Chinas Raumfahrt

Als ich für mein Trägerraketenlexikon durch Chinas Raketenzoo durchgegangen bin, fühlte ich mich an die Anfänge der Raumfahrt erinnert. Damals schienen die Sowjets in enorm schneller Zeit zahlreiche neue Raketen in Dienst zu stellen – Auf die Sputnik folgte die Luna, dann die Wostok, Woschod, Molnija und die Sojus – bis sich 1967 herausstellte, als man erstmals eine Rakete in Natura bei der Pariser Luft & Raumfahrtausstellung sehen konnte, dass es immer ein und dieselbe Rakete war, nur mit unterschiedlichen Oberstufen, bzw., sogar nur unterschiedlichen Versionen einer Oberstufe.

Das System der Desinformation haben die Chinesen übernommen: Die Gesamte Serie Langer Marsch 2-4 mit offiziell nicht weniger als 13 Versionen, besteht aus nur vier Triebwerkstypen. Dabei haben alle in den ersten beiden Stufen dieselben Triebwerke, nur unterscheiden sich die Massen leicht. (Gleicher Durchmesser von 3,35 m, unterschiedliche Stufenlänge). Das wird dann ergänzt durch zwei Oberstufen und Booster, die im Prinzip aus einem der vier Triebwerke der ersten Stufe bestehen. Würde Europa es auch so machen, hätte man ohne Problem aus den sechs Versionen der Ariane 4 und drei Revisionen der Oberstufe auch angeblich 18 verschiedene Träger angeben können. (mehr …)

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Hitzewelle / Der Blog wird 2 / Windows 7

Weil es so heiß ist fühle ich mich derzeit nicht in der Lage einen tiefschlürfenden Blog zu verfassen und wenn ich derzeit am Computer bin, dann um zu entspannen und eine Runde Jagged Alliance Mod „Vegeance“ zu spielen. Also heute nur mal ein par einfache Gedanken. Zuerst einmal habe ich glatt verschlafen, dass der Blog (im echten Sinne als WordPress Blog, nicht als statische HTML Seiten) zwei wird. Der erste Eintrag war vom 15.8.2007. (Inzwischen habe ich, weil ich ein gewisses Faible für Ordnung habe, auch die anderen Teile die es vorher gab eingepflegt). Seitdem sind es 653 Artikel, also in etwa einer alle 2 Tage.

Waren es im ersten Jahr noch so rund 2500 Besucher pro Monat, so waren es im zweiten rund 4000 pro Monat und dieses Jahr sieht nach deutlich mehr als 5000 im Schnitt aus, vor allem wegen dem Juli, der sich auch in doppelt so hohen Abrufzahlen bei der Website und guten Umsätzen bei meinen Büchern bemerkbar gemacht hat. (mehr …)

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Geschichte(n)

Heute mal ein „Nicht-Raumfahrt“ Blog. Dieses Jahr jähren sich drei Dinge von Bedeutung für Deutschland:

  • Der Versailler Vertrag von 1919
  • Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges 1939
  • Der Fall der Mauer 1989
  • 60 Jahre Grundgesetz

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Ziolkowskigleichung für Dummies

In meiner kleinen Reihe „Raumfahrtgrundlagen ganz einfach (für Wirtschaftswissenschaftler und Geisteswissenschaftler)“ möchte ich mal erklären wie man zur Raketengrundgleichung oder Ziolkowskigleichung kommt. Damit alles einfacher wird, nehmen wir mal an wir betreiben die Rakete in der Schwerelosigkeit, also im freien Weltraum, so dass wir ohne Luftwiderstand und Gravitationskraft operieren können.

  • Erstens einmal: Die Beschleunigung (a): Sie wird erhalten wenn man den Schub in kN durch das Gewicht teilt. Eine 1000 kg schwere Rakete mit einem Schub von 20 kN hat also eine Startbeschleunigung von 20*1000 / 1000 = 200 m/s².
  • Die Geschwindigkeit (v): Sie wird erreicht wenn man die Beschleunigung über die Zeit summiert. Bleibt die Beschleunigung gleich, so kann man schreiben: v = a * t also Geschwindigkeit = Beschleunigung mal Zeit. Würde unsere Rakete also ihre Masse nicht ändern, so wäre nach 10 Sekunden sie 10 s * 20 m/s² = 200 m/s schnell.
  • Der zurückgelegte Weg (s) Er wird errechnet indem man die Geschwindigkeit über die Zeit summiert. Verändert sich die Geschwindigkeit nicht, so gilt s = v * t. Bei gleichmäßiger Beschleunigung gilt s = 1/2 a * t². Also in unserem Beispiel: bei a=20 m/s² und t=1^0 Sekunden legt die Rakete einen Weg von 1/2 * 20 m/s² * (10 s]² = 1000 m.

Wer Physik mal in der Oberstufe hatte, der wird sich vielleicht dunkel erinnern, dass die Geschwindigkeit das Integral der Beschleunigung über die Zeit ist und der Weg das Integral der Geschwindigkeit über die Zeit. (mehr …)

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Die Crux mit den Gleitern

Kürzlich bekam ich eine Mail von Martin Rosenkranz mit einem ganz interessanten Ansatz:

Da die Entwicklung ganz neuer Konzepte ja offenbar an der technischen Umsetzbarkeit scheitert scheint es auch in absehbarer Zukunft recht „konventionell“ weiter zu gehen – > siehe Ares-Konzept mit bewährten Komponenten und Konzepten.

Auf Grundlage vorhandener Technologien habe ich eigene Überlegungen angestellt und ich würde gerne mal eine zweite Meinung hören – von jemandem der offenbar genügend Überblick hat und siehe „Technische Spinnereien“ auch gern mal ein bisschen spekuliert.

Folgende Voraussetzungen bildeten meine Vorgaben: (mehr …)

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