GNTM und Mumien

Als Nachlese aus meinem Urlaub heute noch ein weiteres nicht Raumfahrtthema, auf das ich während meines Urlaubs gekommen bin. Ohne stationären PC habe ich etwas mehr Fernsehen geschaut und da sind mir zwei Dinge aufgefallen. Es gab zwei Beiträge über Mumien. Da wurde berichtet wie man durch Kernspin versucht hat mehr über die Ägypter zu erfahren und man an einer Mumie den Lebenslauf rekonstruiert hat – was auch möglich war, da es Belege aus dem Grab gab und der Priester einer Familie angehörte von der man schon mehr weiß. Die Kuratorin des Museums in Kairo wünscht sich auch dass die Mumien der Familie wie von den Verstorbenen gewünscht zusammen kommen. Derzeit sind sie in der ganzen Welt verstreut.

Auf der anderen Seite wurde berichtet wie in der Vergangenheit mit Mumien verfahren wurde. Es fing schon bei den Ägyptern an, wo nicht jeder mumifiziert wurde. Zumindest bei den Katzenmumien (diese waren heilige Tiere im Alten Ägypten) fanden die Forscher oft nur Dreck anstatt Mumien. Später wurden sie zermahlen und als Medizin verwendet – aus dem dunklen Gemisch stammt auch der Name Mumie von den Arabern. In Europa gab es im 19 Jahrhundert das „Schauauspacken“ wobei die Mumie dann entsorgt wurde. Mumien wurden zu Dünger verarbeitet und in Ägypten selbst zum Befeuern von Dampflokomotiven verwendet. Im amerikanischen Bürgerkrieg wurden Mumien exportiert um die Leinenverbände zur Versorgung von Wunden zu verwenden – die darin enthaltenen Keime führten zum Ausbruch einer Cholera Epidemie. (mehr …)

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Die ominösen sp2 und sp3 Konfigurationen

Da ich wahrscheinlich in meinen Aufsätzen noch ein paar mal mit Fachbegriffen um mich werfe, an dieser Stelle eine Erklärung von zweien. Fangen wir mal ganz elementar an. Elektronen halten sich nach den Atommodellen der Physiker in Orbitalen auf. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das sind keine definierten Bahnen und sie haben keine Ähnlichkeit zu den Orbits von Planeten und Satelliten. Man kann sie dann noch nach den Energieniveaus in verschiedenen Schalen anordnen. Daher kommen die Buchstaben: Eine s-Schale ist besetzt mit zwei Elektronen. Es kommt dann die p-Schale mit sechs Elektronen. (Zur Vervollständigung: Es gibt noch die d-Schale mit 18 Elektronen und die f-Schale mit 32 Elektronen (Gesetzmäßigkeit: 2*n²)).

Wenn man in Büchern nachschaut, findet man dann Abbildungen dieser Schalen, wobei diese die Aufenthaltswahrscheinlichkeit angeben. Vereinfacht gesagt, den Raumbereich in dem sich ein Elektron am häufigsten aufhält. Eine s-Schale ist kugelförmig. Eine p-Schale hantelförmig. Jede Schale nimmt maximal zwei Elektronen auf. So gibt es drei p-Schalen die in den drei Raumachsen angeordnet sind (px, py und pz).

Wichtig ist: Für Bindungen stehen nur die äußeren Schalen zur Verfügung, die nicht vollständig besetzt sind. Alle anderen Schalen beteiligen sich nicht an chemischen Bindungen. (mehr …)

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Sechzig Jahre ARD

Dieses Jubiläum gab es in der vorletzten Woche. Ich habe mir mal eine der Shows angesehen und war doch etwas enttäuscht. Vor allem als bei der Reihenfolge der beliebtesten Moderatoren Pilawa so weit vorne landete – er mag zwar sicher am meisten Fernsehauftritte haben, aber er moderiert im eigentlichen Sinne keine Show, sondern macht Quiz Shows. Jemand den ich zu den Größen zählen würde, an den erinnert man sich noch nach Jahrzehnten – Kulenkampff, Rudi Carrel oder Fuchsberger z.B. aber kann man sich an eine Pilawa Show noch nach ein bis zwei Wochen erinnern?

Dabei wird bei den Shows, die Zusammenstellung aus sechzig Jahre ARD zeigten selbst das Dilemma der ARD deutlich: Gezeigt wurde viel aus den Siebzigern und Achtzigern, aber kaum etwas aktuelles. Inzwischen machen ja schon Satiresendungen sich selbst über die ARD lustig, die ja nur noch die Zielgruppe der über sechzig Jährigen erreicht. Besonders pikant dieser Spot von „Extra 3“, der NDR gehört ja auch zur ARD: (mehr …)

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Was man lernen muss um bei der bemannten Raumfahrt mitspielen will

Während meines Urlaubs lass ich Moon Lander: How We Developed the Apollo Lunar Module (Smithsonian History of Aviation and Spaceflight). Es ist ein Buch des LM Chefdesigners Thomas Kelly über die Entwicklung des Mondlanders.  Es ist recht lesenswert, wenn man sich für die Entwicklungsgeschichte interessiert und wie ich denke auch ehrlich. Es beginnt ganz optimistisch: Wie Kelly als Chef einer kleinen Grumman Truppe beschreibt, wie sie sich zuerst für die Kommandokapsel bewerben wollen, das Management aber dies als finanziell zu riskant ansieht und dann er das Konzept des LEM entwirft. Dem Konzept auf das er stolz ist, folgen aber Frustrationen bei der Entwicklung – Gewichtsprobleme, technische Probleme und bei der Fertigung (Undichtigkeiten, Drähte die nicht halten, Verbrennungsinstabilitäten).

Vor allem war für mich lehrreich, wie es immer wieder Probleme zwischen Grumman und der NASA gab. Nach dem NASA Ranking wurde Grumman schlecht eingestuft. nicht nur weil die Firma den Kostenrahmen nicht einhalten konnte und im Zeitplan zurück lag, sondern vor allem weil sie nicht das Apollo Konzept bei dem Design und der Fertigung übernommen hat. Neu war für Grumman, das alles extensiv dokumentiert werden musste. Für jede kleinste Arbeitstätigkeit musste eine Vorschrift erstellt werden. Jeder Arbeiter musste die Checklisten durchgehen, jeden Schritt quittieren und über alles Protokoll führen. Auch die Tests überforderten Grumman – die NASA forderte überall extensive Tests und praktische Prüfungen und Grumman meinte oft mit statischen Tests Aussagen über die Fehleranfälligkeit treffen zu können. Bei einigen Punkten stimmte auch Kelly der NASA zu, z.B. der Testvorgehensweise, hatte aber nicht die Befugnis das überall durchzusehen. (mehr …)

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