Ab zu Phobos und Deimos

Etwas verspätet nun der Teil 3 des Alternativmodells zum 1.5 Milliarden Euro Vorschlag des deutschen Mars- und Mondprogramms, derzeit vorliegt. Wie beim Mond und Venus soll Hauptzweck sein, bestehende Hardware zu nutzen und die Forschung sinnvoll zu ergänzen.

Beim Mars fällt mir da sehr wenig ein. Sieht man sich die instrumentelle Ausrüstung von MRO und dem MSL an, dann ist es schwer diese zu ergänzen. Vor allem wenn man sieht, welche Möglichkeiten der Datenübertragung der MRO hat. Aber es gibt beim Mars auch noch „weiße Flecken“ auf der Landkarte: Die beiden Marsmonde Phobos und Deimos. Sie sind recht klein, Phobos als der Größere hat einen maximalen Durchmesser von gerade mal 27 km. Aber sie haben andere Vorteile: Es sind eingefangene Asteroiden und viel leichter erreichbar als die des Hauptgürtels. Um zu diesen zu gelangen braucht Dawn mehrere Jahre. Am Mars ist man in wenigen Monaten und durch das Gravitationsfeld des Planeten muss auch weniger Energie aufgewendet werden um zu den Monden zu kommen.

Es ist ja seit langem die Phobos-Grunt Mission im Gespräch, die zu Phobos fliegen soll und Bodenproben zurück zur Erde bringen. Ich bin für eine ausführlichere In-Sito Untersuchung – ich sehe keinen Grund von zwei Asteroiden Bodenproben zu nehmen – schließlich fallen jedes Jahr Meteorite mit demselben Ursprung auf die Erde und können untersucht werden. Warum sollten sich Phobos und Deimos von so vielen Steinasteroiden in ihrer chemischen Zusammensetzung unterscheiden? (mehr …)

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Was nervt

Heute schaue ich in die Fernsehzeitung. Was kommt? Auf vier Kanälen das Duell der Kanzlerkandidaten, wahrscheinlich weil je ein Journalist von jedem Kanal dabei ist. Für mich wohl aber eher um sicher zu gehen, dass auf dem anderen Kanal nicht ein guter Spielfilm läuft und die Quoten in den Keller gehen. Das nervt! Ich habe meine Wahlentscheidung schon längst getroffen und will nicht von der Rumstreiterei belästigt werden, zumal das so formal läuft das es sich nicht besonders spannend anhört. Das war schon letztes mal so.

Es ist schon schlimm dass wir zwar jede Menge Talkshows haben, aber alle nur von Politikern bevölkert werden. Ich würde Politiker primär einmal keine Kompetenz in Sachen Wirtschaft, Naturwissenschaft und Technik zuweisen, das haben sie mehrfach unter Beweis gestellt. Trotzdem tauchen sie in Diskussionen über die Wirtschaftskrise, Pro/Contra Gentechnik und wie weit greifen Sperren und Vorratsdatenhaltung überhaupt zu Wort. Das liegt wohl daran, dass es irgendeine Vorschrift gibt, die es verbietet zu solchen  Diskussionen nur einen Politiker einzuladen. Es müssen dann wahrscheinlich immer gleich je einer von den beiden großen und einer der kleinen Parteien eingeladen werden. Da Politiker in jahrelanger Fernsehpräsenz jeden Rest von guten Benehmen und Rücksichtnahme verlernt haben fangen sie dann auch an den andern Teilnehmern ins Wort zu fallen, ewig lang zu reden und nicht auf Fragen zu antworten, sondern ihr Wahlprogramm zu verkündigen. Warum also jetzt nochmal eine riesige Show? (mehr …)

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Poweline vs. WLAN

Heute mal ein kleiner Erfahrungsbericht. Vielleicht hilft er dem einen oder anderen weiter. Es geht um die Hausvernetzung. Fast jeder hat ja das Problem, dass man in einer bestehenden Wohnung nicht so einfach Netzwerkkabel ziehen kann. Wer eine größere Renovierung vorhat, dem kann ich nur raten das zu tun und dabei vielleicht Kabelschächte vorzusehen, an die man später auch noch leicht herankommt, weil die Geschwindigkeiten von Netzwerken rapide ansteigt (alternativ: das Beste zu verlegen, was man heute bezahlen kann, auch wenn der Switch und PC noch niedrige Geschwindigkeiten liefern). Spätestens, wenn es aber über mehrere Stockwerke geht, fängt das Grübeln an: Löcher in die Decke bohren und Kabelschächte nicht nur am Boden, wo man sie leicht durch Möbel / Teppich kaschieren kann, sondern in der Ecke der Wand?

Da gibt es heute die Alternative Powerline / WLAN. Bei mir war die Situation so, dass ich August 2007 DSL über Kabel bekam, vorher habe ich bei meinem Bruder im Nachbarhaus über WLAN mitgesurft. Daher bot es sich an WLAN weiter zu benutzen und so nur eine Antennendose umzurüsten auf DSL, sonst wären Mehrkosten angefallen. Zudem ist auch der Fernsehanschluss in meinem recht großen Arbeits/ Wohnzimmer rund 8 m vom Computer entfernt, so dass es in jedem Falle auf Strippen ziehen/WLAN rausgelaufen wäre, warum also nicht die WLAN Hardware weiter zu verwenden? Trotz Stahlbeton Decke hatte ich dank zweier externen 3 dbi Antennen immer guten Empfang mit Bruttodatenraten von 81 bis 160 MBit/s – mehr als genug für den nur 10 MBit schnellen DSL Anschluss. Die Empfangsleistung schwankte je nach Wetter oder weiß ich noch was, zwischen 35 und 70 %. (mehr …)

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Danke SpaceX!

Wie schon angekündigt heute ein kurzer Blog. Ich habe, um das Raketenlexikon (Band 1 US-Träger) um die neusten Infos zu ergänzen, nach Details zu dem Orbcomm/SpaceX Deal gesucht. Was ich suchte (die Zahl der Starts) habe ich nicht gefunden, aber eine andere interessante Stelle: Demnach kostet eine Falcon 1e nun schon 11 Millionen Dollar, und transportiert nur noch 900 kg (vorher 9,1 Millionen, 1010 kg), was einer Preiserhöhung um 35 % entspricht. Es ist also dasselbe wie bei der Falcon 1, bei der in den letzten Jahren die Startkosten laufend angehoben wurden und die Nutzlast sank (von 670 auf 420 kg, Startkosten von 5,9 auf 7,9). Ich habe ja schon eine Prognose für die Falcon 9 gemacht, aber dass nun die Falcon 1e vorher dran ist, wundert mich nicht. Warum sollte eine Rakete mit derselben Technologie wie die Falcon 1, bei 70 % höherer Startmasse 140 % mehr Nutzlast transportieren? So ist das absenken der Nutzlast nur logisch. Trotzdem ist natürlich die Falcon 1e immer noch preisgünstig verglichen mit einer Taurus oder Minotaur, aber sie nähert sich denen an. Vor allem bei sonnensynchronen Orbits mit höherer Bahnenergie ist der Unterschied nun nicht mehr sehr groß zur Minotaur. (mehr …)

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Lebensmittel ohne Zusatzstoffe?

Die Frosta Werbung, die ich kürzlich erklärt habe, bringt mich zu dieser Frage die sich sicher schon der eine oder andere gefragt hat. Ist es möglich auf Zusatzstoffe zu verzichten? Zuerst mal etwas Aufklärung. Folgende Behauptungen sind nicht wahr:

  • Zusatzstoffe sind künstlich: Nur wenige Zusatzstoffe kommen nicht in der Natur vor. Einige Zusatzstoffe sind natürliche Stoffe. Der Großteil der Zusatzstoffe sind modifizierte Naturstoffe, z.B. ergibt gespaltenes Fett zahlreiche Emulgatoren.
  • Zusatzstoffe sind eine Erfindung der Neuzeit: Auch dies ist falsch. Einige Zusatzstoffe sind schon seit Jahrhunderten im Einsatz wie z.B. Nitrit zum Pökeln oder Essigsäure zum Konservieren. Was sich geändert hat, ist das früher viel öfter Lebensmittel zugesetzt wurden um technologische Funktionen durchzuführen und heute Reinsubstanzen die in diesen Lebensmitteln enthalten sind. So wurde früher mit Eigelb emulgiert und heute mit dem dort enthaltenen Lecithin.
  • Lebensmittelchemiker brüten über neuen Zusatzstoffen und deren Anwendung. Die Aufgabe von Lebensmittelchemikern ist es die Rohstoffe und Produkte zu untersuchen und auf Probleme oder gar Gesetzverstöße hinzuweisen. Die Herstellung der Lebensmittel und deren Rezeptur ist aber die Aufgabe der Lebensmitteltechnologen. Deren fehlende chemische Ausbildung drückt sich dann in einem Zusatzstoffeinsatz aus, der so nicht notwendig gewesen wäre. (mehr …)

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