Das Europa der nationalen Eigenmächtigkeiten
Einer der Vorteile der Recherche für das neue Buch ist, dass man über verschiedene Dinge stolpert, In diesem Falle über die Pläne für die Weiterentwicklung von Ariane und Vega und wie diese irgendwie nicht richtig vorwärts kommen. Dazu kam ein Bericht über die ESA Beschlüsse in der aktuellen Sterne und Weltraum. Erstaunlicherweise fand ich keinen Bericht bei den ESA Pressemitteilungen. Derzeit läuft einiges schief. Frankreich versucht mehr und mehr ESA Projekte zu EU Projekten zu machen. Der Grund: Bei ESA Projekten gibt es die Garantie des Mittelrückflusses. Das bedeutet, dass entsprechend der finanziellen Beteiligung auch die heimische Industrie Aufträge erhält. Zum einen fördert das natürlich die Bildung einer Raumfahrtindustrie auch in den Ländern die weniger zum ESA Budget beitragen. Zum anderen ist so natürlich der gewählte Auftragnehmer vielleicht nicht der kostengünstigste, sondern er musste gewählt werden weil ein sich Land an dem Projekt beteiligt. Bei EU Projekten gibt es dagegen nur einen Auftragnehmer, alle anderen Konkurrenten gehen leer aus. Frankreich, mit seiner leistungsfähigen Raumfahrtindustrie rechnet damit mit mehr Aufträgen.
Wie sie sicher beim Blick in den Kalender gesehen haben, ist heute Freitag der 13.te, also nach volkstümlicher Meinung ein Unglückstag. Mal abgesehen davon wie man ausgerechnet auf den Freitag und die 13 als Datum kommt veranlasst mich das mal über Aberglauben zu dozieren. Ich will nicht alle Dinge die es gibt von zerbrochenen Spiegeln bis zu Schornsteinfegern aufzählen. Die Frage ist, warum glauben manche Leute daran? Meiner Meinung nach natürlich aus eigener Erfahrung. Sie müssen also überzeugt sein, dass bestimmte Ereignisse etwas mit Glück oder Unglück zu tun haben. Das ist am einfachsten zu erklären, wenn man weiß wie das Hirn funktioniert: es prägt sich viele Dinge über Assoziationen ein. Wie geht dies? Nehmen wir an, heute misslingt ihnen etwas, vielleicht auch zwei Dinge. Auch bei mir gibt es Tage wo meistens alles dicke kommt. Erst läuft die Kaffeemaschine morgens über, dann kommt man in Zeitnot, vergisst etwas oder macht was falsch – das eine bedingt das andere. Solche tage gibt es. Nun gibt viele solche Tage. Der Unterschied ist, dass es heute der Freitag der 13.te ist. Und nun beginnt unser Gehirn eine Verbindung herzustellen, zwischen einem Ereignis und einem abstrakten Datum. Danach hat man sich das eingeprägt. Natürlich gibt es genügend Tage an denen auch alles schief ist, doch da ist eben die Verknüpfung nicht gegeben und so vergisst man diese. Das Phänomen ist auch bei bekannt bei anderen Dingen. So gibt es Personen die glauben, sie können bei Vollmond schlechter schlafen. Wenn man diese Personen Buch führen lässt wann sie gut und schlecht schlafen, dann zeigt sich meist kein Zusammenhang mit der Mondphase. Warum glauben die Personen dann dran? Nun sie merken sich nicht, wenn sie nicht gut schlafen können, dass kein Mond scheint. Aber sie merken sich, wenn sie schlecht schlafen können, dass der Mond scheint. Sie zeihen also eine Verbindung zwischen einem Ereignis und einem zweiten. Dazu kommt noch, dass bei Vollmond dieser genau dann aufgeht wenn die Sonne untergeht und dann die ganze Nacht hindurch scheint. Egal wann sie also in dieser Nacht schlaflos aufwachen, sie sehen den Vollmond. Bei jeder anderen Phase gibt es einen Teil der Nacht in der der Mond nicht scheint.