weitergeben. BOD selber gibt da leider keinen Ratgeber raus. Die Frage ist: Soll man sich bei einer neuen Auflage eine neue ISBN geben lassen? Ich habe mir beim Gemini Programm eine Neue geben lassen. Die Intention war, dass es einfacher ist mit einer neuen ISBN bei der VG Wort die Mindestmenge von 100 verkauften Exemplaren nachzuweisen, weil ich dachte bei BOD erscheint dann auch ein neuer Posten in der Übersicht und den Abrechnungen. (mehr …)

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Die tollen achtziger

Ich habe am Samstag die „Swinging Sixties“ gesehen und war doch erstaunt: Alle Gäste waren sich einig: Die sechziger Jahre waren viel besser – freie Liebe, Rebellentum, tolle Musik. Heute ist es nur langweilig. Nun dem letzten will ich nicht wiedersprechen. Aber die echt tollen Jahre waren doch die achtziger: Was haben wir nicht da demonstriert – gegen die Nachrüstung, gegen die Atomkraftwerke, gegen das Waldstreben. Damals konnte die Grünen den Bundestag noch schockieren indem sie mit Pullover und Turnschuhen zu den Sitzungen erschienen!

Computer waren klein und verständlich und man konnte selbst noch verstehen was geschieht und selbst die Firmware erweitern – was nicht besonders schwierig waren. Und die heutigen Mausklick-Warmduscher haben um einen Computer einen Riesen Bogen gemacht. Wir waren sportlich (Aerobic) haben noch die Leute sauber in Kategorien aufgeteilt (Punks und Popper) und immer gut gekleidet. Es gab noch echte Feindbilder (Kohls Vergleich von Gorbatschow mit Göbbels) und US Präsidenten planten nicht die atomwaffenfreie Welt sondern rüsteten auf, bis die UdSSR durch ihre Nachrüstung pleite war. Und während man heute sich so schwer mit der Bundeswehr in Afghanistan tut sandte England 1982 wegen der Besatzung ein paar kleiner Inseln nahe des Südpols mal die Royal Navy zu den Falkland Inseln. (mehr …)

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